Es ist schon ein Jammer so abhängig von dem elektronischen Gedöns zu sein. Wie die Handtuch auslegenden deutschen Touristen, die ich zum Glück nur aus Erzählungen kenne, erobere ich die Steckdose, die über meine persönliche Reisefreude bestimmt.

Paula Puzzlestücke twittert:
Vortrags-Kumpane schreibt mir gerade: „Der letzte Teil des Vortrags ist ja immer der schwerste, den übernehme ich dann für euch.“
Mich macht das sprachlos. Aber was antwortet frau in einem solchem Fall?
Paula antwortet:
Dass das Quatsch ist und zudem thematisch überhaupt nicht passt. Aber ganz diplomatisch. 🙂
Bei mir steigt in solchen Fällen immer die Galle hoch.
Von 0 bis 3 Jahren lebte ich in einem unbekannten Land
ab 3 bis 8 Jahre fühlte ich mich als Einwohnerin des großen Lebensuniversums
von 8 bis 15 war ich bekennende Eingeborene des Planeten Erde
zwischen 15 und 17 muss ich in den Ritzen der Lebenszeit verloren gegangen sein,
ab 17 bis 24 zählte ich mich zum europäischen Volk
über 24 bis Mitte vierzig war ich überzeugte Europäerin
und seit kurzem spüre ich ein nationales Gefühl in mir
– jetzt scheint es mir an der Zeit, die Entwicklung umzukehren.
Sagt der Vertreter der CDU/CSU, der die Panzergeschäfte der Bundesregierung rechtfertigen will. Sehr ehrlich ist das. Für die Bundesregierung ist Saudi Arabien nichts anderes als ein guter Wirtschaftspartner. Was macht es da schon, dass es in diesem Land mehr Menschen gibt, die in sklavischer Abhängigkeit leben, als unabhängige Bürger.
Was mensch so unabhängig nennt in einem Staat dieser Prägung. Da haben es nicht nur die Frauen schwer, aber die natürlich als allererstes.
Ich kann schon verstehen, dass so ein Staat Panzer braucht.
Nach den ersten anderthalb WM-Woche wird’s Zeit für eine kleine Presseschau. Nicht, dass ich wirklich dazu kommen würde, alles zu lesen – also gerne Hinweise auf weitere interessante Texte in die Kommentare posten. Die Auswahl setzt einen negativen Grundtenor: Es herrscht Enttäuschung über sportliche Leistungen, das Aussehen der Frauen, die zwanghaft korrekte Sprache und vor allem die Überhöhung des Ereignisses.
die Mädchenmannschaft reflektiert
Das wurde aber auch Zeit.
Das Abwahlverfahren gegen Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) ist erfolgreich angelaufen. Schnell wurden mehr als 10.000 Unterschriften gesammelt
Krisenintervention wäre jetzt angebracht, aber wo soll die jetzt herkommen? Alle wollen zu einem Ziel, aber die Wege sind steinig und verzweigt. Es wird noch lange dauern bis sich eine geschlossene Karawane auf den Weg macht.
Bei der Netzneutralität auf die Kräfte des Marktes zu vertrauen wäre fahrlässig.
Schade, dass die Brisanz des Themas so wenigen Menschen klar ist. Im Moment werden Weichen gestellt, die sich wahrscheinlich nie wieder umstellen lassen.
Wie weiter mit der Enquete-Kommission?
Hab gerade die Hälfte meiner Bücher aufgeräumt und abgeputzt. Mit Stauballergie ist das kein Spaß und ich mich sagen: ich finde es gar nicht schlecht, wenn die Bücher in den Geräten verschwinden. Dann ist mehr Platz für schöne Kunst an den Wänden. Außerdem lässt sich leichter Ballast abwerfen.
Nicht schlecht.
Alle reden über Google+. Angeblich ist vieles bei Diaspora abgekupfert.
Bin gespannt, was es damit auf sich hat. Bisher war es immer so, dass mir jedes weitere Netzwerk, einen kleinen Teil andere Kontakte gebracht hat. Die Identica-Timeline liest sich viel technischer und sachlicher als die Twitter-Timeline, auf Facebook sind Menschen, die andere Interessen haben als die auf Diaspora und mit Google+ werden vielleicht wieder andere dazukommen.
Aber zuerst müsste es mit der Einladung klappen und damit scheint es noch zu happern.
Claudia Juli 2nd,2011
Fundstücke | tags:
Google,
Netzwerke |
4 Comments
Die Reise nach Klagenfurt wird länger dauern als die Reise nach Peking. Abgase sparen ist ein hartes Geschäft.
Apropo Geschäft: Werde mit fliegenden Fahnen aus dem laufenden Dienstbetrieb aussteigen und unmittelbar nach der Nachtankunft am frühen Morgen wieder in den Betrieb einsteigen. Beide Tätigkeitsfelder haben Hochkonjunktur mit steiler Steigung im Juli. Der Höhepunkt des Arbeitsjahres ist in doppelter Hinsicht der August. In Dreifacher, wenn ich den anstehenden Verlust noch dazurechne.
Dennoch: Freude darüber, dass ich überhaupt nach Klagenfurt fahren kann. Zum ersten Mal vor Ort sein. Zum ersten Mal mittendrin sein. Ich bin so gespannt, wie es sein wird. Ob eine ähnliche Konzentration auf die Texte möglich ist, wie zuhause vor dem Fernseher.
Vorfreude und Spannung halten sich die Waage.