Symbole

Mein linkes Auge tränt.
Psychosomatisch bin ich sehr einfach gestrickt.
Der Körper reagiert so gut er kann auf die Leiden der Seele.

Die Würde des Menschen ist verhandelbar in diesen Tagen. Antastbar. Austauschbar.

Jedenfalls in der Praxis. Auf dem Papier ist sie unantastbar.

Seit wann ist das Grundgesetz ein Stück Papier geworden?

Es ist wie in einer Zaubershow: Einmal nicht richtig aufgepasst und schon werden Menschenrechte in den Zylinder gesteckt und herausgezogen werden bunte Girlanden nichtssagendes Papier.

Spaß

Mein Unterbewusstsein amüsiert sich köstlich über mich. Das lassen meine Träume vermuten. Allerdings bin ich darüber etwas beleidigt und frage mich, warum es sich nicht mit meinem Bewusstsein gemeinsam amüsiert. Sie ja öde sonst. Und etwas überheblich.
Aber ich will nicht meckern, wenn ich schon die Spaßbremse verkörpern soll.

Immerhin: mein Unterbewusstsein rebelliert auf charmante Art.

Selbstbildnis

Selbstbildnis als gestresste Erdbeerpflanze.

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Heute Weltschmerz und Schwermut im Angebot. Bloß nicht in homöopathischen Dosen genießen, sie entfalten sonst ihr Aroma nicht genügend.

Rein und raus

Was meint ihr: Wie viele Menschen sind 2013 aus Deutschland ausgewandert?

Zahlen, die erden und meine Vermutung bestärken, dass die Zeltlager im Zusammenhang mit der unterlassenen Hilfeleistung zur medialen Inszenierung gehören. Ziemlich schäbig das Ganze.
Und brenzlig.
Im wahrsten Sinn des Wortes. Des Flirt mit dem rechten Rand führt leicht zum Flächenbrand.

Vorboten

Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung
Bei Telepolis schreibt ein ehemaliger Asylrichter über die zunehmenden Flüchtlingsströme.

Eine Lösung dagegen? Militärische Abenteuer einstellen.
Tja, die NATO wütet sich durch die Welt und hier sorgt der braune Sumpf für Angst und Schrecken. Passt irgendwie gut zusammen.

Heidenau

Der rechte Rand beansprucht die Mitte. Die einen deutlich, die anderen legen sich lieber ein besorgtes Mäntelchen um.
Die Politik schweigt.
Und wenn sie mal nicht schweigt, diskutiert sie das Nichtzudiskutierende.

Die Politik arbeitet an einer perfiden medialen Botschaft:
Das Boot ist voll, ihr seid zu viele.

Nein, das ist keine staatliche Unfähigkeit. Diese Zeltstädte, diese Warteschlangen, diese desaströsen Unterkünfte. Sie gehören zur medialen Botschaft, genau wie die verordnete Sprachlosigkeit garniert mit gesetzeswidrigen Taschengeldkürzungsvorschlägen oder besorgtbürgerlichen Pauschalverachtungsangriffen ala Asylmissbrauch.
Die mediale Botschaft erhält eine zeitgemäße Hintergrundmusik durch den Rassistenrap, das peppt das Ganze auf, damit die Botschaft auch wirklich durch Mark und Bein geht. Könnte ja sein, dass sie sonst nicht verstanden wird.

Giftig

Im SPON steht bei der Story über die tödlichen Zucchini, dass die Hitzewelle vielleicht schuld sei, denn manche Pflanzen produzieren unter Stress Gifte.

Sehr menschlich, diese Pflänzchen.

Hacken

Helga rückt die Hacker-Welt wieder gerade. Sie kann das gut.

Und weil ich schon dabei bin: den Frankfurter Freifunkern ist es zum ersten Mal gelungen eine Notunterkunft für Flüchtlinge mit freiem WLAN zu versorgen.
(Link funktioniert leider wegen dem LSR nicht, daher hier die Adresse im Textformat http://www.fr-online.de/frankfurt/asylbewerber-in-frankfurt-freies-wlan-fuer-fluechtlinge,1472798,31502066.html)

Gar nicht so einfach, die Verantwortlichen zu überzeugen, aber jetzt wo der Anfang gemacht ist, klappen die anderen Flüchtlings-Projekte, die in Planung sind vielleicht schneller.

Politische Lösungen

Politische Lösungen für technische Probleme

Linus Neumann erläutert in seinem Talk auf dem CCC Camp die Positionen des CCC zum IT-Sicherheitsgesetz.
Die prägnanteste Forderung ist die, das BSI als unabhängige Behörde zu installieren um die Endbenutzer besser zu schützen.

Mitten im Leben

Mitten im Leben ist eine Floskel, die gut vertuscht, dass das Leben keine Wegzeichen bereit stellt.

Wäre schön, wenn es ein paar Wegzeichen gäbe:
Noch 2 Jahre bis zur großen Liebe.
Rundweg für Karrierebewusste.
Schwieriger Pass durch sumpfiges Krankheitsverläufe.

Aber schon kommt das große Unbehagen. Wir wollen nicht wirklich die Wegzeichen bis zum Tod unserer Lieben sehen, bis zur großen Einsamkeit, bis zum Verlust unserer Erinnerung.

Die Floskel „Mitten im Leben“ suggeriert auch, dass es einen Rand, einen Außenbereich des Lebens gibt. Dass es lebendige Lebenszonen und weniger lebendige gibt.

Das Leben braucht keine Mitte.
Aber wir, wir mögen es eine Orientierung zu haben. Und in der Mitte fühlen sich viele wohl.