Towelday

hoher Taschentuch- und Tamponverbrauch und dazu noch ein Handtuch #towelday – das Leben fließt dahin

Don’t panic!

Es reicht

weniger geheime Dienste, weniger Morde, weniger staatliche Willkür – das Grundgesetz lässt sich auch durch eine offene Gesellschaft schützen

Aber das wäre ja wieder zu einfach und längst geht es nicht mehr um den Schutz des Grundgesetzes. Es geht um geheime Macht. Geheim heißt in diesem Zusammenhang unkontrollierbar. Es geht darum, virtuelle Stacheldrahtzonen aufzubauen, es geht darum, das nicht sein darf, was nicht sein soll.

Ich will das alles nicht. Ich will so einen Staat nicht. Ich will, dass Macht an demokratische Regeln gebunden ist.
Ich will keinen Staat, der dabei hilft rassistische und sexistische Strukturen aufzubauen.
Ich will keinen Staat, der zusieht wie Menschen ermordet werden,

Ohne

Ohne Leben ist der Job sinnlos, meint die Straßenkunst und ohne Wetter wäre die Natur am Ende, schließe ich waghalsig.
Hab ziemlich geschnattert heute Vormittag, aber dann hat der Tag doch noch mal die Kurve gekriegt und mir blieben Erfrierungen erspart.

Hier in Llança – in diesem kleinen Kaff – gibt es neuerdings ein Wollgeschäft. Es hat nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten, merkwürdige Garne, die teuer aussehen. Aber ich bin vorsichtshalber nicht zu nahe rangegangen.
Der Vollmond naht, wer weiß, wie der sich auf Wollsucht-Befallene auswirkt.

Tiefdruckgebiete

sehr seltener und glücklicher Umstand, dass das Wetter nicht ansteckend auf meine Laune wirkt

Ich kann den Inhalt meines Koffers gleichzeitig überziehen und mir abschließend die halb fertig gestrickte Stola überziehen

solange das schmalbrüstige Internet-Volumen noch nicht aufgebraucht ist, ist jammern nicht angebracht

dieser Urlaub ist ein Traum für introvertierte im Zeichen der Schnecke geborene Menschen

nur die innere Frostbeule muss ab und an mit Süßigkeiten ruhig gestellt werden

Als wenn nichts gewesen wäre

Die Wettervorhersage sagt heute den einzigen Tag ohne Regen und Wind voraus.

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Gewalt

„Warum folgt man der Mehrheit? Weil sie mehr Recht hat? Nein, sondern weil sie mehr Gewalt hat.“
Blaise Pascal

Verdammt viel Gewalt. Deshalb sind die Massenmedien heute so wichtig: sie steuern die Richtung in die sich die gewaltige Masse bewegt.
Ziemlich erfolgreich aus meiner Sicht.

Adams Erbe

„Manchmal muss man den Wahnsinn wagen“ sagt eine der Figuren von Astrid Rosenfeld in ihrem Buch Adams Erbe.
Ein Roman, der sich fast überschlägt beim Erzählen. Eine Geschichte führt in die nächste und weiter und wieder zurück. Ich mag diese Form des Schreibens sehr.
Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann die lästige männliche Perspektive. Es kommen zwar viele starke Frauen als Figuren vor, aber immer als Mütter oder Geliebte oder Ehefrauen.
Vielleicht bin ich da überempfindlich in letzter Zeit.

Wind und Wetter

Bei Windstärke 6 wird mir auch an Land unwohl. Strahlend blauer Himmel, nicht sehr warm und dieser Wind, der alles durchpustet. Ich muss an einen Film von Pedro Almodovar denken. Da meinte eine Frau, dass die Menschen in ihrem Heimatdorf alle vom Wind geschädigt sind und deshalb seltsam seien.
Ich mag Wind nur, wenn er sanft und zärtlich ist und könnte mir durchaus vorstellen, dass ich bei Dauerbewindung auch seltsam werde. Andererseits kann das auch ein Vorzeil sein: seltsam sein.
Ihr seht, ich gebe mich meinen nutzlosen Gedanken hin. Mit Freude und Vergnügen.

Dies und das

Es ist kalt hier in Nord-Spanien. Das Apartment ohne Heizung eine Herausforderung für Frostbeulen wie mich. Der Regen macht es nicht unter einer Sturzflut, das kenne ich schon und trotzdem ist es immer wieder beeindruckend.
Ein großes woll-technisches Missgeschick ist mir passiert. Hab für die Stola, die ich verschenken will fünf Knäuel Wolle gekauft, vier waren angegeben und ein sechster einsamer noch da gewesen. Jetzt stellt sich heraus, dass ich acht bräuchte.
Blöd, denn die Wolle ist die teuerste, die ich je gekauft habe.

Ich stricke trotzdem, obwohl das nicht gut ausgehen wird. Ich kann nicht aufhören und wundere mich immer wieder, warum so oft vor der Internetsucht, aber nie vor der Stricksucht gewarnt wird.

Öffentlicher Raum

Das Internet ist unser öffentlicher Raum.