Es ist wie es ist

sagt die Liebe.

Freust du dich auf Weihnachten?

Freust du dich auf Weihnachten?, frage ich die Leute auf formspring.
Ich freue mich auf Weihnachten. Sehr sogar und das obwohl ich Weihnachten doch gar nicht feiere. Das letzte Mal habe ich 1980 Weihnachten gefeiert. Das ist mir gut in Erinnerung geblieben, weil es der Anfang einer neuen Zeitenrechnung war. Aber darüber wollte ich nicht schreiben, es reicht, wenn ich mich daran erinnere. Ich freue mich jedenfalls auf Weihnachten, weil ich das Glück habe, dass ich Weihnachten nicht arbeiten muss und die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr auch nicht und da ich gerade auf dem Zahnfleisch gehe und ich mich mit Mühe und Not durch die beiden Vollzeitjobs hangle und die Konflikte sich nun auch zuspitzen, weil das selbstverständlich nicht wirklich klappen kann und ständig jemand dabei auf der Strecke bleibt, deshalb freue ich mich wie verrückt auf Weihnachten.
Weihnachten ist dann Ruhe und Frieden und lich iege zu Hause auf dem Sofa und rühre mich nur zum Essen von der kleinen Netbook-Kiste weg oder gehe in der Dunkelheit spazieren und denke vor mich hin und träume, die ausgefallensten und die langweiligsten Tagträume und davon, dass diese Tage ewig dauern.

Mein Leben

Über den Wunsch nach dem autobiografischen Schreiben habe ich vor einigen Wochen nachgedacht, nachdem ich bei engl darüber gelesen hatte. Es lässt mich nicht mehr los. Da sind so viele Geschichten, die ich mir selbst noch erzählen möchte, so viele Erinnerungen, die jeden Tag mehr verblassen. Bisher bin ich immer davor zurück geschreckt, die eigenen Erinnerungen aufzuschreiben. Wozu? Ich erinnere mich doch für mich und sind nicht die Erinnerungen der meisten Schreiberling, die langweiligsten und ödesten Texte? Das war es, was mich am meisten davon abgehalten hatte: die Furcht, dass die Erinnerungen langweilen könnten. Vielleicht mich sogar selbst langweilen. Aber das ist Quatsch! Die Erinnerungen sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Genauso wichtig wie die Träume, Wünsche und Sehnsüchte, die ich an die Zukunft habe. Meine Erinnerungen sind Teil meines Lebens. Daher habe ich mich jetzt auch an ein Wiki gemacht. Ich schreibe sie für mich auf. Mit Tags und Unterseiten, unstrukturiert, einfach so wie sie mir einfallen.
Ich bin ich und ich war ich.

Nichts als Fragen

Während ich mich die Tage schuftend und ätzend unter der Last meiner schweren Alltagsbürde quäle, haben sich die Twitterer wieder einen neuen Spaß ausgedacht. Fragen, nichts als Fragen.
Wer will mich was fragen, frage ich mich da? Wer?

benommen

begonnen – vor Glück
verschwommen – das Ziel
vibrierend – am Leben sein
im Leben schwingend
benommen – vor Glück
mit Liebe im Herzen – bestätigt sein.
mein Leben ist mein Leben
ist mein Ziel und mein Weg
benommen und atmend in dir
benommen – durch hohe Lüfte schweben
verschwommen – die Furcht und die Angst
der vergangenen Tage
mit Liebe im Herzen
benommen vor Glück

Verbgedicht

(Gedichtkartenspiel)

Denken! Handeln. Denken. Fühlen. Scheiben. Denken? Denken. Zögern. Fordern. Spüren. Denken. Fühlen! Schreiben. Zeigen. Handeln. Denken! Stoppen leiden. Helfen. Kämpfen. Denken? Fühlen! Forschen. Schreiben. Reden. Handeln. Fühlen! Denken. Bremsen. Sehen. Hören. Fühlen? Denken! Fühlen!

Auf dem Bahnsteig

in die Luft gedichtet.

Jahresrückblicke

Gerade eben habe ich mich durch meine verschiedenen Jahresrückblicke in der Sammelmappe geklickt. Besonders der aus dem Jahr 2007 hat mich sehr berührt. Eine zaghafte Claudia begegnet mir da. Sehr zögerlich und doch so voller Stolz auf ihren Mut ist sie.

Noch ist es zu früh für einen Jahresrückblick, es könnte ja sogar ein Rückblick auf ein Jahrzehnt werden. Ein Jahrzehnt! Das ist ein Zeitraum für den mir jedes Gefühl abhanden gekommen ist. Das ist auch ein Zeitraum, der nicht durchgängig von mir dokumentiert wurde. Schade. Wie schön ist es doch heute, dass es Blogs gibt. Auch wenn ich hier nur so wenig wirklich privates und persönliches hinein schreibe, ist die Sammelmappe doch der Leitfaden, an dem ich mich entlang hangeln kann. Wie schön, dass es sie gibt!

Einsamkeit

Einsamkeit

nein, ich seh’ dir nicht
in dein Gesicht
ich dreh’ mich um
blick’ in die Ferne

weit

Einsamkeit
du kriegst mich nicht
schwör ich mir
insgeheim

Einsamkeit
was weißt du schon?
kennst mein Lachen nicht
ich dreh’ mich um
du kriegst mich nicht

Hommage an den Sommer

Nun folgt ein Strand-Gedicht von mir – eine Hommage an den Sommer mitten in der Lichterketten-Zeit

das Meer plätschert sich in die Erinnerung
der Dunst verschleiert die Idylle
nur der Körper ruft nach mehr
wohin verschwinden die Bilder,
die in der Sonne schwirrten?
wieso hält der Strand
die Wellen auf?

sollten sie uns nicht jederzeit umfluten?
In Erinnerung, in Gedenken
an den Ursprung, an die Ferne
die ferne Zeit
der Fixpunkt unserer Lebenslinie

(Auf das Gedicht bin ich gestoßen, als ich etwas für die Lyrik-Wave suchte.)