zu schnell

Gestern war ich – als im Zeichen der Schnecke geborene – zum ersten Mal in meinem Leben zu schnell. Physisch zu schnell. Da hab ich doch glatt auf dem letzten Drittel des Zebrastreifens einem Auto die Vorfahrt genommen und mit dem Ellenbogen gerammt. Sie dachte, sie käme noch vor mir über den Zebrastreifen, aber ihr Spiegel hat mich dann doch noch erwischt.

Pech, wenn die Fußgängerinnen heutzutage mit Geschwindigkeiten unterwegs sind, die sie in Staubwolken hüllen und dadurch vollkommen unsichtbar erscheinen lassen.

Ballast

Möchte mich von meinen Papierbüchern trennen, aber es zerreißt mir das Herz – loslassen ist schwer. Merke ich immer wieder und arbeite trotzdem dran. Ich mag es nicht an mir, wenn ich Besitz anhäufe. Vorallem materiellen Besitz. Zu viel Last, zu viel Verantwortung. Das Leben ist leichter mit weniger Ballast.
Trotzdem: Das Trennen von den Büchern will mir nicht so recht gelingen.
Die letzten Jahre habe ich mir geholfen, indem ich wenn neue kamen mich immer von einigen getrennt habe. Und Kindle-sei-dank kommen ja jetzt nicht mehr so viele nach.

Heute Nacht habe ich für mich eine befriedigende Lösung gefunden. Genau! Über diese Brücke kann ich gehen, denke ich heute Morgen.

Mal schauen, was ich nächste Woche davon halte.

Schattenstricken

Neues Wort und neue Stricktechnik heute kennengelernt: Schattenstricken

Und hier gibt es die beiden strickenden Mathematiker dazu.

Sprachlos

Das neue Leben in Sichtweite, aber noch nicht griffbereit.
Spannung halte ich nie gut aus. Ich mag eher alles klare. Alles entschiedene. Das Abenteuergen wurde bei mir nicht mitvererbt.
Oder es hat sich in der Zwischenzeit abgesetzt. Das kann auch möglich sein.

Dann mache ich halt das, was ich am Besten kann: Ich träume.
Von einem neuen Leben und einer anderen Welt.

Und eins kann ich jetzt schon sagen: Ich hatte fast vergessen, wie schön es sich anfühlt in die Ritzen der Welten gefallen zu sein.

Jedenfalls, wenn es die richtige Ritze ist.

Ich mag das.
Auch sprachlos.

Bescheidenheit

Meine Kunst ist Bescheidenheit.

via Verena und Violine

Frauen-Fußball

Spielfeldschnitte – Blog für Frauenfußball Kultur

Accountkiller

Kann ich vielleicht gebrauchen. Eine Seite zum Löschen von verschiedenen Accounts.

Via Llisa

Pendeln

Antje lobt mich öffentlich für zurückhaltendes Jammern über Züge. Dabei habe ich vor kurzem sehr gejammert und den Tag drauf auch.

Aber es stimmt schon: ich bin langmütig, was die Bahn angeht, denn ich bin auf sie angewiesen, weil ich mich so entschieden habe und denke Autofahrende Menschen haben mehr Grund zum Jammern.
Wenn ich zu spät zu einer Sitzung komme, dann lag das in den 10 letzten Jahren zu 98% daran, dass ich mit jemand im Auto mitgefahren bin. Ständig wurde entweder der Stau unterschätzt, die Route konnte nicht wie sonst gefahren werden oder der Klassiker: die Parkplatzsuche war nicht mit einkalkuliert.

Meistens bin ich mit der Bahn schon zufrieden. Selbst wenn ich 14 Stunden fahren muss um in Klagenfurt anzukommen – hihi oder 24 um von dort wieder nach Hause.
Mein längste Fahrt dauerte drei Tage und zwei Nächte, seit dieser Reise weiß ich, was eine anstrengende Fahrt ist.

Ach ja: und es zeichnet sich immer mehr ab, dass das tägliche Reisen bald ein Ende findet.

Chancen

Es macht mich ziemlich wütend, dass in unserer Gesellschaft, die Kinder einkommensschwacher Familien keine Chance auf ein Studium haben. Mir ist sehr bewußt, dass ich es heute wohl nicht mehr schaffen würde. Nicht in dieser Kombination: Arbeiterschicht, Mädchen, introviert bis zum Anschlag.

Wie viel Träumerinnen wohl heute wieder auf der Strecke bleiben?

Knutschdebatte

Fühle mich unglaublich jung in diesem Internet, so mittendrin in einer Knutschdebatte. Oder einer Knutschverbotsdebatte. Das könnte mir im Offline-Leben ganz sicher nicht passieren.

Aber ich gebe bei dieser Gelegenheit auch gerne zu: es gibt so viele Themen über die ich viel gelernt habe hier im Netz. Ganz viele Diskussionen der letzten Jahre hätte ich sicher nicht außerhalb des Netzes erlebt. Ebenso wie ich viele Erfahrungen nicht gemacht hätte.

Ist schon eine besondere Sache, dieses Netz. Mit und ohne Knutschdebatte.