Früher working-poor, jetzt poor
-
Armut pur, aber ohne soziales Netz – das kennzeichnet für Barbara Ehrenreich die eigentlichen Opfer der Rezession in den USA
Max Böhnel
mehr strahlend als stochernd
mehr stichelnd als glänzend
fast zärtlich
ein Strich und keine Linie
gemalt statt gezeichnet
mit Kreide
in den Sand
YouTube macht’s möglich.
Eigenes Fenster Als Mensch war er sicher nicht der sympathischste, aber als Maler war er genial: Vielseitig, kreativ und vor allem auch geschäftstüchtig.
Hier noch ein kurzer Link und hier noch einer. Wenn ich mich nicht täusche, stammen die Ausschnitte alle aus einem Dokumentationsfilm über Pablo Picasso: Mysterium Picasso
Heute abend kommt ein Wallander-Krimi. Mit neuem Wallander-Schauspieler. Es ist immer wieder eine Umgewöhnung die Figur des Kommisars in einem anderen Gesicht, einem anderem Körper, einer anderen Sprache wiederzufinden. In der Frankfurter Rundschau werden die drei neuen Folgen ziemlich heruntergeputzt. Nicht ganz fair, finde ich eine Kritik über die Wallander-Krimis zu schreiben, wenn man den Schriftsteller Mankell nicht mag. Ich mag ihn manchmal auch nicht. Er prangert die Gewalt in der Welt an, in dem er heftig Gewalt in der Kleinstadtidylle schildert. Ob das immer nötig ist, wage ich zu bezweifeln. Aber unabhängig davon ist er ein guter Krimischreiber. Mit Figuren, die berühren.
Das fragt sich Franzi in ihrem neu begonnen Litblog. Es gibt so viele Menschen, die von sich behaupten, dass sie regelmäßig Lyrik lesen, es gibt so viele Poetry-Slams und ähnliche Veranstaltungen, aber auf den Verkauf von Lyrik hat das kaum Auswirkungen.
Es gibt viele Aspekte, die Einfluss darauf haben, ich habe mich an einer Antwort versucht und beginne mit dem, was für mich offensichtlich ist:
Das ist eine wirklich eine schwierige Frage. Einen Aspekt, das mangelnde Angebot, hast du ja schon angesprochen. Außer dem halben Regalmeter Gedichte von den Klassikern liegen natürlich an den Kassen wieder die kleinen Geschenkbändchen, die durchaus Lyrik enthalten, die aber eher auf dem Niveau von Kalenderblättern angesiedelt sind. Vielleicht wird Lyrik heute auch anders “konsumiert”: In Hörbüchern, Rap-texten, in Blogs wird viel Lyrik zitiert, vielleicht ist das eine andere Form der Verbreitung.
Ich will hier kurz noch meine eigene Erfahrung mit meinem Lyrikband beschreiben. Als ich meinen Gedichtband veröffentlichte bin ich nicht davon ausgegangen, dass er besonders erfolgreich wird. Von den Verkaufszahlen her lag ich damit auch richtig, womit ich nicht gerechnet hatte, waren die persönlichen Reaktionen: Die waren umwerfend. Gerade von den Menschen, die sonst nicht viel mit Lyrik zu tun hatten. Von meinen drei Büchern, war es der Band, der die meisten Emotionen hervorrief. Das hat mich sehr, sehr überrascht. Es zeigt mir aber auch die Kraft, die in Gedichten steckt.
Na na. Statt brav meine morgendlichen Aufgaben zu erledigen, erwische ich mich doch glatt beim disziplinlosem Rumsurfen. Nein, so geht das nicht. Auch der Sonntag wünscht sich ein respektvolles Behandeln, wo er sich doch extra für mich fein gemacht hat und die Sonne rausgeschickt hat – und jetzt muss ich mich schon wieder beeilen. Das wäre alles nicht passiert, wenn …
hat Julia erwischt. Sie leidet, ringt mit sich und ihrem Blog. Enttäuschung klingt mit. Enttäuschung und vielleicht ein wenig Orientierungslosigkeit.
Es scheint viele Menschen zu geben, die viel Hoffnung und hohe Erwartungen in ihr Blog setzen. Das Blog steht für ein symbolisches Ziel. Es ist Rechtfertigung und Herausforderung. Die Zugriffszahlen und die Ranglisten sorgen für Genugtuung oder für Resignation.
Aber am Ende ist doch ein Blog nichts weiter als ein Blog. Es ist das, was wir damit machen, es ist ein Teil von uns. Wir können es lieben, wir können es hassen, wir können es auch wie ein ungeliebtes Spielzeug in die Ecke werfen. Ein Blog ist ein Blog. Es lebt durch die, die es betreiben. Es lässt uns die Welt aus einer bestimmten Perspektive sehen. Die anderen Perspektiven gibt es trotzdem noch. Die Welt ist mehr als ein Blog. Viel mehr – und trotzdem würde ich um nichts auf der Welt auf meine Blogs verzichten wollen.
Ich bin immer noch müde. Müde und schlapp. Obwohl die Sonne auf mich herunter lächelt und mir eine schöne Zeit wünscht. Eine vergnügsame Zeit. Innerlich verabschiede ich mich schon. Möchte am liebsten alle Wege nur noch mit dem Fotoapparat entlang gehen und alles festhalten. Hier bin ich so oft gegangen und das war unser Lieblingsweg. Wie die Bäume im Winter im so schön aussahen und der Herbst alles immer in Farben getaucht hat! Und dann erinnere ich mich, dass es doch noch gar nicht so weit ist, dass es noch dauert, dass die Entscheidungen erst noch auf mich zu kommen. Dann versuche ich tief durchzuatmen – und fange sofort neue Pläne an zu schmieden. So soll alles werden – oder nein: besser doch ganz anders. Allerdings wäre die Variante auch nicht schlecht.
Ich bin angeregt. Angeregt und aufgeregt.
Bin unendlich müde und mühe mich, die Augen aufzuhalten. Nicht einschlafen, bloß nicht einschlafen. Ich hasse das um diese Uhrzeit. Ich falle dann in einen Tiefschlaf, aus dem mich nichts mehr wecken kann und mitten in der Nacht wache ich auf und bin orientierungslos. Ich bin so unendlich müde. Trage Geheimnisse in meinem Herzen. Operiere an neuen Zukunftsplänen, da wo sich jahrelang nicht bewegt hat, bewegt sich jetzt ganz plötzlich etwas. Meine Welt vibriert, sie gerät in Bewegung und ich bin totmüde. So müde. So schlapp. So schlaff. Meine Augen fallen zu. Nichts hält sie mehr auf.
Passt gut auf euch auf.