Die Mädchenmannschaft greift das Thema Ehegattensplitting auf.
Für mich ist es ein Rätsel, warum dabei soviele Frauen mitmachen. Sich klein rechnen lassen, dass ist manchmal auch eine Schwäche starker Frauen.
Das Ehegattensplitting kettet Ehefrauen ans Haus. Immer wenn sie nach der Babypause eine kleine Stelle aufnehmen wollen, rechnen beide Ehepartner nach und stellen fest, dass durch mehr zu zahlende Steuern von dem schönen Geld fast nichts übrig bleiben würde. Kommen dann noch Kinderbetreuungskosten hinzu, wird die Erwerbsarbeit der Frau zum puren Luxus, weil sie mehr kostet als einbringt. Na, da ist es doch besser nicht zu arbeiten.
weiter bei der Mädchenmannschaft
Claudia März 7th,2011
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Die Frage wie das Leben nach dem Tod aussieht stellt sich heute auch für das virtuelle Leben. Wie sieht das eigenen Blog nach dem Tod aus? Was geschieht damit? Treibt es dahin, wie Anwardya, die Tänzerin zwischen den Welten, schreibt? Bekommt es den letzten finalen Eintrag, den eine Angehörige, ein Angehöriger schreibt? Oder wird der letzte Eintrag fein säuberlich vorprogrammiert?
Mittlerweile habe bin ich auf all diese Varianten im Netz schon gestoßen. Manchmal wurde in den Kommentaren auf den Tod des Schreibenden aufmerksam gemacht. Das Leben ist endlich. Auch das virtuelle Leben.
Ich würde mich ähnlich wie Anwardya fürs Treiben lassen entscheiden, denn mich treiben lassen, ist mein Bild für die Zeit über den Tod hinaus.
Entschädigung – Fehlanzeige. Rückzahlung der Internatskosten – Fehlanzeige. Mitleid mit den Opfern – Fehlanzeige.
Die Odenwaldschule stellt sich ihrer Verantwortung nicht. Wie kommt es, dass diese Schule weiter existieren kann? Dass sie mit öffentlicher Unterstützung weiter machen kann, die Opfer aber im Regen stehen?
Seit einem Jahr bin ich froh darüber, dass die Mauern des Schweigens zwischen den Ex-Schülern eingerissen sind, dass wir miteinander reden, dass wir dem Grauen einen Namen geben konnten. Seit einem Jahr bin ich fassungslos und zornig darüber, wie die Schule versucht, die Situation auszusitzen. Und alle schauen zu.
zum Artikel bei der Frankfurter Rundschau
Betrachten wir nur mal die rückhaltlose Aufklärung, die vor einem Jahr versprochen wurde. Gut, es gab eine Bestandsaufnahme durch zwei Juristinnen, die geklärt haben, wie viele Kinder wann missbraucht wurden. Aber ich sehe nicht, dass es auch eine wissenschaftliche Aufarbeitung gab, dass die Lehrer und die Mitwisser von damals befragt wurden oder dass wenigstens mal das Umfeld ausgeleuchtet wurde. Da ist nichts passiert. Die Odenwaldschule weigert sich bis heute, die Frage zu stellen, was die sexuellen Übergriffe seinerzeit eigentlich begünstigt hat.
zum Interview mit Marcus Bocklet bei der Frankfurter Rundschau
Zum 100. Weltfrauentag am 8. März zeigt die TU Berlin zwei Ausstellungen: „Forschung ist weiblich. Wissenschaftlerinnen mit Tradition“ und „Beruf: Forscherin“
Pionierinnen aus Naturwissenschaft und Technik sowie junge, dynamische Professorinnen unserer Tage aus der TU Berlin stehen einander im Dialog gegenüber: in der Doppelausstellung „Forschung ist weiblich. Wissenschaftlerinnen mit Tradition“ und „Beruf: Forscherin“, die die Universität zum 100. internationalen Frauentag am 8. März in ihrem Lichthof zeigt. Großformatige Bildplakate und Texte sollen Schülerinnen und Studentinnen Lust auf ein naturwissenschaftlich-technisches Studium und eine Karriere in der Wissenschaft machen. Die Ausstellung reiht sich in die vielfältigen, systematisch auf einander abgestimmten Aktivitäten der TU Berlin zur Frauenförderung ein, die Schülerinnen, Studentinnen und Wissenschaftlerinnen über ihren gesamten Ausbildungs- und Qualifizierungsverlauf begleiten und unterstützen sollen. Read the rest of this entry »
Mir wird jetzt erst klar wie knapp wir an der Monarchie vorbeigeschrammt sind. Das habe ich mal wieder meiner Weltfremdheit zu verdanken. Da schüttle ich irritiert mit dem Kopf, weil ich im Internet lese, dass wir plötzlich einen Wehrminister haben, der im Kriegsgebiet mit einem Talkmaster einfliegt und sein Frau mitbringt, die mit fadenscheinigen Argumenten die Internetzensur vorantreiben will und kapiere nicht, in welcher Gefahr wir uns eigentlich befinden.
Die Menschen gelüsten nach mehr Glamor und Glanz. Hollywood hat nichts mehr zu bieten und im Nachbarland setzt sich der Nachfolger vom Thronfolger in einen Militärhubschrauber, um im Garten seiner Verlobten zu landen. Das hat doch was. Wären alle Soldaten mit den Hubschraubern zu ihren Verlobten oder Liebsten unterwegs, dann gäbe es ein Problem weniger auf unserem Planeten.
Aber ich schweife ab. Daher lest lieber drüben nach:
Als Zeichen der Freundschaft zu Guttenberg hatte die Initiative Demonstrationsschilder mit Forderungen wie „Jetzt oder nie – Monarchie!“, „Wir sind dein Volk“ , „Back for Gutt“ oder „Guttenberg von Gott gesandt, für unser Deutsches Land“ vorbereitet.
Oder hier – meinestwegen auch hier –
„Wir sind alle Hausmädchen“
„Wie bleibe ich Feministin?“, fragt sich Marlene Streeruwitz in ihrem neuen Buch – Julia Kospach sprach mit ihr über ohnmächtige Männer und Glück im Alter
zum Artikel bei dieStandard

Das dritte Jahr in Folge ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) zum „Welttag gegen Internetzensur“ am 12. März auf. Der Jahrestag wurde von ROG initiiert, um auf das weltweit große Ausmaß der Internetzensur aufmerksam zu machen.
Der Einsatz für freie Meinungsäußerung im Internet ist heute notwendiger als je zuvor. In vielen Ländern hat das Internet neue Räume für den Austausch von Ideen und Informationen geschaffen und sich so zu einer Kraft der Freiheit entwickelt. Read the rest of this entry »
Es ist schon länger her, dass ich mit euch in der Sammelmappe einen Blogrundgang gemacht habe. Lasst uns das nachholen. Da wäre als erste das Wortschnittchen, das zu meiner großen Verwunderung nicht in unmittelbarer Flussnähe wohnen möchte. Für mich fast nicht nachvollziehbar, so sehr geniese ich es, gleich zweimal das große Los am Fluss gezogen zu haben. Dann können wir diesen Monat bei Frau Fragmente vorbeischauen, die bei den Bloggerinnen wiederauferstanden ist. Was für eine Freude! Die ist noch zu steigern – jedenfalls für mich mit der Verkündung von Annima bei der re:publica 2011 etwas zum Thema Netzpoesie anzubieten. Unterstützt wird sie von der Klappentexterin. Näheres ahne ich noch nicht und bin dem entsprechend gespannt.
Dass Bloggen schenken ist, daran erinnert engl. Das vergesse ich ganz sicher nicht, ist bloggen doch der Inbegriff der digitalen Lebensfreude.
Ich blogge viel und oft. Bekomme ich ab und an gesagt. Das stimmt, zumal wenn man bedenkt, dass ich nur sehr wenige Stunden am Tag Zeit dazu habe. An Reisetagen noch weniger – und von denen gibt es viele. Aber ans Mobile Blogging habe ich mich noch nicht gewöhnt. Das mache ich selten. Vielleicht fehlt mir unterwegs die Konzentration.
Wenn ich meine Art zu Bloggen beschreiben sollte, würde ich vielleicht sagen, dass ich vieles blogge, das mir durch den Kopf geht. Vieles aber lange nicht alles. Da liegt ein feiner Filter über den Themen. Vielleicht mehrere. Ein Arbeitsfilter, ein Freundschaftsfilter, ein Filter der unausgesprochenen Gedanken. Es gibt Themen die kommen in das Offline-Blog Tagebuch, das ich nie so nenne. Es gibt Themen, die werden nur in meinem Kopf, in meinem Traum dokumentiert.
Aber trotz dieser Filter fühle ich mich frei im Blog. Ich kenne, die selbstauferlegten Grenzen und akzeptiere sie, weil sie zu mir passen. Wenn ich sie neu anpassen möchte, dann tue ich das ohne Zwang und schlechtes Gewissen.
Bloggen ist digitale Lebensfreude für mich.
Der Begriff digitale Lebensfreude ist mir eingefallen als ich den letzten Newsletter des FoeBuds bekam. In dem wird sich eingesetzt für die digitale Lebensqualität aller Menschen. Ein wichtiges Ziel wie ich meine. Jedenfalls hat es mich erinnert, dass auch die digitale Lebensfreude ein wichtiges Gut ist, das ich mir nicht nehmen lassen will.
Ein lebendiger Ausgleich zur fremdbestimmten Streit-Kampf-Macht-und-Kindergarten-Arbeitswelt.
Die Schäfchenwolken täuschen Heimeligkeit vor.
Bilderbuchwetter von drinnen betrachtet. Nasse Kälte für die, die draußen im Wind steht und den Anschluss verpasst hat.
Trost findet sich im geschriebenen Unglück der Talentierten, Zuversicht krabbelt unvermittelt aus dem Unbewussten hervor. Nimmt überhand und täuscht Zukunft vor, wo doch nur die Gegenwart zählt.
Einsamkeit hat viele Gesichter, aber nur wenige davon sind angenehm anzusehen. Die meisten sind hässliche Fratzen – mehr oder weniger auffällig geschminkt.
Maskenbildner scheint es genug zu geben.
Wie sicher müssen sich Menschen fühlen, die immer mit beiden Füßen am Boden stehen? Was muss das für ein Gefühl sein, nicht mit dem Kopf in den Wolken zu schweben?
Standfestigkeit.
Das wünsche ich mir, aber ich schwebe davon, kapsle mich ab, schwebe der Sonne entgegen. Auf den Horizont zu. Lebe mein eigenes Märchen.
Nein, es muss mir niemand sagen: Ich weiß selbst, wie gefährlich das ist. Ich werfe die Leine nach unten und zähle darauf, dass ihr sie ergreifen werdet, wenn ich über euch schwebe auf der Reise in mein persönliches Fantasie- und Märchenparadies.