Mit der Abschaffung des Bargelds würden sie uns die Freiheit komplett wegnehmen. Es ist beängstigend, wie oft sie das in der letzten Zeit erwähnen.
Da wird ganz schön gerüttelt und geschüttelt in der Hoffnung, dass wir uns ganz von alleine in den Käfig begeben.
Die Anna-Mareike Krause ist übrigens eine wunderbare, kluge und sehr taffe Frau.
Da tut es weh mit anzusehen, wie so ein Shitsturm plötzlich über sie drüberstürmt. Inklusive dumpfer gewalttägiger Gestank.
Gestern hat Laurie Penny sinngemäß getwittert, dass ihr jemand ein Foto mit einem blutigem Frauentorso in einem Koffer schickte, kurz nachdem sie schrieb, dass sie jetzt ihren Koffer packt.
Nein, das ist nicht allein ein virtueller Sturm
Wie Helga schrieb: another day, same story. Oder auch: Jeden Tag tausendfach die gleiche Story.
Immer wieder müssen Frauen das ertragen ohne zu verstummen.
Das tut weh.
In Frankfurt Bockenheim findet die dritte Freifunk-Frankfurt-Flashparty statt.
Alle Freifundenden und InteressentInnen sind herzlich eingeladen.
Wann:
Sonntag, 14.06.2015 von 15 bis 18 Uhr
Wo:
CCC-ffm / Hackquarter
Häuser Gasse 2
60487 Frankfurt am Main
Kartenlink
http://osm.org/go/0D0YYUak9?node=3342079613
Location: https://ccc-ffm.de
Warum?
Weil wir ein freies, selbstverwaltetes Netz wollen, ohne Nutzerregistrierungen und Logfiles.
Weil wir unser Netz daheim mit Freunden, Bekannten und Nachbarn teilen möchten, ohne deswegen gleich schlecht schlafen zu müssen.
Weil wir uns freuen, wenn andere auch Internet haben, die sich das vielleicht nicht leisten können. Oder zumindest nicht per Mobilfunk überall und ohne Volumendrossel.
Wir sind doch in einer Leistungsgesellschaft, sagt der Herr Oberbürgermeister und will den Erzieherinnen kein höheres Gehalt zugestehen.
Eben: wenn wir in einer Leistungsgesellschaft sind dann steht den Erzieherinnen noch mehr als die von ver.di geforderten 10% Gehalt zu.
Meine beiden Schwestern machen jetzt schon seit Jahrzehnten diese Arbeit und ich hab immer gesehen, welche Leistungen – und Zusatzleistungen – regelmäßig von ihnen gefordert wurden.
Geteilte Dienste, die den Arbeitstag lang werden ließen, zusätzliche „ehrenamtliche“ Arbeiten bei Festen und Aktionen, auch mal das Streichen der Kindergartenräume, beseitigen von Wasserschäden, Sprachförderung nebenbei, der Einzug der „Kleinen“ in den Kindergarten, die ganz andere Anforderungen – auch körperlich – erfordern.
Meinen Respekt hatten sie immer für ihre Arbeit.
Die gesellschaftliche Achtung fehlt ihnen.
Und 10℅ mehr Lohn.
claudia Mai 27th,2015
Fühlen,
Fundstücke,
Gedanken,
Leben | tags:
Erziehung,
Gesellschaft,
Gewerkschaft,
Kinder,
Leistung,
Lohn,
Politik,
Streik,
ver.di,
Wirtschaft |
3 Comments
Die zweite Urlaubswoche verzaubert mich. Immer.
Ein wiederkehrendes Erlebnis. Immer und immer wieder.
Aber die Arbeit sprengt alle Grenzen und zeigt ihre Übergriffigkeit, indem sie die Urlaubsträume kapert.
Lass gut sein! Du bist früh genug wieder dran, weise ich sie zurecht.
Aber egal, wie klein sie sich jetzt macht: sie hat mir mal wieder gezeigt, wer das sagen hat.
Als wenn ich das jemals vergessen könnte.
Aber ich hab Glück: der Zauber wirkt. Sie wird es schwer haben sich erneut zu Wort zu melden.
Ich versuche hier meine Gedanken zur Idee eines Kulturtagebuchs zu sortierten. Zunächst mal im Vergleich mit dem Techniktagebuch, da die Graugans zu Recht darauf hinwies, dass ein Zusammenhang zwischen Kultur und Technik besteht. Das Techniktagebuch ist überwältigend im Umfang seiner Einträge und deren Vielfalt. Die Regeln sind klar und einfach: persönliche Sicht, keine Schimpferei, keine HeldInnen-Geschichten. Soweit so einfach auch zu übertragen auf das Kulturtagebuch.
Aber dann ist das Techniktagebuch starr chronologisch organisiert, jeder Eintrag ist einem Datum oder wenigstens einem Jahr oder einem Zeitraum zugeordnet. Bei Technik ist das machbar – wenn auch nicht immer einfach. Bei Alltagskultur ist das schon etwas schwieriger zu erinnern, zu recherchieren.
Aber weil Theorie immer grau ist und das Aufschreiben und Vormachen Gold sind, bin ich mit gutem Beispiel vorangegangen und hab mal einen Eintrag formuliert.
Tut mir leid, dass es gerade so ein negativer geworden ist, aber der Anlass ist mir gestern einfach so über den Weg gelaufen.
Mädchen, die pfeifen und Hühner, die krähen, denen soll man beizeiten den Hals herumdrehen.
#spruchausderkindheit #Kulturtagebuch
Gestern ist mir dieser Spruch auf Twitter begegnet und mir sind Schauer über den Rücken gelaufen.
Diesen Spruch hab ich – geboren 1961 -in meiner Kindheit und Jugend definitiv zu oft gehört. Nie von Frauen, immer von relativ alten Männern. Und dabei kann ich nicht mal pfeifen.
Und schon relativ früh mit dem Wissen, dass es nur einige Jahre her war, dass die Gewalt, die dieser Spruch entblößte, sehr real war.
Aber mir kannst Du nichts tun, war da mein innerer Zauberspruch. Eure Zeiten sind vorbei.
Die neue Bürgermeisterin von Barcelona kommt aus der Bewegung, die sich gegen die Zwangsräumungen einsetzt.
Die Zwangsräumungen in ganz Spanien sind legendär unsozial. Oder soll ich sagen: Asozial?

Taubblinde brauchen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung.
Es leuchtet doch auch ohne spezielle Sachkenntnisse ein, dass sie ein eigenes Merkzeichen für ihr Behinderung brauchen TBI. Wie soll das gehen mit den Zeichen für Blinde und Gehörlose? Das ist doch eine komplett andere Welt.
Via Helga
Stelle gerade fest, dass Jenny Erpenbeck in ihren Buch „Dinge, die verschwinden“ ein bisschen die Idee der Einträge in einem Kulturtagebuch einbringt.
Ich denke immer noch darüber nach, dass es ein tolles Projekt wäre, die Idee des Techniktagebuchs auf ein Kulturtagebuch zu übertragen.
Alltagskultur wird viel zuwenig beschrieben, weil sie uns so selbstverständlich ist, aber ähnlich wie bei der Technik verändert sie sich doch. Mal schleichend, mal mit einem Schlag.
Es wird anders und andere Anlässe gefeiert, als früher. Der Körper wird anders wahrgenommen. Freundschaften und Beziehungen haben einen anderen Stellenwert, Grußkultur hat sich verändert. Da gibt es so viel, das sich systematisch beschreiben ließe.
Allerdings macht so ein Projekt nur gemeinsam Sinn und mir ist im Moment nicht so danach ein Netzwerk zusammenzutrommeln.
Aber wenn eine Lust darauf hat: ich bin gern mit dabei und folge den Trommeln.