Ja
Ja, ich bin noch da. Introvertiert und eingerollt in mein Schneckenhaus.
Das Glück inwendig genießend.
Mehr verrate ich nicht.
Ja, ich bin noch da. Introvertiert und eingerollt in mein Schneckenhaus.
Das Glück inwendig genießend.
Mehr verrate ich nicht.
Komme den ganzen Abend schon nicht in meine e-Mails und werde langsam nervös. Ist wohl doch nicht so weit her mit der Ausfallsicherheit. Denn nicht nur gmx ist betroffen. Irgendwie sind die Server dann doch wieder alle an einem Standort und damit ähnlich gefährdet.
IT-Ausfälle sind mittlerweile richtige Belastungen für das Herz-Kreislauf-System. Es fährt sofort in die Glieder, wenn ein Teil nicht mehr zu erreichen ist. Vom Gemüt will ich gar nicht sprechen.
die Schwere
drückt das
Leben zu Boden
ohne zuzugeben
wessen Bote
sie ist
Anne Roth macht einen neuen Anlauf für eine Speakerinnen Plattform:
Es wird einen neuen Anlauf geben, die schon existierende und viel genutzte Speakerinnen-Listezu verfeinern. Hintergrund: bei vielen Panels und Konferenzen und Podcasts und Sendungen sprechen viel weniger Frauen als repräsentativ wäre.
Wenn das kritisiert wird, liegt es immer daran, dass keine geeigneten Frauen gefunden wurden. Um dem abzuhelfen, gibt es die Liste. Aus verschiedenen Gründen ist sie verbesserungsfähig. Nach einem Gespräch nachts bei Twitter gab es Anfang November einen Anlauf für Speakerinnen 2.0, der krankheitsbedingt ausfiel. Hier nachzulesen: “Ich habe einfach keine Referentin gefunden!”
Deswegen jetzt nochmal:
Am Mittwoch, den 5. Dezember
um 20 Uhr
im Partizip Futur, Wattstr. 10 in Berlin
wollen wir anfangen, an Speakerinnen 2.0 zu arbeiten.
CC-BY: Kathy Meßmer und Sonya Winterberg

Heute muss ich einfach mal das Loblied auf das Bloggen singen. Oder konkreter gesagt: das auf die Sammelmappe. Ich mag das Bloggen ja sehr, wenn es so als Gemischtwarenladen daher kommt und ich mag ganz besonders mein persönliches Blog. Es gibt zwar auch Tage, da ächze und stöhne ich unter der Last: bloß keine Äußerung zum privaten Umfeld machen, bloß nicht etwas über den Ärger in der Arbeit schreiben usw.
Aber über die vielen Jahren hat sich die Sammelmappe zu einem wichtigen Teil meines Lebens entwickelt. Sie dient als Erinnerungsspeicher, sie entspannt mich, wenn ich unter Stress stehe, sie zwingt mich zum Denken und Abstrahieren. Sie sortiert meine Gedanken und Gefühle.
Ich möchte sie nicht mehr missen.
Vor kurzem hat mich ein Eintrag bei Claudia Klinger nachdenklich gemacht. Da ging es darum, wie schnell Einträge und Texte verschwunden sein können, wenn wir gestorben sind. (Ha ha, auch wieder so ein Mythos: Das Internet vergisst nichts.) Aber das Nachdenken hat mich dann doch nur zu dem Punkt gebracht, dass das dann auch nicht schlimm wäre.
Von mir muss nichts mehr weiterexistieren, wenn ich tot bin. Nichts materielles und nichts virtuelles.
Ist schon alles richtig so. Bewusst wurde mir aber auch: wäre schade, wenn die Sachen vorher verloren gingen und dann gebe ich Claudia wieder recht: Texte sollten verstreut werden, wenn sie nicht nur für sich selbst geschrieben sind.
Verstreut in alle Winde.
Workshop: Feminismus Schreiben Lernen
Sprache geht nicht in perfekt. Ich kann mir vielleicht ein Vokabular aneignen, mit dem ich besser als vorher in der Lage bin, Diskriminierungen zum umgehen oder sichtbar zu machen anstatt sie einfach selbstverständlich fortzuschreiben, aber damit wird man nicht fertig – irgendwer bleibt immer ungenannt, jede Nennung festigt die Einteilung in Gruppen und die damit entstehende Problematik und wenn ich alles bedenken und mitsprechen will, wird die Gruppe derer, die mich verstehen können und wollen immer kleiner.
(Über Twitter bei Somlu gefunden)
Antje ist Facebook dankbar. Hört sich bei mir sehr nach Überschwang an. Aber ich sage nein. Nein es nervt nicht zu kritisieren, was zu kritisieren ist. Im Gegenteil.
Facebook dankbar? Muss nicht sein. Es ist eine Datenkrake und es ist gut, gut, gut, wenn das oft und ausdauernd gesagt und geschrieben wird.
Du musst ja nicht hinhören, wenn du es schon weißt. Aber es ist wichtig, dass es immer wieder Gesprächsstoff ist. Es ist nun mal keine heile Welt. Es ist ein gefährliches Pflaster.
Nachtrag: um so gefährlicher, weil es so verführerisch ist. Benni liegt mit seinem „vergifteten Geschenk“ da sehr richtig.
Und wenn wir schon dabei sind: für Internet-Beginner sicher am gefährlichsten.
Ich sitze hier und traue mich nicht, das in die Sammelmappe zu schreiben, was mich heute beschäftigt.
So belanglos – und trotzdem so kompliziert für mich. Aber eben belanglos im Vergleich mit Piri.
Ich könnte weinen, und hab schon geweint. Ich könnte schreien, weil das Schicksal sie so im Regen stehen lässt. Es ist so verdammt schwer, das Leben mit den beiden lieben, charmanten, aufgeschlossenen, aber doch so schwer behinderten Kindern.
Ich will nicht so phantasielos sein und die Frage nach dem Warum stellen. Ich bin alt genug um zu wissen, dass es da nie eine Antwort darauf gibt. Es gibt nichts, was das Gefühl beruhigen kann.
Es gibt nur dieses Ausgeliefertsein. Einzig und allein das.
Hätte Lust mich zu versöhnen. Gibt aber gerade niemand mit dem ich verkracht und verfeindet bin.
Ein Versäumnis meinerseits. Sollte ich mir für andere Zeiten merken.
Einziger Ausweg, den ich im Auge habe: Könnte mich wegen der siebzehn Sünden, die ich heute begangen habe mit mir selbst verfeinden und anschließend wieder versöhnen.
Aber da bleibt ein Risiko. Ein hohes Risiko.
Was, wenn ich bis dahin nicht mehr in Versöhnungsstimmung bin? Dann bleibe ich auf ewig verfeindet mit mir.
Na, dann eben nicht. Muss es heute ohne gehen.
Irgendwie komme ich mir als berufstätige Frau immer blöd vor mit den republica-Tickets. Der Vorverkauf der billigen Tickets startet immer dann, wenn unsereins sich daran nicht beteiligen kann. Charmant kokettiert man jetzt sogar mit dem Versagen, wollte natürlich alles besser machen. Aber leider kam der Murphy dazwischen.
Ein Beigeschmack bleibt bei mir, wenn ich jetzt heute abend das um 50% teurere Ticket kaufen soll.
Ob das die richtige Verkaufsstrategie ist? Wahrscheinlich schon. Man kann es sich eben erlauben so zu agieren.
Aber mir verdirbt es auf die Dauer dann doch den Appetit.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…