Grimme Online Award

Gleich beginnt der Livestream des Grimme Online Award.

Daumen drücken für die #aufschrei-Frauen.

Oh, ist das bieder. Ich bin richtig geschockt. Die Zielgruppe kann nur die 100+ sein. Anders kann ich mir das nicht erklären.

#aufschrei als Preisträgerinnen freut mich natürlich.  Herzlichen Glückwunsch!

(Ansonsten bin ich immer noch am Kopfschütteln und kann es nicht fassen. Schnell, nichts wie weg. Schlechtes Karma. Ganz schlechtes Karma.)

 

ans ende der welt

Zum Start ins Wochenende ein Besuch auf der Insel. Sehr empfehlenswert.

Gewichtige Politik als Waagnis

Ich kleckere euch die gewaagten Fundstücke über die Sammelmappe.
Wie z.B. Den von Nele über die Symbiose von Gewicht und Politik.
Sie bezieht sich dabei auch auf den Beitrag von Antje und mir fällt in diesem Zusammenhang auf wie oft ein ominöses wir in Beiträgen zu finden ist. Wir finden das wir und fühlen das wir und meinen das ich, das sich in der Spiegelgalerie unserer Erinnerungen tausendfach spiegelt. Sich wieder und widerspiegelt bis aus dem Ich eine brauchbare Gruppe wir wird.

Ausflug

Wie verträgt sich das Morgen? Unwetterwarnung und ein Ausflug zur Grube Messel? Werde ich drin absaufen oder wird mich ein Blitz erschlagen?

Kann mir allerhand düstere Szenarien ausmalen. Und da vor der Grube Messel noch die Bahnanreise liegt, lässt sich das beliebig ausschmücken.
Diese Woche schon im Angebot: Blockierende Türen, verpasste Anschlusszüge, Weichenstörung, defekter Zug vor uns auf dem Gleis und: „Wir müssen den Bahnübergang anfahren, ihn dann sichern ehe wir weiter fahren“ im ICE.
Ich käme nie auf den Gedanken, mich über defekte Klimaanlagen zu beschweren … na ja höchstens, wenn sie dazu führen, dass der komplette Zug nicht fährt.
Schön – auch die Anzeige, dass der Wagen 9 leer und verschlossen ist.

Noch ein Waagnis

Finde ich schön, wie sich die Texte mehren.

Gezi-Park

Schon die Tweets zum #gezipark aus der Türkei sind schwer auszuhalten, deshalb erspare ich es mir nach den Livebilder zu suchen.

Und immer wieder diese Gewalt. Diese Demonstration der Mächtigen. Diese Härte. Diese Skrupellosigkeit. Diese Aggresivität.

Sie haben viel zu verlieren, wie eins sieht. Viel zu verlieren haben aber auch wir.

Mir macht das Angst.

Der längste Umzug meines Lebens

Das wird der längste Umzug meines Lebens werden. Ich staune und frage mich, wie das früher immer in viel kürzerer Zeit geklappt hat.

Einerseits liegt es daran, dass ich nur so selten in der Wohnung bin, andererseits … Nein, da fällt mir kein Argument ein. Es dauert einfach alles lange. Im Moment bin ich noch viel beim Entsorgen und mein Selbstbild verändert sich dabei enorm. Ich dachte immer, dass ich wenig Sachen anhäufe, aber jetzt merke ich, dass ich zu dem Schluss gekommen bin, weil ich mich mit anderen verglichen haben.

Im Vergleich zu anderen habe ich wenig materielle Sachen angehäuft. Im Vergleich zu meinen eigenen Ansprüchen viel zu viel.

Vor allem Papierkram. Es staubt in allen Ecken. Jetzt muss es endlich daran glauben.

Mein iPad zickt während ich weiterschreiben möchte.

Nun ja, dann beuge ich mich der höheren Gewalt.

Nachtrag: ich kann mir schon eine Höhle bauen mit den gepackten Kartons. Oder ein Schloss oder eine Burg, meint das Wortmeer. Aber die Höhle kommt meinem Bedürfnis näher. Bin schließlich ein Arbeiterkind mit einer Abneigung gegen den Adel und Konsorten. Und mit dem Schlossblick habe ich mich die letzten Jahre schon trösten müssen.

Nee, eine Höhle ist mir lieber.

 

 

 

Zweites Waagnis

Ah, da ist er ja. Der Blogbeitrag, der genau das schildert, was ich in meinem letzten Kommentar ansprach.

 

Bei mir nur ein vages Gefühl, aber bei Riotmango  ausführlich erläutert.

Waagnis

Gute Aktion: #waagnis
Allerdings werde ich meine Waage nicht aussetzen. Sie gefällt mir gut, tausendmal besser als ihre Vorgängerinnen. Mal benutze ich sie und mal benutze ich sie nicht. Mal fixiere ich die Zahlen, die sie mir anzeigt – das mache ich auch mit den Zahlen auf meinen Kontoauszügen – allerdings kümmeren auch die sich nicht um meine Fixierung. Und da sie sich nicht für mich interessieren, verliere ich das Interesse dann auch wieder an ihnen. Solange, bis ich es wieder finde.

Aber ich will nicht abschweifen. Ninia trifft den Kern des Problems sehr gut. Die Waage ist zur Kontrollinstanz geworden. Sie mahnt an. Aber was eigentlich? Sie gibt die Zahlen vor und dahinter stehen Gefühle, Image, Zuschreibungen. Dahinter steht ein irrer Wahnsinn. Ein Konsum- und Identitätsterror.

Wer sein Gewicht nicht unter Kontrolle hat, hat sein Leben nicht unter Kontrolle. Das ist die These, die im Raum steht. Und wie die Kontrolle aussehen soll, davon hat jede irgendwie eine Vorstellung. Ein Durchschnittsgewicht für einen Durchschnittskörper in einem Durchschnittsleben.

Nein, danke! Das klappt bei mir nicht. Warum auch.

Auf mich kommt eine neue Herausforderung zu: die Wechseljahre. Die schreiben sich mir ins Gesicht und in die Seele. Frauen in den Wechseljahren werden unsichtbar. Sie fallen durch alle Raster. Und raus bist du – heißt es im Alltag. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie immer. Aber ein Lichtblick sind sie nicht.
Höchstens ein Zementblock.

Ich wünsche der Aktion viel Erfolg!

Die weiteren Links dazu:
Kathrin: Weg mit der Waage – her mit dem Körpergefühl
Johanna: Die räudige Straßenwaage – bitte mitnehmen
Maike: Lebe wohl!
Journelle: Make (self-)love not diet oder #waagnis ist ein Anfang
Happy Schnitzel: Triggerwarnung.
Leelah: Vom Wiegen und Körperwaagen – ein #waagnis
FrauMutti: #waagnis 

Waagnis-Tumblr

 

Monnem

20130609-123157.jpg

20130609-123215.jpg

20130609-123232.jpg