Es tut so weh

Piri klagt über ihren Juckreiz und ich leide mit. Nichts ist okay, wenn der Juckreiz so stark ist. Überhaupt das Wort Juckreiz! Es ist viel zu schwach um das zu beschreiben, was da passiert. Bei mir jedenfalls war das so. Es hat mehrere Jahre gedauert bis ich herausgefunden habe, dass es eine Allergie gegen Brot und Backwaren ist.

Zum Schluss hatte ich manchmal sieben oder acht „Schübe“ am Tag. So nannte ich das. Die Schübe dauerten zwischen 20 – 30 Minuten und der Juckreiz selbst war – oder ist, denn manchmal erwischt er mich auch heute noch – wie ein Nervenschmerz. Er geht durch Mark, Bein, Hirn, Seele und Geist. Unbeschreiblich, wirklich unbeschreiblich und kaum zu vermitteln. Immer auf der Hut sein, um nicht doch aus Versehen zu Kratzen und damit das Leiden noch mehr zu verstärken.

Ja, die Haut ist der Spiegel zur Seele. Aber es ist auch umgekehrt: Wenn es der Haut nicht gut geht, wie kann es dann der Seele gut gehen?
Hätte ich die Ursache nicht nach diesen vielen Jahren gefunden, dann wäre mein Nervenkostüm sicher über kurz oder lang am Ende gewesen. Das lässt sich auf die Dauer nicht ertragen.

Höchstens mit einem Narkosemittel. Am Besten Vollnarkose. (Der Schluss ist nicht ernst gemeint und trotzdem ernst.)

Zum Beten verdonnert

Zum Beten verdonnert – oder besser gesagt: verurteilt. Arme Grundschulkinder. Ob das nicht anders ginge?

Coming Out als Nachlass

Mich macht es traurig, wenn ich das lese, aber ich gebe zu, wahrscheinlich ist es auch heute oft noch nötig. Da müssen sich manche Menschen entscheiden: Will in meine Träume verwirklichen oder will ich offen zu meiner sexuellen Identität stehen.
Ich kann verstehen, dass sich manche oder mancher für die beruflichen Träume entscheiden.

Traurig ist das dennoch.

Sehr, sehr traurig.

The root of all roots is I Love You

The #root of all #roots is I #Love You

Guerilla Gardening

http://www.guerilla-gardening-france.fr/

guerilla gardening

Dienstreise

Besser gesagt: Dienstgang

Dienstgang über die Eisenbahnbrücke

Das Lager der Narren

vielleicht ist es mir zu lange gelungen
geheim zu halten
dass ich eines Nachts
klammheimlich
vor lauter Lachen
ins Lager der Narren
gekugelt
bin

(Das Gedicht, das geheime Power enthält. – alt aber wirksam)

Keine Lobby haben Blinde


Die EU tritt auf die Bremse, und das bei einem heiklen Thema. Seit Jahren gibt es Pläne für einen internationalen Vertrag, der das Urheberrecht zu Gunsten Blinder und Sehbehinderter lockern soll. Hauptanliegen ist, die Übertragung von Büchern und anderen Sprachinhalten in geeignete Formate für Blinde auch ohne Zustimmung der Rechteinhaber zu gestatten. Die EU sprach sich jetzt aber bei der World Intellectual Property Organisation (WIPO), wo über den Vertrag verhandelt wird, in einer nichtöffentlichen Sitzung gegen diese Pläne aus.

zum Eintrag im lawblog

Unendlicher Spass

Für die Parallelgeschichten habe ich eine Woche gebraucht. Eine Urlaubswoche um genau zu sein, in der ich rund um die Uhr las. An „Unendlicher Spaß“ lese ich jetzt seit Wochen und bin bei 34%. Noch nie habe ich solange für ein Buch gebraucht und zwischendurch wollte ich auch schon ein paar Mal aufgeben. Das gab’s bei mir noch nie. Bücher werden zu Ende gelesen, auch die schlechten, denn dazu sind Bücher da, wenn ich sie denn schon begonnen habe.
Bei diesem Schneckenlesetempo vergesse ich dann natürlich manchmal wer, wer war und welche Abkürzung für was stand. Das Buch wimmelt ja nur so vor Abkürzungen. Im Moment könnte ich auch nicht sagen, dass mir das Buch gefällt. Mir gefâllt Leichtigkeit, aber diese schwere Kost?

Mit meinem bisherigen Lesetempo werde ich bis Weihnachten brauchen bis ich durch bin und nebenher Dutzende andere Bücher verschlingen, denn ich habe ständig das Gefühl, ich muss mir den Kopf wieder klarwischen, freie Sicht kriegen, weil mich der Text dieses Buches so vernebelt.

Nachtrag: Über Twitter habe ich diesen interessanten Link dazu erhalten

Bio-Kapital: Nachwuchs

Das Kind als Bio-Aktie

Kinder des digitalen Zeitalters leiden unter neuartigen Formen der Missachtung.
Eltern betrachten ihr Kind offenbar nicht mehr als Geschenk, sondern als eine Art Bio-Aktie, von der eine gute Performance erwartet wird. Seit die Bergwerke stillgelegt sind und keine Kohle mehr gefördert wird, hat man die kindlichen Gehirne als „Ressource“ und „Humankapital“ entdeckt.

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