Das Wochenende herbeigesehnt. Mich auf Stille freuen. Und auf angenehme Temperaturen. Hoffentlich.
Claudia stützt ihren Kopf auf die Hand und sieht erschöpft in die Kamera
Die beiden Pflanzen im Büro streben nach Vereinigung. Die Grünlillie tastet sich mit ihren Ablegern bis zur Hängesukkulente und pflanzt sich in deren Topf. Die Sukkulente sagt sich, was du kannst, kann ich schon lange und folgt ihrem Beispiel. Sie müssen das sehr geschickt und geheim im Laufe der letzten fünf Tage miteinander ausgemacht haben.
Das Leben des Vernon Subutex von Virginie Despentes hat es in sich. So viele diverse Charaktere und Schauplätze. Das Buch ist eine Wucht. Die Erzählung durch und durch gute Unterhaltung. Sie scheint kein Ende zu nehmen.
Anders der Pixeltänzer von Berit Glanz auf den ich mich so freute. Ein gutes Buch. Das ganz bestimmt. Auch originell. Aber so durch und durch konstruiert, dass es etwas steril wirkt im Kontrast mit der Lebendigkeit der Vernon-Erzählung.
Es ist ein bisschen wie beim Essen. Ob und wie der zweite Gang schmeckt hängt nicht unerheblich vom ersten und vom dritten Gang ab. Oder vom dazugereichtem Getränk.
Antje Schrupp hat ein Buch über das SchwangerWerdenKönnen geschrieben. Ein Buch voller Recherchedetails und Nachdenkarbeit. Die Welt ist komplizierter geworden. Aus dem Schwangerwerdenkönnen folgt nicht per se ein Kinderwunsch. Und: Schwangerschaft endet nicht zwingend mit Geburt. Kinder wollen und kriegen auch Menschen, die nicht schwanger werden können – davon träumen sogar immer mehr. Die Realität und die Wissenschaft sind längst an der Gesellschaft vorbeigerannt. Was heute noch als Meinung diskutiert wird, steht schon lange als politisches Problem im Raum.
Cover von Antje Schrupps Buch mit dem Titel Schwangerwerdenkönnen
Antje Schrupp macht Vorschläge wie damit umgegangen werden kann, dass Elternschaft längst nicht mehr nur an Vater- und Muttersein gebunden ist. Oder besser Schwangerschaft nicht an das Muttersein. Ich bin noch dabei diesen „Elefanten im Raum“ zu bestaunen.
21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Zunächst ist es mir wichtig, was bestimmte Menschen von mir denken.
22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Den Morgen.
23. Kannst du gut kochen? Nein.
24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Ich nehme die, die ich kriegen kann.
25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Nichts? Geht das? Es gibt sehr viele Tage an denen ich mich zurückziehe und lese, schreibe oder für mich bin. Aber das zähle ich nicht zum Nichtstun.
26. Warst du ein glückliches Kind? Ja und nein.
27. Kaufst du oft Blumen? Nein. Nur wenn es die Konventionen verlangen, aber dann auch gerne Topfpflanzen. Eine frühere Kollegin aus Kolumbien erzählte mir von den Arbeiterinnen, die in den Pflanzhäusern für Rosen tätig sind. Keine schöne Sache. Ganz und gar nicht.
28. Welchen Traum hast du? Ein gutes, freies Leben für alle Menschen und Frieden. Ein Leben ohne Gewalt gegen Mensch und Natur.
29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Oh, ich denke es könnten ungefähr zwanzig gewesen sein.
30. Welches Laster hast du? Mein Laster ist süß.
Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.
Ohne Menschen gibt es keine Wirtschaft und ohne Sorgearbeit (Care) gibt es keine Menschen. Das Selbstverständliche wird im traditionellen Wirtschaftsbegriff einfach ignoriert.