Oberfläche

Die Oberfläche des Spiegels ist glatt und klar. Sie projiziert das Licht in das Auge des Betrachters zurück. Einfallswinkel ist gleich Ausfallwinkel. Ein einfacher Spiegel. Eben – nicht konkav und nicht konvex. Aber ein schmeichelnder Spiegel, ein Spiegel in dem ich mich gerne betrachte. Mein Spiegelbild ist mir vertraut. Von allen Seiten. Bei der Gymnastik sehe ich aus dem Augenwinkel mein Ebenbild. Trete ich zur Seite kann ich zwei Schlieren sehen. Die Kraft des Spiegels lässt dort nach. Die Funktion des Spiegels liegt in seiner Oberfläche.
Wenn er zerbricht, verfolgt mich das Unglück sieben Jahre lang.

Oberfläche

Die Oberfläche ist zerkratzt. Jahrelang wurde an diesem Tisch gegessen, Essen vorbereitet, gemalt und geschrieben, das Fahrrad repariert, Stoffe zugeschnitten, Tapeten ein gekleistert, gesägt und gebügelt. Was wurde nicht alles auf diesem Tisch gemacht! Der alte Holztisch gibt so vieles preis. Seine Spuren tragen die Erinnerung eingraviert auf seiner Oberfläche. Nein, nicht für alle Zeit. Nur für die Zeit bis er wieder abgeschliffen wird – mit Sandpapier und Zärtlichkeit. Schicht um Schicht wird abgetragen, die Erinnerungen ausradiert. Geschmirgelt und auf neu getrimmt. Mit sanfter Hand das Öl ein massiert, den weichen Lappen getränkt und unermüdlich neu poliert. Die Oberfläche rein und zart.

Erst jetzt fallen mir die Tränen ein, die ich hier weinte.

Socialmarker

Socialmarker sollte ich testen, wenn ich etwas mehr Zeit und Geduld habe. Oder habt ihr das Tool schon getestet?

via BarCamp für Frauen

Sonnensonntag

Sonnensonntag on TwitPic

Sonntagmorgen. Alles gemächlich und friedlich. Vom anderen Neckarufer ist Musik zu hören. Die Hundebesitzer sind unterwegs und die Fahrrädern klingeln drängelnd.

Sagte ich, gemächlich?

Die häufigsten chinesischen Schriftzeichen

Bei CosyChinese gibt es eine Übersicht über die häufigsten chinesischen Schriftzeichen mit den dazugehörigen Audiodateien für die Aussprache.

Gefunden habe ich es über Chingchang-Chinese und das Blog Denkreich. Wird Zeit, dass ich die Linktipps für das chinesisch lernen auf meiner Linkseite sammle. Sonst wird es hier zu unübersichtlich.

Zerstoßenes Herz

So heißt es bei mir. Richtig heißt die Figur Durchstoßenes Herz. Ich kann die Bilder im Fernsehen nie kommentarlos sehen. Nie. Nie. Nie.

Ich bin aufgewachsen mit den Protesten. Jeder in der Pfalz kannte die Flugschau. Sie war bekannt, beliebt und immer haben Menschen protestiert. Protestiert gegen diesen Irrsinn. Jeden Sommer. Immer wieder. Selbst in der Zeit, als sich die Demonstrationen ganz anderen Themen zuwandten. Den Kurzstreckenraketen z.B. gegen die sich niemand wehren konnte. Den Atomkraftwerken. All diesem Irrsinn, den wir alle ausgeliefert sind. Und zwischen all diesen Protesten Jahr für Jahr im Hochsommer, der Protest gegen Rammstein. Gegen die Wahnsinns-Flugschau. Zu der die Menschen ihre Kinder mitschleppten. Ein Publikumsmagnet.

Als die Bilder dann im Fernsehen kamen, als das Unglück dann wirklich geschehen war. Konnten wir es kaum fassen. Die Schreie. Das Leid. Die Katastrophe. Die Verbrannten.

Manche der Familien der betroffenen zogen dann in die Nähe. Wegen der Spezialklinik. Das Unglück war allgegenwärtig.

Und das Schicksal setzte dann noch eins drauf, als es ein Flugzeug in einem kleinen Dorf abstürzen ließ. Genau auf das Haus in das eine Familie mit schwerverletzen Kindern gezogen war.

Ich kann diese Bilder immer noch nicht kommentarlos sehen.

Zerstoßenes Herz. Dabei bleibe ich.

Belastbarkeit

Chinesisches Zeichen für Feuer

Ich bin müde. Habe heute ziemlich viel und hektisch gearbeitet, mich danach den spanischen ir-Verben gewidmet und noch ein paar chinesische Zeichen geübt. Jetzt fällt mir das Pynin für Feuer nicht mehr ein. War es hou? Und falls ja, mit welchem Ton? Die Antwort muss bis morgen warten. Ich kann jetzt wirklich nicht mehr. Die Wirkung der morgendlichen Kampflied-Dosis ist mittlerweile verflogen und morgen früh, geht es genauso spannend weiter, wie dieser Arbeitstag endete.

Mir ist heute aufgefallen, dass mein PC sehr viel weniger belastbar ist als ich. Bei mehr als drei simultanen Notfällen verfällt er in Lethargie und bei fünf stößt er Suziddrohungen aus. Erfolglos selbstverständlich. Ich lasse mich doch nicht von meinem eigenen Computer nötigen. Nein, so weit bin ich noch nicht.

Erstes BarCamp für Frauen

Wieder mal zu spät erfahren, zu langsam reagiert oder nicht rechtzeitig wahrgenommen. Vielleicht schaffe ich es auf das zweite, dritte oder vierte BarCamp für Frauen, denn ich halte das für eine sehr gute Idee:

Web 2.0 – nichts für Frauen?

  • Facebook Developer Garage Mai 2008: 300 Teilnehmer, davon 10 Frauen
  • Re:publica April 2008: 160 Vortragende, davon 19 Frauen
  • BarCamp Bodensee Mai 2008: 172 angemeldete Teilnehmer, davon 21 Frauen
  • Next 08 Mai 2008: 98 Vortragende, davon 11 Frauen

Die Branchenevents der vergangenen zwei Monate waren – wie immer – Männerveranstaltungen. Als die Zukunft des Web 2.0 diskutiert und gestaltet wurde, waren gerade mal dreizehn Prozent Frauen zugegen. Niemand hat uns an der Teilnahme gehindert. Keiner Frau wurde die Anreise verboten. Wir sind einfach nur nicht hingegangen.

Warum eigentlich nicht?

Laut „Pew Internet & American Life Project” sind “vor allem Mädchen und junge Frauen dafür verantwortlich, dass das Web 2.0 so rasant wächst”. Fast überall, wo im Internet von Nutzern Inhalte eingestellt werden, sind Frauen überrepräsentiert. Frauen sind die aktiveren Community-User, sie flirten mehr online und sind beim Bieten auf eBay erfolgreicher. An den 13% aber ändert das nichts.

Um diesem Missverhältnis auf die Spur zu kommen, gibt es jetzt eine Veranstaltung mit extra hohem Frauenanteil. Geplant ist eine Quote von min. 100%.

Das erste BarCamp nur für Frauen, am 30.08.2008 in München.

Blinde Weide – schlafende Frau

heißt der neue Band mit Kurzgeschichten von Haruki Murakami.
Der Tod ist nicht das Gegenteil des Lebens, sondern ein Teil davon.”

Haruki Murakami schreibt in dem Vorwort über den Unterschied zwischen dem Schreiben von Geschichten und Schreiben von Romanen:

Zum Erfreulichen an Kurzgeschichten gehört, dass es nicht so lange dauert, sie zu schreiben …

Diese Art des Schreibens ist nicht mit dem totalen physischen und mentalen Engagement zu vergleichen, das mir die Arbeit an einem Roman über ein, zwei Jahre abverlangt. Schreibe ich jedoch Kurzgeschichten, gehe ich ins Büro, setze mich an den Schreibtisch, mache meine Arbeit, und das war’s. Dagegen kann die Arbeit an einem Roman eine solche Strapaze sein, dass ich mich manchmal frage, ob ich sie überleben werde.

Lektüre am Sonntagmorgen

Myriam hat Geldsorgen und trotzdem Wünsche. in Brasilien fällt der Backtag auf Sonntag. Warum ist das Bewußtseintraining nur so ätzend aufdringlich? Zu sehr überzeugt von sich, oder doch eher zu wenig Selbstvertrauen? Den Zettel mit Bin Rasen habe ich immer noch nicht kapiert. Das mit dem Boticelli will ich auch mal ausprobieren. Falls ich es morgen nicht schon wieder vergessen habe. Ich trinke auch gerne Kirschlikör. Zum Abschluss mache ich noch einen virtuellen Schaufensterbummel, den ich euch auch empfehlen kann.