Gefährliches Innengelände
im Herzen
keine Sonne
kein Leben
nur
Glut
funkensprühend
lavaschäumend
zischend
gefährliches Innengelände
kein Hort
für friedliche
Seelen
im Herzen
keine Sonne
kein Leben
nur
Glut
funkensprühend
lavaschäumend
zischend
gefährliches Innengelände
kein Hort
für friedliche
Seelen
Hab den letzten Eintrag wieder gelöscht. Manchmal bringt es nichts, wenn die Dinge schwarz auf weiß besiegelt werden. Sie wirken um so nachdrücklicher.
Hier in meinem Notizbuch stehen drei Gedichte, die ich mir schon ein paar Mal vorgenommen hatte. Sie sind auch nicht schlecht, im Gegenteil: sie gefallen mir gut. Aber ich kann nicht richtig den Anfang und das Ende erkennen.
Ja, ihr habt richtig gelesen. Irgendwie fließen sie ineinander über und sind dennoch getrennte Gedichte.
Drei siamesische Gedichte vielleicht.
Immer wenn es im Netz zu Spendenaktivitäten kommt, da kriechen sie hervor, die Besserwisser und Alleskönner. Die, die ihr Leben immer im Griff haben und die immer wissen wo es lang geht und wer den Weg gehen darf und wer dazu ungeeignet ist.
Draufhauen ist die Devise. Virtuell bzw. verbal draufhauen. Die Gesellschaft hat sich schon gewöhnt daran.
Creezy ist ja leider nicht die einzige, der das passiert. Das ist das eigentliche Drama daran. Wäre wirklich schön, wenn sich ein paar von den Spenderinnen und Spendern die Situation zum Anlass nähmen, nach den Ursachen zu schauen. Sich informieren über das bedingungslose Grundeinkommen wäre eine Möglichkeit.
Nicht die schlechteste.
Geschafft. Heute schließe ich den NaNoWriMo vorzeitig ab. 56629 Wörter habe ich geschafft. Was die Geschichte wert ist, das wird erst die Überarbeitung zeigen, aber ehrlich gesagt, ich bin jetzt schon ziemlich stolz auf das bisherige Ergebnis. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass ich das Novemberschreiben mit dieser Leichtigkeit durchziehen kann.
Jetzt habe ich mir ein neues Großprojekt vorgenommen. Das 800-Wörter-Schreiben bis zum nächsten November. Bin mal gespannt, wie ich das durchhalten kann.
Im Wendland ist bekanntermaßen wieder Castor-Zeit. Zwei Blogger von Metronaut.de hatten sich am Donnerstag spontan entschieden, von den Castor-Protesten im Wendland per Podcast zu berichten und Beiträge für das Radio Freies Wendland zu produzieren.
ich reiß mich
selbst in Stücke
steh auf einem Bein
will nicht tanzen
können
dreh mich doch
im Kreis
Melusine Barby schreibt Kluges dazu.
Mein Kommentar:
Ich hasse die von dir beschriebene Form des Mitleidens so sehr, dass ich in meinem beruflichen Umfeld sehr stark aufpassen muss, dass ich diese Emotion nicht zu stark vertrete. Denn es diejenige, die sich so emotional gegen das Charity-Gedöns äußert, die ist in jeder Hinsicht verdächtig.
Dennoch möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für das Mitleiden brechen. Echtes Mitgefühl ist eine menschliche Tugend. Sich wirklich in die Situation des anderen hineinversetzen können ist eine Gabe. Und sie ist Tausend Universen weit von dem entfernt, was der Kapitalismus an Mitleidsritualen erfunden hat, um das Oben-Unten-Gefühl zu zelebrieren.
Immer wenn in der letzten Zeit jemand behauptet, die Gesellschaft hat ein Problem, antwortet meine innere Stimme: Hat die Gesellschaft dieses Problem oder ist die Gesellschaft das Problem?
Beim Fussball z.B. Ich kenne mich ja nicht sonderlich gut damit aus. Aber der letzte Skandal besteht darin, dass Leuchtraketen und Leuchtfeuer hin und hergeschossen wurden. Schön buntes, feuriges Geschütz. Mitten in den Gegner. Gar nicht virtuell, ganz real. Wenn ich da stehen würde, ginge ich ganz schön in Deckung. Bin ja eine Angsthäsin. Wenn ich es im Fernsehen sehe, kann ich verstehen, dass es fliegt. Ist alles so schön bunt und feurig hier. Wenn ich die Nachrichten sehe, dann wundere ich mich, dass so wenig davon fliegt und nur ab und an. Für mich als Angsthäsin ist das natürlich ein Glück. Für die Gesellschaft? Da weiß ich es nicht.
Wenn V-Leute dabei sind, nun organisiert gemordet werden, wenn die Freiheit gegen Überwachung eingetauscht wird und wenn die Krise dazu führt, dass es Menschen gibt, die so reich werden, dass es unser Vorstellungsvermögen übersteigt, dann ist vielleicht doch die Gesellschaft das Problem.
ein Puzzlestück
das nicht ins
Leben passt
daneben steht
die Schachtel
mit den Aussortierten