Llanca mit Strickgraffiti

Llanca mit Strickgraffiti im Häkeldesign

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Erinnerung an das Strickgraffiti, das ich im Frühjahr dort hinterlassen habe.

Glücklich sein

Glücklich sein ist soooo langweilig, heißt es. Die Menschen interessieren sich nicht für andere glückliche Menschen, heißt es. Das Unglück und die Katastrophen ziehen Aufmerksamkeit auf sich.
Aber mir macht es nicht im geringsten etwas aus euch mit meinem unspektakulären kleinen privaten Glück zu langweilen.

Es ist schön hier – und trotzdem packe ich bald meinen kleinen roten Rollkoffer und ziehe mit ihm nach Süden. Nur mal kurz.
Und weil es so schön ist. Und weil ich es kann. Und weil ich noch Entscheidungen treffen will.

Ich bin glücklich.

So glücklich

Jedesmal wenn ich meine Wohnung betrete, bin ich glücklich. So glücklich. Manchmal denke ich, dass das gar nicht geht. So glücklich zu sein, einfach durch das Nachhause kommen.

Es fühlt sich an wie Leben. Nicht im mindesten wie ein Traum. Es fühlt sich an wie mein Leben.

Als hätte es auf mich gewartet.

Aufgerichtet

Immer wieder schön, die aufgerichteten Symbole des patriarchalen Systems. Als Menschenfreundin bin ich ja auch eine Männerfreundin und sehr gerührt, wenn sie so fasziniert sind von ihren aufrechten Symbolen.
Und wenn sie sich materialisieren, dieser Glanz in Männeraugen!
Was für ein Fest.

Hach, wenn sie doch immer was zum Aufrichten hätten. Dann könnte viel Zerstörungsenergie umgewandelt werden: in glänzende Männeraugen.

Nie wieder Krieg. Das wäre ein Tausch nach meinem Geschmack.

Taktik X

das Böse in die
Wolken geschrieben
in der Hoffnung
dass es mit ihnen
weiterzieht

Leichte Sprache

Netzwerk Leichte Sprache
Der Link kriegt hier in der Sammelmappe seinen Platz, damit ich ihn bei Bedarf wiederfinde.
Regeln für Leichte Sprache gibt es bei diesem Netzwerk selbstverständlich auch.

Yarncamp

Ich wäre morgen gerne auf dem Yarncamp gewesen. Aber es hat nicht sein sollen. Vielleicht habe ich nächstes Jahr mehr Glück. Aber dafür hat es heute morgen noch mit der Wolllustigkeit geklappt. Jetzt heißt es nur: zurückhalten, damit die Wolle nicht schon vor dem Urlaub ausgestrickt ist.

Ansonsten lichtet sich langsam das ominöse Gefühl, dass die Welt sich schneller dreht, als ich denken – und vorallem handeln – kann.
Ich freue mich auf den Herbst, auf den Winter, auf Weihnachten, das ich doch gar nicht feiere, auch auf Silvester, für das das Gleiche gilt. Ich freue mich auf einen verschneiten Bornheimer Hang und auf den Frühling, der dann kommt. Auf einen Balkon, den ich bepflanze, soweit mir das möglich ist. Ich freue mich auf viel Besuch und liebe Menschen.
Vielleicht auch auf Reisen, wenn ich mich dazu entscheiden kann.

Das Leben ist gerade ganz besonders nett, zutraulich und liebevoll zu mir.

Mit Liebe zum Detail

Kinder kommen in meinem Alltag selten vor. Das liegt vor allem an meinem Lebensrhythmus und an meiner Lebensweise. Selbst jetzt, wo sie mir in den Containern vor die Nase gesetzt werden. (Der Kindergarten wird renoviert und muss jetzt in die Container auf der Wiese zwischen den Häusern ziehen.)
Ich gehe vor ihnen aus dem Haus und komme zurück, wenn sie schon wieder weg sind.
Um so schöner finde ich, wenn sie mir ihre Spuren hinterlassen.
(Das gilt auch für Spuren, die nicht ganz so poetisch wie die auf dem Foto sind.)

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Einnehmend

meine Befindlichkeiten lass ich mir nicht nehmen

ich säe sie in jedes Herz
das mir zu nahe kommt
und lasse sie
in die neuen Tage
wurzeln

Entscheidungsstau

Bis Mitte nächsten Jahres stehen bei mir insgesamt fünf Anlässe an, die ich bald entscheiden sollte, wenn ich sie realisieren möchte.
Hamburg, Cuba, Berlin, Paris und Klagenfurt. Aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ja. Nein. Ja. Nein. Nein. Ja. Ach, ich komme auf keinen grünen Zweig mit dem sammeln der Argumente. Es gibt welche dafür, welche dagegen, aber ich weiß einfach nicht, was mir wichtig ist.