Gut gemacht

Es dauert ja leider immer etwa, bis ich mich bei gegebenen Anlass dazu entschließen kann, mich von alten Freunden und Bekannten zu trennen. Selbst bei den Blogfeeds geht mir das so. Fand ich ein Blog vor ewigen Zeiten einmal gut und nervt die Schreiberin oder der Schreiber über lange Zeit mit Klatsch und Tratsch und Stammtischgeseier, dann lese ich noch lange Zeit und ärgere mich immer wieder über die geplemperte Zeit. Ich warte auf das Wunder der Sinneswandlung, das dann nicht eintritt.

Gestern habe ich mich wieder von ein paar dieser Kanidatinnen und Kanidaten verabschiedet. Wurde auch Zeit.

Verzicht

Ohne Geld leben, mit wenig Geld leben, bedeutet vor allem eins. Verzicht. Es bedeutet einerseits den Verzicht auf Konsum, aber auch den Verzicht auf die Ausbeutung der Ressourcen der Umwelt und den Verzicht auf die Ausbeutung der Arbeitskraft von Menschen.
Verzicht kann eine Herausforderung sein. Die heutige Konsumwelt scheint verrückt und undurchsichtig zu sein. Wenn wir versuchen lenkend auf sie einzuwirken und an einer Ecke reagieren, wirkt sich das fatal an einem anderen Ende der Kette der Beziehungen aus und führt oft zu Ergebnissen, die wir nicht angestrebt haben. Warum nicht ganz oder teilweise auf den Konsum verzichten?

Es gibt zwei Seiten, die mir zum Verzicht einfallen. Verzichten zu können ist eine Fähigkeit, die befreit. Die unabhängig macht. Verzichten kann wie das Fasten befreiend und säubernd wirken. Das ist die eine faszinierende Seite des Verzichtens. Obwohl der Konsumverzicht in meinem Leben eine große Rolle spielt, zögere ich, öffentlich über die Vorteile des Verzichtens zuschreiben. Denn der Ruf zum Verzicht wird oft mißbraucht. Es wird gefordert zu verzichten. Die Reichen fordern die Armen auf zu verzichten. Die Nichtraucher, die Raucher. Die Bedächtigen, die Abenteuerlustigen. Die Lauten, die Leisen. Das nervt!

Verzicht aus sich selbst zu erleben, sich selbst eine eigene moralische Ordnung zu geben, ganz unabhängig von anderen Menschen, das bietet die Möglichkeit zum persönlichen Wachstum. Im Großen und im Kleinen.

Von Wildschweinen, Wohnmobilen und dem Gebrauch von Worten

Weil das Linkschleudern beim letzten Mal so viel Spaß machte, setze ich es heute gleich fort. Die Wildschweine am Teufelsee eigenen sich gut, um den Anfang zu machen. Eine mutige Myriam füttert sie durch. Weniger gefährliche Natur gibt es im Blog der Rezitatorin zu sehen. Wunderschöne Gartenfotos! Die Limone wird immer noch von einem existentiellen Problem geplagt. Wie lange ist die Wochenendpendelei durch Deutschland durch Deutschland noch zu finanzieren? Oder doch gleich ein Wohnmobil statt einer Zweitwohnung anschaffen? Um die Männerquote aufrecht zu erhalten, eignet sich die Die Rühmkorf-Rumba von Björn. Wie mich diese Worte trafen – das hat er sehr schön gesagt.

Aus taktischen Gründen

bin ich jetzt erst einmal ganz still.

Antworten

Johanna schreibt über das Laster der Tragheit, andere über die Gammeltage und die Freizeit. Ich habe es endlich geschafft, einen Feed abzumelden, weil mir die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit schmerzhaft vorkam. Ein Anfang, so hoffe ich. Auch die Insulaner haben in der Zwischenzeit jeden Bezug zur Realität verloren – aus aktuellem Anlass, so nennt man das wohl.

Die Limone macht sich ernsthaft Sorgen, aber welche Informationen sie sucht, das weiß ich wirklich nicht. Muss gestehen, dass ich in der Nacht zum Montag dachte: So teuer kann das Benzin doch gar nicht sein, wenn sie stundenlang in im Kreis fahren und hupen können.

Bei der Wildgans sieht man die Menschen auf offenen Wegen gehen und Audrii macht uns bekannt mit Schweinssoldaten und Fegefeuerteufeln.

Es gäbe noch viel zu sagen, noch mehr zu lesen und endlos zu kommentieren – aber leider, leider ihr müsst warten.

Theaterblogs

Ich sehe gerade, dass die Theaterblogs das geschafft haben, was den Socialbloggern damals nicht besonders gut gelungen ist: Sie haben ein gemeinsames Portal angelegt.

Darauf gestoßen bin ich, als ich dem Wink von Frau Fragmente zur Extraktion des Zahnes folgte.

Literatur werden lassen

Immer noch lese ich im Buch der Unruhe von Fernado Pessoa und lasse mich von seinen Worten mit auf die Traumreise nehmen. Er ist ein überzeugter Träumer, dem ich mühelos folgen kann:

“Die Empfänglichkeit der Sinne Literatur werden lassen und Emotionen, wenn sie bisweilen kläglich zutage treten, in sichtbare Materie verwandeln und daraus funkelnd fließende Wortskulpturen schaffen.”

Nummer-Eins-Tipp

Es gibt doch nichts, was es nicht gibt im Internet. Wenn ihr wissen wollt, welcher Hit auf Platz 1 war, als ihr geboren wurdet, dann könnt ihr das hier heraus finden.

Aber ähmm, wer soll das sein? Vielleicht könnt ihr mit eurem Ergebnis mehr anfangen.

Trägheit

Johanna schreibt über das Laster der Tragheit, andere über die Gammeltage und die Freizeit. Ich habe es endlich geschafft, einen Feed abzumelden, weil mir die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit schmerzhaft vorkam. Ein Anfang, so hoffe ich. Auch die Insulaner haben in der Zwischenzeit jeden Bezug zur Realität verloren – aus aktuellem Anlass, so nennt man das wohl.

Die Limone macht sich ernsthaft Sorgen, aber welche Informationen sie sucht, das weiß ich wirklich nicht. Muss gestehen, dass ich in der Nacht zum Montag dachte: So teuer kann das Benzin doch gar nicht sein, wenn sie stundenlang in im Kreis fahren und hupen können.

Bei der Wildgans sieht man die Menschen auf offenen Wegen gehen und Audrii macht uns bekannt mit Schweinssoldaten und Fegefeuerteufeln.

Es gäbe noch viel zu sagen, noch mehr zu lesen und endlos zu kommentieren – aber leider, leider ihr müsst warten.

Text-Fluss

Seit Anfang des Jahres schreibe ich an mehreren Texten, die ich nicht ins Internet stelle. Texte, die ausschließlich für mich bestimmt sind. Experimentelle Texte, lyrische Texte, aber manchmal auch nur aufzählende bzw. zusammenfassende Texte. Ich schreibe viel, lese mir einen Teil davon immer wieder durch, nur überarbeiten will ich die Texte noch nicht. Ich möchte sie erst einmal wirken und reifen lassen. Will sehen wohin mich mein Textfluss bringt. Will ein Gespür dafür bekommen, wie ich ohne die Struktur eines Projektes mit meinem Text umgehen kann. Wohin der Weg geht, kann ich noch nicht sagen.