Meins
Man könnte sich ein Leben in schönen Farben ausmalen:
und es wäre meins.
Man könnte sich ein Leben in schönen Farben ausmalen:
und es wäre meins.
Ich sehe mir gerade den Link zu der Login-Sendung mit Annina Luzie Schmid von gesstern an.
Bisher habe ich ja immer vorbei gekuckt und vorbeigehört wenn es um den Ex-Pop-und-Wehrminister ging. Der Schwachsinn ist fast nicht auszuhalten. Es klingt immer wieder an: Er hat seinen Fehler zugegeben.
Aber verdammt: Er hat eine Straftat begangen.
Er hat nichts eingestanden, er wurde überführt. Wer will tatsächlich jemand in einem Regierungsamt haben, der sich einen Titel erschlichen hat? Ein Hochstabler, der die Menschen täuscht.
Ein Ministerschwindler, der dem Volk etwas vormacht.
Frau Fragmente bloggt. Märzbloggen, Frühlingsbloggen – könnte ich es nennen und wünsche mir doch sehr, dass sie sich wieder anstecken lässt und vom Blogvirus befallen wird.
Hab gestern beim Schwimmen ein Gespräch zwischen den Männern am Beckenrand belauscht.
„Er ist ja jetzt zurückgetreten.“
„Ja, aber sie werden wieder einen benennen.“
„Stimmt, das denke ich auch.“
Die interessante Fortsetzung dieses politischen Gespächs konnte ich wegen meiner sportlichen Wende am Bahnende leider nicht mehr mithören. Es hätte sich bestimmt gelohnt.
Die Sonne scheint, aber sobald ich einen Schritt vor die Tür mache, bläst mich der Wind fast um und es fühlt sich eisig an. Eisig, aber zum Glück nicht so sibirisch wie in der letzten Woche. Der Tag heute ist bis jetzt viel besser gelaufen, wie die zwei vorherigen Tage. Die Chancen stehen gut, dass ich die Woche produktiv zum Abschluss bringe.
Wenn ich doch nur schon die Datei in die Druckerei bringen könnte! Ich bin ungeduldig und doch geduldig. Eine präsente Stimmung. Wahrscheinlich ist das der Frühling, der mich schon inspiriert. Er kann nicht mehr weit sein und mit dem Frühling blühen alle meine Pläne auf. Reisepläne, Projektpläne, Kontaktpläne.
Das Leben kann so schön sein – und ist doch so ungerecht dabei.
Könnt ihr euch noch an den Literatur-Twitter erinnern?
Hinter den Kulissen des Literaturpreises wurde zwischenzeitlich fleißig gearbeitet, gehämmert, gebohrt, geschraubt. Die „Werbemaschine“ für die Veranstaltung und das Buch wurde gestartet.
Eine Weiterleitung an Interessierte ist ausdrücklich willkommen 😀 !
Wir freuen uns, Sie/euch nun auch hochoffiziell zur Preisverleihung und zur Buchpräsentation einzuladen:
Datum: Freitag, 13. Mai 2011
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Lesesaal der AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften,
Prinz-Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien
Hier geht’s zu einem kleinen Rundgang durch die Bibliothek:
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Wir wünschen eine schöne Zeit und freuen uns auf ein (Wieder-)Sehen im
Mai 2011.
Herzliche Grüße
Petra Öllinger und Georg Schober
Gestern habe ich festgestellt, dass die Menschen noch komplizierter sind als ich dachte. Obwohl: Das trifft es nicht. Viele Menschen sind einfach gestrickt und weil ich das auf meine Art auch bin, kommt dabei etwas kompliziertes wollknäulartiges heraus. Das mag verstehen wer will, logisch ist das nicht. Aber langsam frage ich mich: Wenn mit höherem Lebensalter die menschlichen Beziehungen immer komplizierter werden, wo soll das enden?
Eine natürliche Grenze der Komplexität erschiene mir angebracht. Oder wird irgendwann der Schalter einfach umgelegt? Ab heute alles nur noch in einfach, direkt und strategielos. Hört sich aber auch unwahrscheinlich an.
Ich sehe schon, dieses menschliche Rätsel lässt sich so nicht lösen.
ein Kommando
raunt mir
das Leben zu
hart und kräftig
weist es den Weg
den ich
nicht einschlagen werde
viel zu dunkel
ist der Pfad
und der Schwefelgeruch
verrät den
teuflischen Versuch
Ich werde es nie schaffen, so einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen, wenn sich mir gegenüber jemand im Ton vergreift. Bei allem Verständnis dafür, dass manchmal die Nerven bloß liegen, irgendwo gibt es doch immer eine untere Grenze – und die ist spätestens da unterschritten, wenn die Menschen ihre Manieren vor der Bürotür abgeben.
Aber was schreibe ich da? In welcher Welt lebe ich denn? Es geht nur noch ums Recht haben, um sich Vorteile zu verschaffen und um die Schwachen nach unten zu drücken. – Und die Politikerinnen und Politiker sind in dieser Hinsicht nicht die Schlimmsten. Aber sie führen eine Masse an, die ihnen folgt und die es schafft auf den vorgetrampelten Wegen immer noch weiter vorzudringen.
Ellenbogen raus und los! Wer nicht gewinnt, der hat irgendwas nicht mitgekriegt.
Ich frage mich nur: warum alle diese Dauergewinner so unzufrieden und verbittert sind.
Vielleicht weil sie mit ihren Manieren ihre Lebendigkeit und ihre Fähigkeit zur Freude und zum Geniesen ablegen. Nicht nur vor der Bürotür.