Digitale Lebensfreude

Ich blogge viel und oft. Bekomme ich ab und an gesagt. Das stimmt, zumal wenn man bedenkt, dass ich nur sehr wenige Stunden am Tag Zeit dazu habe. An Reisetagen noch weniger – und von denen gibt es viele. Aber ans Mobile Blogging habe ich mich noch nicht gewöhnt. Das mache ich selten. Vielleicht fehlt mir unterwegs die Konzentration.

Wenn ich meine Art zu Bloggen beschreiben sollte, würde ich vielleicht sagen, dass ich vieles blogge, das mir durch den Kopf geht. Vieles aber lange nicht alles. Da liegt ein feiner Filter über den Themen. Vielleicht mehrere. Ein Arbeitsfilter, ein Freundschaftsfilter, ein Filter der unausgesprochenen Gedanken. Es gibt Themen die kommen in das Offline-Blog Tagebuch, das ich nie so nenne. Es gibt Themen, die werden nur in meinem Kopf, in meinem Traum dokumentiert.

Aber trotz dieser Filter fühle ich mich frei im Blog. Ich kenne, die selbstauferlegten Grenzen und akzeptiere sie, weil sie zu mir passen. Wenn ich sie neu anpassen möchte, dann tue ich das ohne Zwang und schlechtes Gewissen.
Bloggen ist digitale Lebensfreude für mich.

Der Begriff digitale Lebensfreude ist mir eingefallen als ich den letzten Newsletter des FoeBuds bekam. In dem wird sich eingesetzt für die digitale Lebensqualität aller Menschen. Ein wichtiges Ziel wie ich meine. Jedenfalls hat es mich erinnert, dass auch die digitale Lebensfreude ein wichtiges Gut ist, das ich mir nicht nehmen lassen will.
Ein lebendiger Ausgleich zur fremdbestimmten Streit-Kampf-Macht-und-Kindergarten-Arbeitswelt.

Traumtänzerin

Die Schäfchenwolken täuschen Heimeligkeit vor.
Bilderbuchwetter von drinnen betrachtet. Nasse Kälte für die, die draußen im Wind steht und den Anschluss verpasst hat.

Trost findet sich im geschriebenen Unglück der Talentierten, Zuversicht krabbelt unvermittelt aus dem Unbewussten hervor. Nimmt überhand und täuscht Zukunft vor, wo doch nur die Gegenwart zählt.

Einsamkeit hat viele Gesichter, aber nur wenige davon sind angenehm anzusehen. Die meisten sind hässliche Fratzen – mehr oder weniger auffällig geschminkt.
Maskenbildner scheint es genug zu geben.

Wie sicher müssen sich Menschen fühlen, die immer mit beiden Füßen am Boden stehen? Was muss das für ein Gefühl sein, nicht mit dem Kopf in den Wolken zu schweben?

Standfestigkeit.
Das wünsche ich mir, aber ich schwebe davon, kapsle mich ab, schwebe der Sonne entgegen. Auf den Horizont zu. Lebe mein eigenes Märchen.

Nein, es muss mir niemand sagen: Ich weiß selbst, wie gefährlich das ist. Ich werfe die Leine nach unten und zähle darauf, dass ihr sie ergreifen werdet, wenn ich über euch schwebe auf der Reise in mein persönliches Fantasie- und Märchenparadies.

Meins

Man könnte sich ein Leben in schönen Farben ausmalen:
und es wäre meins.

Fehler oder Straftat?

Ich sehe mir gerade den Link zu der Login-Sendung mit Annina Luzie Schmid von gesstern an.
Bisher habe ich ja immer vorbei gekuckt und vorbeigehört wenn es um den Ex-Pop-und-Wehrminister ging. Der Schwachsinn ist fast nicht auszuhalten. Es klingt immer wieder an: Er hat seinen Fehler zugegeben.
Aber verdammt: Er hat eine Straftat begangen.
Er hat nichts eingestanden, er wurde überführt. Wer will tatsächlich jemand in einem Regierungsamt haben, der sich einen Titel erschlichen hat? Ein Hochstabler, der die Menschen täuscht.

Ein Ministerschwindler, der dem Volk etwas vormacht.

Fragmente

Frau Fragmente bloggt. Märzbloggen, Frühlingsbloggen – könnte ich es nennen und wünsche mir doch sehr, dass sie sich wieder anstecken lässt und vom Blogvirus befallen wird.

via engl

Badegespräche

Hab gestern beim Schwimmen ein Gespräch zwischen den Männern am Beckenrand belauscht.
„Er ist ja jetzt zurückgetreten.“
„Ja, aber sie werden wieder einen benennen.“
„Stimmt, das denke ich auch.“

Die interessante Fortsetzung dieses politischen Gespächs konnte ich wegen meiner sportlichen Wende am Bahnende leider nicht mehr mithören. Es hätte sich bestimmt gelohnt.

Die Sonne scheint

Die Sonne scheint, aber sobald ich einen Schritt vor die Tür mache, bläst mich der Wind fast um und es fühlt sich eisig an. Eisig, aber zum Glück nicht so sibirisch wie in der letzten Woche. Der Tag heute ist bis jetzt viel besser gelaufen, wie die zwei vorherigen Tage. Die Chancen stehen gut, dass ich die Woche produktiv zum Abschluss bringe.

Wenn ich doch nur schon die Datei in die Druckerei bringen könnte! Ich bin ungeduldig und doch geduldig. Eine präsente Stimmung. Wahrscheinlich ist das der Frühling, der mich schon inspiriert. Er kann nicht mehr weit sein und mit dem Frühling blühen alle meine Pläne auf. Reisepläne, Projektpläne, Kontaktpläne.

Das Leben kann so schön sein – und ist doch so ungerecht dabei.

Literatur-Twitter

Könnt ihr euch noch an den Literatur-Twitter erinnern?

Hinter den Kulissen des Literaturpreises wurde zwischenzeitlich fleißig gearbeitet, gehämmert, gebohrt, geschraubt. Die „Werbemaschine“ für die Veranstaltung und das Buch wurde gestartet.
Eine Weiterleitung an Interessierte ist ausdrücklich willkommen 😀 !

Wir freuen uns, Sie/euch nun auch hochoffiziell zur Preisverleihung und zur Buchpräsentation einzuladen:

Datum: Freitag, 13. Mai 2011
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Lesesaal der AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften,
Prinz-Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien
Hier geht’s zu einem kleinen Rundgang durch die Bibliothek:
„>

Wir wünschen eine schöne Zeit und freuen uns auf ein (Wieder-)Sehen im
Mai 2011.

Herzliche Grüße
Petra Öllinger und Georg Schober

Kompliziert

Gestern habe ich festgestellt, dass die Menschen noch komplizierter sind als ich dachte. Obwohl: Das trifft es nicht. Viele Menschen sind einfach gestrickt und weil ich das auf meine Art auch bin, kommt dabei etwas kompliziertes wollknäulartiges heraus. Das mag verstehen wer will, logisch ist das nicht. Aber langsam frage ich mich: Wenn mit höherem Lebensalter die menschlichen Beziehungen immer komplizierter werden, wo soll das enden?
Eine natürliche Grenze der Komplexität erschiene mir angebracht. Oder wird irgendwann der Schalter einfach umgelegt? Ab heute alles nur noch in einfach, direkt und strategielos. Hört sich aber auch unwahrscheinlich an.

Ich sehe schon, dieses menschliche Rätsel lässt sich so nicht lösen.

So nicht

ein Kommando
raunt mir
das Leben zu

hart und kräftig
weist es den Weg
den ich
nicht einschlagen werde

viel zu dunkel
ist der Pfad
und der Schwefelgeruch
verrät den
teuflischen Versuch