Ein Blick, ein Wort, eine Geste… und dann? Die Mädchenmannschaft macht auf die Aktion One Step Too Far aufmerksam. In Wales startet gerade eine neue Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen: One Step Too Far. Wie die BBC berichtet, ist das Ziel dabei, bereits vermeintlich harmlose Belästigungen anzugehen.
Nadine vom Missy Magazine greift das Thema auf: Nein, Männer sind nicht die Bösen in diesem widerwärtigen Spielchen und Frauen nicht per se Opfer. Das Hauptproblem von Sexismus sehe ich immer noch in der Internalisierung und Bagatellisierung von Sexismus auf beiden Seiten.
Das Piratenweib spinnt das Netz weiter. Ob die Aktion eine solche Veränderung im Verhalten bewirken kann, oder ob sie nur von denen verstanden und akzeptiert wird, die sich sowieso schon Gedanken über diese Themen machen, sei mal dahin gestellt. Interessant und neu ist für mich dabei, dass eben nicht Frauen dafür verantwortlich gemacht werden, dass sie “blöd angemacht” werden, sondern der Ball hier zu den Tätern zurückgespielt wird.
Und ich schließe mich der Fragestellung an. “To you it’s nothing – but it all adds up”. Wer startet diese Kampagne nun in Deutschland?
Ab und an habe ich früher gedacht, so unbeschwert müsste man twittern können. (und denten und und und) Den Beruf nach außen bringen, sich öffnen und Kontaktstellen anbieten. Aber andererseits bleibt dann eben auch nur der Beruf. Wie auch immer: Ich dachte Christian Spannagel macht das super. Aber wie er das alles so getrennt hält war mir ein Rätsel. Männer, dachte ich mir. Die können das: ohne Probleme in getrennten Welten leben.
(Mann möge mir verzeihen. Manchmal glaube ich wirklich, dass es die beiden entfernten Planeten für gibt.)
Es gibt so viele banale Wahrheiten. „Wo viel Licht ist, ist viel Schatten.“ zum Beispiel. Aber auch: „Keine Rosen ohne Dornen“
Je älter ich werde, desto fadenscheinischer wirken die Sprichwörter auf mich. Für alle Fälle gibt es ein geeignetes und meistens geht es einfach darum, dass das Leben möglichst einfach weiter geht. Es ist hinzunehmen, das Leben. Anzunehmen. Mit all seinen Besonderheiten. Wenn es schwer und traurig wird, dann ist die Tragödienrolle dran. Wen’s erwischt, der hat sein Beutelchen zu tragen. Am Besten zu unserer aller Ehren, damit wir ein wenig mitseufzen können. Ein wenig Schwermut in uns aufnehmen, um uns dann umzudrehen und uns wieder unserem Leben zuzuwenden.
Jede nimmt die Karte, die ihr das Leben austeilt. Und wehe: jemand schmeist die Karten hin!
Das mögen wir gar nicht. Überhaupt nicht. In unserem Lebenstheater sind die Rollen festgelegt. Oder doch nicht?
Wahrscheinlich nicht. Es ist einfach ein Szenario, das ich erfunden habe.
Wer sind die Schwachen? Wer bestimmt, wer schwach ist und wer stark? Wer sind wir und wer sind die anderen? Ich bin manchmal schwach. Zum Glück nicht mehr wirtschaftlich, aber oft körperlich. Manchmal auch mental – wenn man das so nennen kann. Träumerinnen sind angreifbar. Verletzbar. Verletzlich passt an dieser Stelle vielleicht besser.
Die politischen Ereignisse der letzten Wochen lösen Ohnmacht bei mir aus. Es ist wie ein Tagtraum, den ich schon so lange geträumt habe. Warum sehen so wenig Menschen, die doch angeblich immer so fest auf dem Boden der Tatsachen stehen nicht wohin die Reise geht?
Warum nehmen nicht ein paar Menschen, die nächste Abzweigung? Schließen sich einer anderen Reiseleitung an?
Es gibt andere Lebensmodelle. Einige.
Es gibt andere Lebenskonzepte. Verschiedene.
Personalratsarbeit ist schwierige Arbeit. Mühselige Arbeit, streßig und sie fordert die ganze Persönlichkeit. Ist es das wert? Ab und an frage ich mich das. Aber sofort denke ich: Klar ist es das wert! Jeder Milimeter, den wir Raum gewinnen ist es wert.
Die Gesetze werden immer weiter aufgeweicht. Aber noch gibt es die Mitbestimmung. Noch. Und leider nur für wenige.
Mehr als Hälfte der sozialversicherungspflichtigen Jobs werden schon nicht mehr nach Tariflohn bezahlt.
Wir driften immer weiter ab. Aber wo werden wir landen?
Wahrscheinlich gar nicht in der nächsten Zeit. Wir sind in die Stromschnellen geraten und die trudeln und sprudeln und reißen uns mit.
Ich mag keine Nachrichten kucken und mag nicht nachsehen, was die Koalition am Wochenende alles ausgeklügelt hat. Es kommt wie es kommen muss. So wie es schon die ganze Zeit abzusehen war.
Auf identi.ca schrieb der Bembel #Merkel hat mal gesagt, plötzlich standen die Banken vor der Tür und wollten Geld, sonst kracht’s – was, wenn mal das Volk vor der Tür steht
Ja, was wäre dann? Wir werden es wohl nie erfahren, weil das Volk sich nicht aufraffen wird. Wahrscheinlich gibt es das Volk gar nicht mehr. Ich habe es jedenfalls lange nicht gesehen.
Ihr?
Hacker versuchen zu erklären, was ein Druckertreiber ist. Das Video wurde Anfang 1990 auf dem CoCon Congress des Chaos Computer Clubs in Berlin im „Haus der jungen Talente“ (heute: Podewil) aufgenommen. Rena Tangens hat es zusammen mit Barbara Thöns 1990 aufgenommen. Es sind bekannte Namen dabei: @rop_g, Pengo, W. Holland, A. M.-Maguhn