Stolze Kindl-Besitzerin

Seit ein paar Minuten bin ich endlich eine stolze Kindl-Reader-Besitzerin. Was für eine feine Sache! Ich war ja schon von den E-Büchern auf dem Telefon und auf dem iPad ganz fasziniert, aber das ist alles kein Vergleich zu dem schlanken kleinen Leichtgewicht, den ich gerade ausgepackt habe.

Allerdings muss ich dringend Buße tun, denn sollte die Welt irgendwann am Elektroschrott zugrunde gehen, dann habe ich meinen Teil dazu beigetragen.

Die Studie, die der Börsenhandel in Auftrag gegeben hat, und die zu dem abenteuerlichen Schluss kommt, dass Abermillionen E-Books illegal herunter geladen werden, ist übrigens sehr umstritten. Ich wünsche mir jedenfalls mehr E-Bücher. Viel mehr – und bisher habe ich auch alle legal erworben.

Anstieg

Manchmal steigt die Stimmung von eins auf hundert, einfach weil der richtige Mensch im richtigen Augenblick deine Kreise stört.

Lebensbild

harter Schnitt
mit weichen Bandagen

ein Wunschtraum
im Handkantenformat

Das Knattern in meiner Brust

Seit Tagen hält es an: das Knattern in meiner Brust beim Atmen. An was erinnert mich das nur? Ich kam und kam nicht drauf bis ich vorhin Werbung im Fernsehen hörte. Da ging es wohl um Ökostrom und da war dieses Geräuch: ein Geigerzähler.

So klingt das an meinem Herzen – wie ein Geigerzähler, der aufgeregt knarrert, weil er die radioaktive Strahlung misst.

Ich strahle also auch.

Kleine Theorie des Literarischen Bloggens

Kleine Theorie des Literarischen Bloggens

Das Leben ist als Roman zu begreifen, und das Literarische Weblog ist das liquide Medium, in dem dieser Roman sich schreibt. Die Beitragenden – nämlich der Autor und die Leser – schreiben ihn fort und halten ihn lebendig, indem sie sich permanent Änderungen am Gewesenen zugestehen

Vertrauen

Vertrauen – wieder eins dieser großen, viel gebrauchten Worte. Im beruflichen Umfeld ist Vertrauen rar gesät. Warum eigentlich? Wir arbeiten zusammen und müssen uns in vielerlei Beziehung aufeinander verlassen. Das machen wir zu einem Teil auch. Aber genauso selbstverständlich wie das Vertrauen, ist das ständige Mißtrauen. Diese gegenseitigen Vorbehalte. Die dunklen Gefühle.

Vertrauen fällt nicht vom Himmel. Es muss erkämpft, gepflegt und erarbeitet werden. Aber wenn nicht ein kleines Körnchen Urvertrauen da ist, dann nutzt die ganze Anstrengung nichts. Jeder Kampf, alle Mühe und Arbeit kann nur wirken, wenn das Staatkörnchen vorhanden ist.

Wenn es fehlt, dann bleibt nur eine Wüste des Mißtrauens.

Alles über Diaspora

Was ist Diaspora?

Eine schöne übersichtliche deutschsprachige Seite haben die Diaspora-Leute zusammengestellt. Dort ist alles beschrieben, was mensch so wissen möchte. Wir wollen doch auch ein paar öffentliche Räume im Netz, die nicht zu den großen Firmen gehören, oder?

Ich schon.

Eines Tages

Eines Tages wird aus mir vielleicht auch noch eine echte Mobilbloggerin. Aber das dauert noch, denn so richtig will mein Schreibfluss an der Mini-Telefon-Tastatur nicht fließen. Die Ein-Finger-Tippmethode kommt meinem Gedankengängen nicht entgegen.

Unrat

Es spammt aus allen Richtungen. Im Falle der Sammelmappe besonders aus der Ukraine und ich hoffe nur, dass nicht so viele brauchbare Kommentare im Spamfilter hängen bleiben, denn ich kann sie nur noch selten von Hand auslesen. Ein merkwürdiges Geschäft diese Spammerei und irgendwie schwer vorstellbar, dass Mensch so viel Geld damit verdienen kann.

Herbstliches

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Auf und ab – in einer Wellenbewegung rollt der Husten und der Schnupfen durch meinen Körper. Fast schien es schon überstanden, überlegte er es sich im letzten Moment doch noch anders und will mich nicht so leicht davon kommen lassen. Wir werden sehen, wie es weiter geht.
Vorhin kam mir kurz der Gedanke, dass vorspulen gar keine so schlechte Lösung wäre. Da war so eine seltsam lebensgroße Figur vor einem Geschäft, die sich bewegte und Weihnachtslieder von sich gab. Ja, vorspulen, dachte ich mir: gleich Weihnachten und Silvester auf einmal feiern und dann ist der Winter schon halb vorbei. Aber vorspulen ist ja frevelhaft. Nicht erlaubt, denn damit würde man sich ja das Leben vorbei wünschen – und wer will das schon.
Ich gehe den Fluß entlang. Kann kaum etwas erkennen, weil ich mit der falschen Brille unterwegs bin. Wahrscheinlich hatte ich mit der Sonne schon abgeschlossen. Mich innerlich abgewandt.
Rigoros – auch so ein Charakterzug von mir, der ab und an zum Tragen kommt.