Geträumt

Heute Nacht geträumt, dass die Insel bis Ende des Jahres Pause macht. Außerdem war ich dort im Atelier und hab alles durcheinander gebracht.

Das eigenartige Haus

Wart ihr schon beim eigenartigen Haus?

Aquarell vom Inneren des eigenartigen Hauses

Aquarell vom Inneren des eigenartigen Hauses

sudabeh mohafez

Atomausstieg

Heute ist ein guter Tag um an Petra Kelly zu denken.

Alles, was ich jetzt schreiben könnte, wäre ein Wort zu viel geschrieben und zu wenig bedacht.

Erklär mir das gute Leben

das gute Leben

via Telepolis

Was ich am alt werden richtig gut finde

Was ich am alt werden richtig gut finde ist, dass die Fähigkeit zur Rührung wächst. Im Film wird sich immer lustig gemacht über die alten Tanten, die bei den Hochzeiten das Taschentuch rausholen, aber auch wenn mich Hochzeiten eher seltener zur Rührung bringen, gibt es doch ein paar Situationen in denen ich dieses Gefühl sehr geniese.

Kleinen Kindern zuzusehen macht Freude; großen Kindern zuzusehen, wie sie erwachsen werden, ist eine himmlische Freude. Es ist etwas ganz besonderes – wahrscheinlich wieder so ein typisches Tantengefühl.

weich gezeichnet

Tief Atem holen

im Grunde versinken

und beim Wiederauftauchen

achten

dass die Seele sich

nicht wegpustet

eine breite Basis

Es klingt wie Hohn und ist nur traurige Realität:

Deutschland und China wollen ihre Beziehungen massiv ausweiten.
Bei den ersten gemeinsamen Regierungskonsultationen am Dienstag sollen deshalb nicht nur Wirtschaftsverträge in Milliardenhöhe unterzeichnet werden. „Ziel ist es, die Beziehungen auf eine breitere Basis zu stellen“, hieß es in deutschen Regierungskreisen am Montag. Ausdrücklich wurde dabei betont, dass die aufstrebende Supermacht China mit keinem anderen Staat solche Konsultationen habe und Ministerpräsident Wen Jiabao mit 13 Ministern anreise.

Junger Tag

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Arbeitskleidung

Ein stählernes Korsett habe ich
noch nie vermisst
und einen Panzer aus Glas
brauche ich ganz sicher nicht

Was ich dringend brauche
ist ein Kostüm
und eine Maskenbildnerin
denn ich bin es leid
euch immer mein wahres
Gesicht zu zeigen

Antizyklisch

Alle kucken Fußball. Frauenfußball – oder Mädchenfußball – sagen einige dazu. Ich lass die Diskussion mit den Mädchen jetzt. Das scheint ein Generationenkonflikt zu sein und ist nicht wirklich wichtig. Bis vor einigen Tagen hätte ich auch ganz sicher gekuckt. Warum auch nicht? Fußball ist mitten in der Gesellschaft und Frauenfußball gehört dazu.

Tatsächlich? Seit Tagen sehe ich idiotische Werbespots, höre ich dass Fußballerinnen auch schön sein können – wer hätte das jetzt gedacht? – Sie dürfen sich auch ausziehen und einen im wahrsten Sinne des Wortes – dämlichen – Tatort habe ich mir auch schon angeschaut.
Spätestens an dieser Stelle wird mir schwindlig. Aha – und dabei habe ich noch nicht das Thema lesbisch angesprochen.
Frauen, die Fußball spielen sind nämlich lesbisch und Männer, die Fußball spielen sind hetero, ein alter Hut sozusagen und lange überholt. So lange, dass es die Medien jeden Tag wiederholen. Bloß nicht outen, heißt es im Fußball. (Hieß es das im Tennis nicht auch einige Zeit? Doch natürlich, Frauen, die Sport machen sind gefährlich. Gefährlicher als Frauen, die lesen, wie es im gleichnamigen Buch heißt.)

Ich kann diesen sexistischen Kram nicht mehr hören und nicht mehr sehen. Selbst dann nicht, wenn es um das Thema Frauenfußball geht. Jedenfalls nicht, wenn es in dieser Richtung aufgemacht wird.
Ich gehöre noch der Generation an, in der Mädchen sich die Haare abschnitten um wie Jungs auszusehen, damit sie mitspielen durften.
Ich habe mitgefiebert als in einem Film ein junges Mädchen mit allen Konventionen gebrochen hatte, damit sie mitspielen kann. (Das Happy End zu der damaligen Zeit bestand darin, dass sie später Handball spielen konnte. So waren die Zeiten, so war die Welt, die immer größere Probleme als Mädchen- oder Frauenfußball auf dem Plan hatte.)

Als es dann ernst wurde und die Mädchen und Frauen im Dorf sich zusammentaten um eine Frauenmannschaft zu gründen, habe ich mitgespielt, damit sie zu elft waren.
Wer mich aus der Realität kennt, weiß was das für ein Opfer meinerseits war, und dass ich nie eine Bereicherung sein konnte, ich war die elfte Frau auf dem Platz, denn ohne die elfte Frau wurde die Mannschaft nicht zugelassen. Die konnte auch träumend auf dem Platz stehen, da spielten alle drum herum.
Das waren die Beiträge, die ich guten Gewissens dem Frauenfußball gewidmet habe, aber das was die Frauen heute, morgen und übermorgen machen hat vielleicht mehr mit Kapitalismus zu tun als mit Fußball.

Vielleicht täusche ich mich, dann möge frau mir verzeihen.