Besorgte Bürger, die Angst und Schrecken verbreiten. Das Wort Sorge bekommt durch die Kombination mit dem Bürger einen entgegengesetzten Sinn. Welche Abartigkeiten mit Worten verschleiert werden können, zeigt ein Blick auf die Geschichte oder in die Welt.
Nicht alle Pegida-Anhängerinnen und Anhänger seien rechtsradikal, tönt es aus den Nachrichten. Aber was sollten sie sonst sein? Menschen, die andere Menschen nicht akzeptieren. Menschen, die sich penetrant als normal bezeichnen, stempeln andere als unnormal ab. Wer normal und wer unnormal ist bestimmen sie. Was soll das sein? Das ist rechtsradikal.
Außerdem geht es auch gegen andere Strömungen. Gegen den Feminismus, um nur ein Beispiel zu nennen.
Meine Twitter-Timeline ist etwas stiller in diesen Tagen. Die Sprachkämpfe über Privilegien und Richtungen sind verstummt. Schockstarre?
Kann sein. Denn ich bin es auch.
Ich bin geschockt.
Schnee am Wochenende ist eine feine Sache. Schön anzusehen.

Keine Ahnung welche Hormone dafür zuständig sind, dass der Anblick von Schnee bei mir immer kindliche Glücksgefühle auslöst.
Die Geheimdienste streben unverblümt nach der Macht. Wenn sie die Verschlüsselung besiegen, ist es vorbei mit der Demokratie.
Ich kann gerade nicht sagen, was mir mehr Angst macht: die Geheimdienste oder die besorgten Bürger.
Gewaltpotential steckt in beiden Bedrohungen.
Der Chaos Computer Club antwortet mit einem starken Statement auf die Bestrebungen diverser Politiker zur Einschränkung verschlüsselter Kommunikation und Daten:
Der CCC fordert daher ein striktes Verbot unverschlüsselter Kommunikation. Jedes Bit und jedes Byte, das von Providern transportiert und von Banken oder dem Finanzamt verarbeitet wird, muß verschlüsselt sein. Wer Daten seiner Kunden unverschlüsselt überträgt, archiviert und damit deren Sicherheit gefährdet, muß mit empfindlichen Strafen belegt werden. Und das nicht erst, wenn der Mißbrauch der Daten zufällig bekanntgeworden ist
Hier gehts zum vollständigen Text

Im „hier und jetzt“ leben wird überschätzt. Eindeutig. So nett sich der Vorschlag anhört, er eignet sich hauptsächlich für den Sprüchekalender, den Notfalleinsatzplan und die Meditationsstunde.
Wer immer im „hier und jetzt“ lebt verpasst was. Stehen uns nicht tausend Traum- und Phantasiewelten offen? Ist es nicht toll, ab und zu in Erinnerungen zu schwelgen? Sich Traumschlösser zu bauen, sie wieder abzureisen und neue herzuzaubern?
Macht es nicht so viel Freude, sich in der Literatur, im Museum oder im Konzert zeitweilig zu verlieren?
So viele Welten, so viele Wirklichkeiten, so viele Träume.
Plausibel leugnen will gelernt sein. Jedenfalls meint das die NSA und bringt es ihren Leuten bei. Der neue Artikel auf SPON zu den Snowden-Dokumenten ist beeindruckend und macht klar, wie zerstörerisch der Ansatz ihrer Arbeit ist. Was für ein negatives Menschenbild dieser Apparat vertritt!
Immer mehr wird klar, dass das Volk als Feind betrachtet wird und das Wort Krieg ist längst keine Metapher mehr.
Und hier in Deutschland? Wir schränken die Freiheit auf keinen Fall ein. Wir verbieten nur vorsichtshalber mal die Demonstrationen. Das ist sicherer. Dass darauf noch niemand vorher gekommen ist! All die Jahre, diese unsicheren Demonstrationen!
Die wären uns glatt erspart geblieben.
Aber zum Glück hat ein Tweet diese Unsicherheit endlich beendet.
Nein, wir schränken die Freiheit nicht ein. Und die Vorratsdatenspeicherung ist auch nur für das gesellschaftliche Gemeinwohl gedacht.
Immerhin, es gibt Menschen, denen scheint das plausibel.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…