Ballast

Möchte mich von meinen Papierbüchern trennen, aber es zerreißt mir das Herz – loslassen ist schwer. Merke ich immer wieder und arbeite trotzdem dran. Ich mag es nicht an mir, wenn ich Besitz anhäufe. Vorallem materiellen Besitz. Zu viel Last, zu viel Verantwortung. Das Leben ist leichter mit weniger Ballast.
Trotzdem: Das Trennen von den Büchern will mir nicht so recht gelingen.
Die letzten Jahre habe ich mir geholfen, indem ich wenn neue kamen mich immer von einigen getrennt habe. Und Kindle-sei-dank kommen ja jetzt nicht mehr so viele nach.

Heute Nacht habe ich für mich eine befriedigende Lösung gefunden. Genau! Über diese Brücke kann ich gehen, denke ich heute Morgen.

Mal schauen, was ich nächste Woche davon halte.

Schattenstricken

Neues Wort und neue Stricktechnik heute kennengelernt: Schattenstricken

Und hier gibt es die beiden strickenden Mathematiker dazu.

Sprachlos

Das neue Leben in Sichtweite, aber noch nicht griffbereit.
Spannung halte ich nie gut aus. Ich mag eher alles klare. Alles entschiedene. Das Abenteuergen wurde bei mir nicht mitvererbt.
Oder es hat sich in der Zwischenzeit abgesetzt. Das kann auch möglich sein.

Dann mache ich halt das, was ich am Besten kann: Ich träume.
Von einem neuen Leben und einer anderen Welt.

Und eins kann ich jetzt schon sagen: Ich hatte fast vergessen, wie schön es sich anfühlt in die Ritzen der Welten gefallen zu sein.

Jedenfalls, wenn es die richtige Ritze ist.

Ich mag das.
Auch sprachlos.

Bescheidenheit

Meine Kunst ist Bescheidenheit.

via Verena und Violine

Frauen-Fußball

Spielfeldschnitte – Blog für Frauenfußball Kultur

Accountkiller

Kann ich vielleicht gebrauchen. Eine Seite zum Löschen von verschiedenen Accounts.

Via Llisa

Pendeln

Antje lobt mich öffentlich für zurückhaltendes Jammern über Züge. Dabei habe ich vor kurzem sehr gejammert und den Tag drauf auch.

Aber es stimmt schon: ich bin langmütig, was die Bahn angeht, denn ich bin auf sie angewiesen, weil ich mich so entschieden habe und denke Autofahrende Menschen haben mehr Grund zum Jammern.
Wenn ich zu spät zu einer Sitzung komme, dann lag das in den 10 letzten Jahren zu 98% daran, dass ich mit jemand im Auto mitgefahren bin. Ständig wurde entweder der Stau unterschätzt, die Route konnte nicht wie sonst gefahren werden oder der Klassiker: die Parkplatzsuche war nicht mit einkalkuliert.

Meistens bin ich mit der Bahn schon zufrieden. Selbst wenn ich 14 Stunden fahren muss um in Klagenfurt anzukommen – hihi oder 24 um von dort wieder nach Hause.
Mein längste Fahrt dauerte drei Tage und zwei Nächte, seit dieser Reise weiß ich, was eine anstrengende Fahrt ist.

Ach ja: und es zeichnet sich immer mehr ab, dass das tägliche Reisen bald ein Ende findet.

Chancen

Es macht mich ziemlich wütend, dass in unserer Gesellschaft, die Kinder einkommensschwacher Familien keine Chance auf ein Studium haben. Mir ist sehr bewußt, dass ich es heute wohl nicht mehr schaffen würde. Nicht in dieser Kombination: Arbeiterschicht, Mädchen, introviert bis zum Anschlag.

Wie viel Träumerinnen wohl heute wieder auf der Strecke bleiben?

Knutschdebatte

Fühle mich unglaublich jung in diesem Internet, so mittendrin in einer Knutschdebatte. Oder einer Knutschverbotsdebatte. Das könnte mir im Offline-Leben ganz sicher nicht passieren.

Aber ich gebe bei dieser Gelegenheit auch gerne zu: es gibt so viele Themen über die ich viel gelernt habe hier im Netz. Ganz viele Diskussionen der letzten Jahre hätte ich sicher nicht außerhalb des Netzes erlebt. Ebenso wie ich viele Erfahrungen nicht gemacht hätte.

Ist schon eine besondere Sache, dieses Netz. Mit und ohne Knutschdebatte.

Osterwunsch

Ich hab es ja nicht so mit Ostern. Kennt ihr bestimmt. Aber die Gedanken dazu gefallen mir. Die Hoffnung in die Auferstehung. Eher in die Auferstehung der Gedanken, als der Menschen.

Darf ich mir zu Ostern was wünschen? Ich hätte da einen Vorschlag:

macht euch die Wirtschaft, Banken und die Politik zum Untertan und verehrt die Natur und das Leben

Klingt doch gut? Dann müssen wir uns nicht länger so einen Stuss anhören, wie ihn die Wirtschaftsweisen von sich geben: ein Mindestlohn gefährdet Deutschland. Oder die Wirtschaft – oder was auch immer.

Armut gefährdet die Gesellschaft. Armut gefährdet den Frieden. Die Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.

Vor ein paar Jahren gab es mal den Spruch: Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

Heute lässt es sich kontern mit dem Spruch: stell dir vor es gibt Arbeitsplätze, aber keiner will sie mehr?

Niemand will sie mehr, weil es nicht zum Leben reicht und niemand mehr Lust hat, dass sich die ewig gleichen Menschen bereichern an der Arbeit von Menschen für die es nicht zum Leben reicht.

Klingt doch gar nicht so unlogisch, oder?