Den Rückstand von gestern nicht aufgeholt, aber dafür heute fulminant in einen ironischen Text gestartet. Ich und ein witziger Text – das kann ja ein heiteres Novemberschreiben werden. Alles total abgehoben und so anders.
Wenn das mal gut geht!
Kann sein, dass ihr mich in ein paar Tagen trösten müsst. Aber was soll’s. Ich schreib jetzt noch ein bisschen weiter – und schüttle dabei den Kopf über mich.
Sachen gibt’s!
Der körperliche Angriff ging am guten Geschmack vorbei, sagt die Redaktion ZDF neo. Ihr wisst schon, die mit den unsäglichen Beitrag, die so manche an den Hardcore-Feminismus denken lässt.
Ja, ich mache noch Spaß. Aber mir ist nicht spaßig zu Mute. Ganz und gar nicht.
Am Schlimmsten finde ich, dass der Vorfall auch nicht als das gewertet wird, was er ist: eine Straftat. Ein körperlicher Angriff.
Sie bedauern den schlechten Geschmack. Ach nein, da bringe ich jetzt auch wieder etwas durcheinander. Eigentlich war ja alles nur lustig. Ein angetäsuchter körperlicher Angriff. Gewalt heißt das in meinem Sprachschatz. Geschmack, das war etwas anderes. Aber ich komme da gerade nicht drauf. Verstehe diesen sträflichen Humor ja nicht.
Was hat Antje vorhin auf Facebook geschrieben? In einer idealen Welt hätten die Umstehenden eingegriffen und dem jungen Mann erklärt, warum das nicht geht. Genau. So wäre das in einer Welt, die mir zusagt.
Ich muss mein Novemberschreiben vorverlegen. Müsste eigentlich schon angefangen haben. Bin schon ein paar Stunden im Rückstand. Hab mir Großes vorgenommen, bin aber nicht ganz überzeugt. Die böse, innere Stimme, eine Dauernörgerlin.
Was will ich mit der Challenge, wenn ich die Texte der vergangenen Jahre unüberarbeitet in den Ordnern und Dateien liegen habe? Melusine ist fleißig und überarbeitet ihren Roman, engl hat ihre Kurzgeschichten abgeschlossen.
Vorbilder, die ich ignorieren werde.
Hab nie ein Vorbild in einem Leben gebraucht. Wahrscheinlich hätte es mich mehr irritiert als inspiriert.
Trotzdem: warum immer diese Zweifel? Warum immer dieser Widerstand? Sie sind überflüssig. Ich weiß es, aber mir ist das Gefühl noch nicht zugänglich. Ich weiß schon jetzt, dass mich der Schreibrausch wieder packen wird.
Ich nenne es jetzt auch nicht mehr NaNoWriMo. Ist viel zu kompliziert und ich mag ja doch am liebsten meine eigenen Regeln.
Ach, ich schaff das jetzt nicht, diesen Artikel über den Ahnungslosen Hardcore-Feminismus von Melusine zu verlinken.
Das iPad will den Weg aus Facebook nicht finden. Ich hole das nach, sobald ich kann. ( Wäre schön, wenn jemanden den Link dazu in den Kommentaren postet.) Schon geschehen – vielen Dank!
Und dann kam abends noch über Twitter und Blogs der Hinweis auf eine (Achtung: Hier wird ein sexueller Übergriff gezeigt) Sendung in ZDF neo (ungefähr ab Minute 4-5), wo zwei junge Männer vor der Kamera eine Mutprobe daraus machen, einer Messehostess ohne deren Zustimmung an die Brüste und an den Hintern zu fassen und anschließend über die Reaktion der belästigten Frau zu lästern. Sie halten das für witzig.
Darüber gebloggt haben zuerst Der springende Punkt, dann Katrin Ganz, dann Helga Hansen, und vermutlich noch einige andere (und vielleicht gibt es auch noch weitere Aktionen).
Nachtrag 2: Der springende Punkt
die mädchenmannschaft hat in ihrer blogschau auf den übergriff hingewiesen – vielen dank dafür! viele menschen sind auf den übergriff aufmerksam gewurden und haben beschwerdemails sowie beschwerdetweets verfasst, so z. b. helga hansen, antje schrupp, iheartdigitallife, antje asmus, anna berg, fernseher kaputt, eva mathar, …das kann hier leider gerade nur eine kleine auswahl sein, aber es sind definitiv noch viel mehr menschen, die sich gegen den übergriff ausgesprochen haben.
Vielen Dank auch von mir, er so oft die Worte fehlen.
Unwillig verlasse ich das Land der Träume, von mir aus könnte das Traumnetz immer weiter und weiter gespinnt werden, über die Freizeit hinaus, alle Lebenswelten miteinander verstrickt und in einander verwebt. Das wäre das Paradies.
Aber das würden sie nie unzerstört lassen.
Träumerinnen sind gefährlich, sie ecken an – selbst wenn sie schweben. Sie erwecken Neid und Unwilligkeit. Vielleicht auch Unbehagen.
Nur eine Traumkunst ist erwünscht: die, die sich in Cash umwandelt. Was Geld bringt, muss von dieser Welt sein. Alles andere ist ungesundes Querulantentum.