Dies und das

Die Wünsche an das Universum sind alle abgeschickt.
Die snapchat-App führt mich aufs Glatteis, aber sie macht im Moment trotzdem Spass. Weiß aber nicht wie lange, weil ich den kommunikativen Hintersinn noch nicht entdeckt habe. Mir fehlt das Teilen und das favorisieren. Und noch Accounts denen ich folgen könnte.
Außerdem bin ich weiterhin im duolingo-Fieber. Ausschließlich unterbrochen durch die Kubareise, arbeite ich an sechs Kursen. Bald soll Griechisch-Englisch kommen, da bin ich sehr gespannt.

Die Zeitumstellung nehme ich wie jedes Jahr persönlich. Meine Psyche weigert sich, sie zu akzeptieren und wirbelt mein Zeitgefühl komplett durcheinander.

Jetzt genieße ich noch die letzten Stunden dieser Feiertage. Sie fühlen sich gut an.

Wünsche an das Universum

Wünsche an das Universum können hier eingeworfen werden.
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Aber ich sag  es euch gleich: das Universum lässt sich Zeit mit der Wunscherfüllung. Es hat alle Zeit der Welt. Buchstäblich.
Aber wir sollten nicht daraus schließen, dass es uns nicht hört. Unsere Sorgen nicht ernst nimmt.

Wünsche an das Universum. So viele.

Karfreitag

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Für mich muss er halt herhalten als Einstieg in die viertägige Ruhezeit, die uns Normal-Büro-Werkstägigen von unserer fremd bestimmten Tätigkeit bleibt. Vier Tage ohne Wecker, vier Tage sich die Büro-Hetzhunde vom Leib zu halten. Speziell für mich: vier Tage, um vor mich hin zu leben.

Die Stimmung ist trübe und dem Karfreitag angemessen. Meint jedenfalls der katholische Kaffeehausbesitzer  italienischer Abstammung und der muss es wissen. Jesus stirbt jeden Tag ein bisschen und am Karfreitag ganz besonders. Als Kind nahm mich das immer sehr mit, als Erwachsene lasse ich den Jesus außen vor, aber da bleiben noch so viele andere, die jeden Tag sterben. Verhöhnt und gefoltert. Verraten und verkauft.

Subjektiv

Mit der Sommerzeit werde ich mich in diesem Leben nicht mehr anfreunden.
Aus Protest drehe ich meine Lebenslautstärke so leise, dass nur die sanften Seelen Zugang finden.
Es ist nicht meine einzige Stärke, Türen metaphorisch zu schliessen.
Dass der Weg nie das Ziel sein kann, ist ein offenes Geheimnis.
Wer gibt schon zu, dass die Liebe beim dritten Blick schon anbrennen kann.

Poesie ist eine Lebensrealität.

Lyrik ein Noteingang.

Schönheit

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Sieht so aus, als überleben sie.

Sie werden weiter aufrecht stehen. Obwohl sie einen Teil ihrer Schönheit verloren haben.
Dieses Mal aus der Nähe.
So viele Jahre sah ich sie von meinem Fenster aus. Majestätisch.
Im Wandel der Jahreszeiten.
Aber immer atemberaubend.

Schmerz

Jetzt stellen sie wieder die gleichen Fragen:
Müssen wir uns an den Terror gewöhnen?
Wie verhalten wir uns richtig?
Befinden wir uns im Krieg?
Wie sollen wir reagieren?
Wer ist schuld?
Wer ist mitschuld?
Wie wird sich unsere Gesellschaft verändern?

Und dann hören wir wieder die lauten Stimmen, versinken in der nationalistischen Kackscheiße, verschließen unsere Seelen, lecken unsere Wunden, nehmen unseren Platz auf dem moralischen Podest wieder ein.

Das Wir wächst wie ein Krebsgeschwür. Wirft Schatten bis zum Die. Die anderen.
Mir wird mulmig bei dem Echo des Wirs. Beim Donnergrollen, das das Wir durch und durch gehen lässt.

Worte finden

am Tag der Poesie
fallen die Worte ineinander
und übereinander

finden ihre Bedeutung
manchmal

schweigen sie auch
verbergen ihre Bedeutung
oder maskieren sich geschickt

den Rest des Jahres
gewöhnen sie sich
an Erpressung, Nötigung
und Missbrauch

Überraschung

Manche Neuigkeiten erfährt eine eher zufällig, so nebenbei. Die Bewertung der Prioritäten sind eben unterschiedlich. Für mich ist es eine kleine Sensation und ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Primzahlen sind zufällig. Das galt bislang als sicher und dieser Fakt spielt bei der Verschlüsselung eine große Rolle.
Völlig überraschend stellt sich jetzt heraus, dass es beim Auftreten der Primzahlen durchaus ein Muster gibt.

Das muss ich erst mal verdauen.

Frühling

tmp_6006-IMG_20160318_173719-987759830Zum Glück geht es dem Frühling entgegen.

Der Bornheimer Hang im Frühlingszauber. Geeignet für Spaziergänge zum Nachdenken.
Wie viele Weichen habe ich in den letzten Jahren gestellt? Wie viele werden es noch sein?
Ich treffe Entscheidungen, die weit in eine ungewisse Zukunft reichen.
Die Zukunft wird dadurch nicht gewisser, vielleicht wird sie mir eher suspekter dadurch.

Der Frühling lässt sich von meiner Skepsis nicht abhalten. Er verzaubert wie jedes Jahr, die Bäume, die Landschaft und die Stadt. Selbst nach dem Untergang der Menschheit würde er es krachen lassen.
Er ist sehr selbstbewusst und uneigennützige.

Wohin

Wo kein Wille ist, da musst du weg.

Manchmal reicht es aus, symbolisch zu gehen. Die metaphorische Tür zuschlagen und sich auf keinen Fall umzusehen. Eine Fähigkeit, die nicht in die Wiege gelegt wird.
Überhaupt liegt in den Wiegen weit weniger, als uns die alten Geschichten glauben machen wollen.

Zu viele Geschichten, die sich zu Lebensweisheiten aufplustern. Dabei ist das Geheimnis doch, dass die Weisheit wortkarg bleibt.

Falls ihr einen stillen Knall wahrnehmt, das ist die Tür, die ich jetzt metaphorisch schließe.

Eine Erleichterung.