Bin leise geworden in diesen Tagen. Noch eine Spur runtergefahren. Bald bin ich unsichtbar und nicht mehr von dieser Welt.
Na ja. Ganz so weit wird es nicht kommen. Es ist eher die Beschreibung eines Traumzustandes von mir. Weg mit all dem ganzen lautem Zeug. Weg mit so viel Last auf meinen Schultern.
Ich zähle die Jahre, die Monate, die Wochen, die Tage. Ich sehe mich um und atme mich fest.
Sie wollen lockern, lockern, lockern. So wie es andere Länder vormachen, deren Zahlen jetzt nach oben Rauschen. Hidden Agenda ist jetzt wohl: Wer als erstes Durchgeseucht ist, hat gewonnen.
In der Pandemie wird besonders klar, dass es „der Wirtschaft“ nie um die Volkswirtschaft geht. Die nimmt Schaden durch die vorgeschlagenen Strategien. Es geht immer nur um die Gewinne von einzelnen. Und da eignen sich Krisen ja besonders gut.
C’est la vie. Mein französischer Liebingssatz. Lange bevor ich wusste, was diese Worte bedeuten, war das mein Lieblingssatz. C’est la vie. Das klang so fein. So zart.
Und als ich endlich verstand, was diese Worte sagen – (nicht bedeuten, daß kam so viel später) – als ich es endlich wörtlich übersetzen konnte, war ich hingerissen, von dieser Sichtweise. So ist das Leben. So oder so ist das Leben.
Als gäbe es mehr es als dieses eine, einzige, ausschließliche Leben.
C’est la vie.
Es ist so einfach. Du wechselst die Sprache und alles wird leicht.
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Das fällt mir jetzt gerade ein. Wo das Leben mir auf den Schultern lastet wie nie.
„Beachten Sie die geltenden Verordnungen und Gesetze.“ Als Durchsage an den U-Bahnhöfen und als Laufschrift an den Haltestelle ist diese Formulierung doch etwas dreist. Wie sehr muss eine Institution die eigenen Kund*innen hassen, um das als Information durchgehen zu lassen.
Soll eine morgens vor sechs die Verordnungen durchgehen, um herauszufinden, ob die medizinische Maske oder die FFP2-Maske angesagt ist?
Oder hat jemand aus Versehen die Jurist*innen gefragt, welcher Text in das Laufband soll?