Meer

Immer noch hin und her gerissen zwischen Heimweh und Rückkehrangst.
Als könnte sich mein schönes,neues Leben verkrümmelt haben, solange ich mich in der Ferne tummle.
Als könne es sich plötzlich in Luft auflösen und wäre mir dann nicht mehr zugänglich,

Die Gewissheit fehlt so sehr.

20131004-101530.jpg

20131004-101548.jpg
Das Mittelmeer macht in der Zwischenzeit auf Atlantik. Es braust und tost, es brüllt und tobt.
Ich hab schon verstanden, was es sagen will – ist schließlich nicht zu überhören.

Lebensticker

++++
Ich schließe mich an @engl: ich bestehe auf ein leben in der mir angemessenen zartheit. (dies ist eine politische aussage/forderung!)
++++
Schwanke zwischen Heimweh und Rückkehrangst
++++
Arbeite gegen meine Konfliktscheuheit, das scheint das Lebensprojekt 50+ zu werden
++++
Für die 60+ bestehe ich auf eine projektfreie Lebenszeit
++++
Vor ein paar Tagen eine Erscheinung im Traum gehabt – unheimliches Glücksgefühl – mehr Glück und viel heimlich
++++
die poetische Seite nach innen gekehrt
++++
einen Unfall verursacht, der mir im Herzen schmerzt
++++

20131002-174645.jpg

Mehr Gewalt

Warum folgt man der Mehrheit? Weil sie mehr Recht hat? Nein, sondern weil sie mehr Gewalt hat.

Das Zitat von Blaise Pascal fällt mir heute ein.
Es gilt seit letzten Sonntag immer noch: ich suche nach einem Weg, die Mehrheitsentscheidung mit Würde zu ertragen.

Die AfD gewinnt mit jedem Tag hinzu und lässt Schlimmes für die Eurowahlen ahnen. 4,5% der Verdi-Mitglieder haben sie gewählt. Das macht mir Angst.

Die Braunen haben sich ein erfolgreiches Mäntelchen umgelegt.

Mein liebes Tagebuch

Euch interessiert es sicher nicht, aber Blog ist doch auch und immer noch ein Web-Tagebuch und für den Fall, dass ich es später nachlesen wollte, notiere ich:
Die Zahl der Mückenstiche ist immer eine Primzahl

Der anatomische Einstichort – bei mir, nicht bei der Mücke – ist abwechselnd gewöhnlich und gewöhnungsbedürftig

Die Mücke ist nur in meiner Schriftsprache eine Mücke, eine Mücke ist eine Fliege, aber die Fliege kommt nicht über meine Lippen, das bin ich meinem Restdialekt schuldig

Ansonsten quälen mich Charakterschweine nachts, vollkommen unangemessen, hast du sonst keine Sorgen, beschimpfe ich mich, wirkungslos – denn selbstverständlich liegt die Existenz jeden einzelnen Charakterschweins in meiner persönlichen Verantwortung. Ist doch klar.

In diesem Zusammenhang – nein, das lösche ich jetzt doch. Die individuellen Vorwürfe der Mütter an die Töchter unter liegen der Selbstzensur.

Wir sind schon da

Hihi, die Igelin bringt den Hasen zur Verzweiflung.
Ich tippe mal: die Verzweiflung war schon vorher da.

Wer bin ich?

Wer bin ich? Und wer bist du? Fragt Fidi auf Facebook.

Ich antworte sinngemäß, dass ich immer sehr genau weiß, wer ich bin und dass sich dieses Wissen nicht überheblich sondern sehr demütig anfühlt.
Fidi fragt noch einmal nach, ob ich damit meine Grenzen, meine Stärken und Schwächen meine.

Nein, ich meinte schon meine Identität als Claudia K. Allerdings habe ich auch manchmal Fragen zu dieser Identität. Dann aber eher erklärende. Z.B warum ich manchmal traurig, schwach oder konfliktscheu bin. ( das sind jetzt nur drei zufällig ausgewählte Beispiele) vielleicht habe ich sehr früh in meinem Leben lernen müssen, dass es zum Überleben sehr wichtig ist, dass ich meine Identität genau kenne.
Aber vielleicht ist auch alles ganz anders und ich habe einfach eine große Angst davor, diese Identität zu verlieren

Wie ist das bei euch? Ist euch eure Identität auch so wichtig?

Strand-Still-Leben

es lebt sich still am Strand
umraunt von Plauderstimmen
ein plätscherndes Meer
und flatternde Bücher
die Rätsel geben Geheimnisse nicht preis
vor getönten Gläsern
wachsen Wolken in den Himmel
es lebt sich still am Strand

Tanzen

Sie tanzen schon so lange. Heute in viel schönerer Umgebung. Damals als wir sie das erste Mal sahen. Als ich meinen roten Rollkoffer zum ersten Mal die Straße in Llanca hinter mir herzog, da tanzten sie mitten auf der Straße.
Damals war es noch wichtiger, dass bei den Beerdigungen, die Autos vor der Friedhofskirche ihre Rumde drehen durften.
Sehen und gesehen werden. Auch diese Mode ändert sich.

20130926-165125.jpg

Rechte Gesinnung

diese Typen, die an alles appellieren, was schlecht ist in und: Neid, Geiz, Angst, Hass, und dabei ganz gerührt von sich sind, was für gute Menschen sie doch seien.

Aus „Alle Tage“ von Terezia Mora

Wie gut sie das ausdrückt!

Bundestagswahl 2013

Und ich dachte, ich trage das Wahlergebnis mit Fassung. Desillusioniert aber mit Fassung. Jetzt könnte ich heulen vor Schmerz und Unglück. Vier Jahre meiner Lebenszeit, die immer kostbarer wird, dahin. Vier Jahre wieder Schatten und Eiszeit für so viele Menschen, die ich mag.
Deutschland, du bist so gerne braun!
Manche laufen vorne mit herum, die anderen ziehen sich ein braunes, christliches Jäckchen an.

Nein, Fassung bewahren sieht anders aus. Ich brauche dringend eine kuschelige Parallelwelt für’s Gemüt.

Nachtrag: Antje Schrupp meint die Macker-Strategien der Parteien haben sie dahin geführt, wo sie heute stehen. Das mag sein, aber ein Desaster ist es eben. Meine Brille sieht gerade nur noch schwarzbraun.
Bitte, bitte lass mich aus diesem Alptraum erwachen!

Wohin eine absolute Mehrheit führt, habe ich in meinem dienstlichen Alltag erlebt. Ungut, sehr ungut fühlt sich das von innen (im Amt) an.
Ihr habt also gewählt und ich gehe mir jetzt eine Parallelwelt suchen.
(Ich hab auch gewählt, mit Herz und Verstand.)

20130922-195840.jpg