Am Wegesrand
kein Startschuss
am Anfang
keine Flagge
auf dem Höhepunkt
und schon gar
kein Zieleinlauf
es nennt sich Leben
und die Zeichen
musst du suchen
kein Startschuss
am Anfang
keine Flagge
auf dem Höhepunkt
und schon gar
kein Zieleinlauf
es nennt sich Leben
und die Zeichen
musst du suchen
Antje bloggt über ihr Sufi-Tanz-Paradies und ich werde nachdenklich.
Ich meine den Zustand zu kennen, den sie beschreibt .
Allerdings ohne Sufitanz oder religiösen Anlass. Er stellt sich manchmal bei mir ein, wenn ich mit vielen Menschen, die mir fremd sind, die aber etwas gemeinsames verbindet, zusammen bin und in der Menge “untergehe”. Vielleicht sollte ich schreiben “in die Menge eingehe”. Bin etwas unbeholfen darin es zu beschreiben. Aber das Gefühl ist dann auch “paradiesisch”. Ich brauche dabei keinen direkten Kontakt, keine Kommunikation, nicht mal das Gefühl dazuzugehören. In der Regel ist das ein sehr inniges Gefühl. Ich kann mir vorstellen, dass bei den Sufi-Tänzen auch Menschen leichter zu diesem Gefühl Zugang finden, die nicht ganz so introvertiert sind.
Wenn ich an dieses Gefühl denke, fällt mir aber im Nachgang auch die einzige Situation ein, in der dieses Gefühl einmal in das Gegenteil umgeschlagen ist. Vor einem Jahr beim Empfang am See in Klagenfurt. Da kam mit einem Mal eine Panik auf und am liebsten wäre ich weggelaufen von diesem Ort und von diesen Menschen. Ich habe mich dann zwei Stunden lang versucht zu beruhigen – so lange dauerte es bis der Shuttle wieder zurück fuhr – denn in der Dunkelheit wollte ich mit diesem Panikgefühl nicht den weiten, einsamen Weg zurück in den Ort nehmen. Seltsam war das.
Woran mensch wieder mal sieht: Ich bin eher für die paradiesischen Zustände als für ihr Gegenteil gemacht.
Nachtrag: Ich habe mir hinterher ein, zweimal die Frage gestellt, was da an diesem Abend eigentlich in mir vorgegangen ist. Die einfachste Erklärung wäre, dass mir der Empfang eines faschistischen Bürgermeisters auf die Seele geschlagen ist. Die komplizierte, mir unzugängliche Erklärung, wäre, ich habe unbewusst etwas wahrgenommen, was meiner Seele den Frieden nahm.
Wäre ich religös könnte ich annehmen, der Teufel oder die Teufeline waren mit beim Empfang am See.
Langsam kann ich mir angewöhnen den Stadtteil laut auszusprechen. Frankfurt-Bornheim wird mein neues Zuhause werden. Allerdings dauert es noch etwas. Aber auch diese Wochen werden vorbei gehen.
Es ist jetzt so lange her, dass ich mir diese Veränderung für mein Leben gewünscht habe, dass ich es mir immer noch nicht richtig vorstellen kann, dass sie jetzt tatsächlich Realität wird.
Ich sitze in der Weilburger Wohnung, sehe mich um und denke: Ich weiß gar nicht mehr, wie das geht. Das Umziehen. Dann fällt mir ein, dass ich immer eine Umzugsniete war. Es könnte also auch ein Vorteil sein, dass ich nicht mehr weiß wie das geht. Die Familiengeschichte kennt mehrere Anekdoten unter den Stichworten Claudia und Umzug. Einige enden sehr impulsiv. Allerdings nicht meinerseits, wie ihr euch vorstellen könnt.
Ja, ja – so eine im Zeichen der Schnecke geborene Träumerin kann schon nerven mit ihrer Anwesenheit im Umzugschaos.
Aber dieser Umzug wird anders. Er wird nicht der erste sein, der mein Leben verändert. Aber der erste in meiner zweiten Lebenshälfte.
Ich freue mich. (Nur eine kleine Angelegenheit muss ich unbedingt noch regeln, wenn ich von der republica zurück komme. Dann ist das Glück perfekt.)
Ich freue mich von Herzen für Nicole von Horst über die Nominierung des #aufschrei zum Grimme-Preis.
Hast du gut gemacht.
Danke!
Wikipedia – das männliche Qualitätslexikon strotzt nur so vor Sexismus. Willst du etwas lernen über systematischen Sexismus, dann schau dir dieses Lexikon an.
Nö, von denen möchte ich echt nichts lernen.
(Die Bockigkeit -ähh Zickigkeit – in meinen Worten könnt ihr den Hormonen der Wechseljahre zuschreiben. Frauen sind da so.)
Am Ende des Tages in die Nachrichten geschaut und dort über das Frauengelächter gestolpert. Frauen, die über Frauen lachen. Ist schon klar. Den größten Lacher erzielt die Frauenzeitschrift.
Haha. Sehr witzig, so ein Prozess, der sich mit so vielen Morden beschäftigt. Haha. Die Frauenzeitschrift will auch darüber berichten. Wahrscheinlich machen sie noch einen Modeteil dazu.
Haha. Alles so schön lustig hier in diesem Land.
Frau muss nur wissen, worüber es sich zu lachen lohnt. Alles was das Wort Frau in sich trägt zum Beispiel.
Haha, alles so schön lustig hier.
Freiheit stirbt mit Sicherheit.
Wer ist denn noch von euch auf der republica? Wo kann ich euch denn treffen?
Ich bin mit meiner Planung noch ganz am Anfang und muss mich erst mal sortieren. Würde mich aber sehr freuen, neue Menschen kennenzulernen.
Langsam muss ich es zugeben: ich habe meine Alltagslogistik nicht mehr im Griff. Manchmal brauche ich vier verschiedene Fahrkarten von vier verschiedenen Anbietern von öffentlichen Verkehrsmitteln an einem Tag. Manche nur am Automaten, manche nur günstig im Vorverkauf, manche als Onlineticket mit komplizierten Verbindungen (erster Aufenthalt 4 Stunden, zweiter Zwischenstopp drei Stunden) usw.
Gestern beim Zwischenpacken im Büro zum anschließenden Weiterfahren das Onlineticket vergessen und die ICE-Strecke doppelt bezahlt. Heute hätte ich einen City-Anschluss gratis gehabt und damit die Straßenbahnkarte (Vorverkauf) gespart, aber die habe ich sowieso gespart, weil sie streikte. Also 45 min Fußweg (nicht 30 min wie ich gestern Abend optimistisch schätzte) vor der einstündigen ICE-Fahrt zum Büro. Zurück in das angestammte Zuhause mit den Nahverkehrszügen 90 min.
Blickt ihr noch durch? Morgen wird anders, da wird in der Pension gefeiert. Ganz ohne Vorverkauf- oder Onlineticket. Nur zum Automaten muss ich morgen früh noch – Vorverkauf bei Bahnkartenbesitz nicht möglich.
Hihi. Meistens geht es gut, aber ich werde einen Freudentanz ganz für mich alleine tanzen, wenn das endlich überstanden ist.
Da ist eine Fahrt nach Berlin doch eine feine Sache: Sechs Stunden, einmal umsteigen.
Auch darauf freue ich mich!
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…