Genug Glück – ich fühle ähnlich, spüre aber eine Hemmung es nach Außen zu tragen. „Zur Schau zu stellen“ wollte ich zuerst schreiben. Denn gleichzeitig empfinde ich immer eine Demut mit.
Dieses „Genug“ ist ein solches Privileg. So ein Geschenk des Schicksals, dass ich manchmal nicht weiß, warum es ausgerechnet bei mir gelandet ist.
„Erklärungen sind nur ein kleiner Bruchteil der Wahrheit.“
Rose Ausländer
„Die Sorgen, mit deren Last sich der Bevorzugte gegenüber dem Unterdrückten entschuldigt, sind eben die Sorgen um Erhaltung der Bevorzugung.“
Franz Kafka

Ein Traumbiografie kaufe ich sofort. Jede Frau sollte mindestens eine haben. Mehrere wären besser.
Erst lesen, dann träumen, dann schreiben.
Die Reihenfolge beliebig veränderbar.
Ist ja klar, dass ich mit dem Träumen beginne.
Lyrisches Träumen mit Übergang zum poetischen Dichten.
Ich bin dann mal ausgeklingt und inmichgekehrt.
claudia September 28th,2014
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Mich müde seufzen
bis der Staub der Arbeit
von meiner Seele bröckelt
Den Tag unbedingt festhalten wollen. Am letzten Zipfel ziehen.
Mit der Beharrlichkeit derer, die es anders wissen.
Es gibt keine dummen Fragen.
Ich gehöre ja zu der Generation, die mit diesem Satz aufgewachsen ist. Sozialisiert. Fragen ist immer gut und richtig.
Trotzdem habe ich es mir nie angewöhnt, andere Menschen zu befragen. Nicht nach ihren Lebensumständen, ihrer Arbeit, ihrem Werdegang.
Auch nicht, wer wen warum kennt.
Mir ist nicht wohl dabei, Menschen nach etwas zu befragen, wovon sie mir nicht von sich aus erzählen. Bisher habe ich das immer für ein kleines Defizit gehalten. Denn praktisch kann es schon sein, wenn eine kurz Fragen stellt und Antworten bekommt.
Aber in der letzten Zeit bemerke ich, dass meine Zurückhaltung in dieser Hinsicht gar nicht so verkehrt ist.
Das beruhigt mich. Und ehrlich gesagt, ich habe nicht das Gefühl, dass Menschen, die mich neu kennenlernen, den Eindruck haben, ich interessiere mich nicht für sie.
Im Gegenteil.
Ich lerne im fortgeschrittenen Alter also: Es gibt keine dummen Wissensfragen.
Unhöfliche, zudringliche und belästigende Fragen gibt es allerdings viel zu viele.
So viele Wunden. So viele Verletzungen.
Mir tut es leid um Menschen und Ideen. Wie traurig, dass diese Erfahrungen jetzt so viele Menschen in sich tragen. Mit sich tragen und damit zwangsläufig weiter tragen.
Politik ohne Emotionen funktioniert nicht. Aber Emotionen sind kein Grund ein Schlachtfeld zu hinterlassen.
Seelen sind zerbrechlich.
(Es sieht leider so aus, als genießen manche Mitglieder dieser Partei, jede einzelne verwundete Seele.)
claudia September 21st,2014
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