Aus Rache ist er reich geworden. In der Oberstadt
hat er sich ein Haus gebaut. Nahm jeden Tag ein Bad.
Roch, wie bessre Leuten riechen.
Lachte fett, wenn alle Ratten
ängstlich in die Gullys wichen,
weil sie ihn gerochen hatten.
Was aber ist, wenn das Herz nicht hören mag? Wenn nicht mal die Scham die Zurückhaltung gewährt? Was ist, wenn es durch sie hindurchbricht? Der Lächerlichkeit Preis gegeben wird alles zerstört.
Das Herz bekommt das Tanzen und Singen untersagt. Es wird angebunden an die kurze Leine. Eingewickelt, damit es sich nicht zu Schlagen wagt. Nicht in diesem Rhythmus. Nicht mit diesem Ziel. Sie versucht schon längst, die Träume vor sich selbst geheim zu halten. Zur Sicherheit, damit sie nicht aus Versehen in Erfüllung gehen. Was wäre das für ein Unglück!
Aus Versehen träumte sich ihr Herz in die Gegenwart, der Lächerlichkeit entgegen. Das war ihm zuzutrauen, diesem Herz, das so zielstrebig liebte.
Kein guter Tag heute. Weiß nicht genau warum, ahne aber woran es liegen könnte. Komme überhaupt nicht ins Schreiben. Der Kopf ist leer, die Seele fühlt sich beschimpft.
Ich hab nichts getan, denke ich. Gar nichts.
Aber das spielt keine Rolle, das weiß ich aus Erfahrung. Es reicht, dass irgendwer etwas getan hat.
Über 30 000 Wörter habe ich bis jetzt geschrieben. Bin also ziemlich gut im Limit und kann beruhigt weiterschreiben. Ich ringe mir Session um Session ab und bin immer wieder erstaunt, wenn es einigermaßen klappt, obwohl ich doch immer denke, aber jetzt gehen mir die Ideen wirklich langsam aus.
Die Ideen sind zwar träge und zähflüssig, Aber richtig ausgegangen sind sie mir bisher noch nicht.
Seltsamer Tag heute. Ich habe mindestens 13 von einander unabhängige Sünden begangen. Wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten dabei gibt.
Vor lauter Schreiben, schreiben, schreiben kriege ich gar nichts mehr mit in der Blogosphäre.
Das zum Beispiel: Schockwellenreiter mit Blasphemieparagrafen angeklagt
Der Blogger Jörg Kantel kritisierte den Kindsmissbrauch in der katholischen Kirche mit einem Kraftausdruck und sucht nun einen Anwalt
Am 5. Juli erhielt Kantel deshalb ein Schreiben, in dem ihn der Berliner Polizeipräsident darüber informierte, dass man ihm die „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ vorwirft. Der Blogger reagierte darauf mit der Veröffentlichung des Vorwurfs und der Bemerkung, dass man Religionen gar nicht beleidigen könne, weil sie selbst „eine Beleidigung jeglichen gesunden Menschenverstandes“ seien.
Ich glaube, ich höre auf weiter an meinem Roman zu schreiben. Die Geschichte ist stinklangweilig, gegen das, was sich Verfassungsschützer so alles ausdenken.
Verfassungsschützer in Nazi-Terror verwickelt
Die Behörden überprüfen die Rolle eines hessischen Verfassungsschützers im Jahr 2006 – der Mann soll sich bei einem der neun Neonazi-Morde am Kasseler Tatort aufgehalten haben.
Kling schlimm! Wie kommts, dass du die Stimmungen als "fremd" erlebst? Ich betrachte alle Stimmungen als eigene und suche entweder…