Augenschmaus

Mein Augenschmaus war der eindeutige Höhepunkte dieses republica-Tages. Wenn es jemand schafft, die Interessen der Gehörlosen mehr in den Fokus der Medien zu rücken, dann sie. Julia ist eine kompetente, ernsthafte und trotzdem lockere Bloggerin und Twitterin, die mit ihrem Lippenablese-Service bei Fussballspielen und Wahlsendungen die Menschen begeistert und mitreist, dabei aber nicht locker lässt um auf die Misstände der deutschen Medienlandschaft bei der Barrierefreiheit hinzuweisen.
Herzlichen Dank!
Das war eine tolle Premiere. Ein Beitrag bei der republica mit Gebärdendolmetscherin.

Es tut nicht weh

Das Internet tut gar nicht weh, heißt es in der Kulturzeit über den Vortrag von Gabriella Coleman über Anomymous. Die müssen es wissen.
Nein, mir hat es heute auch nicht weh getan. Ich war kaum im Internet, ich habe mich von den Geschehnissen treiben lassen. Chaos und Struktur lag im heutigen Tag genauso nah bei einander wie Kreativität und Substanzlosigkeit.
Ich habe mich über Paula, Claudia Klinger, Annima, Helga Hansen, Kathrin Ganz, Silke, die Bergdame und noch so viele mehr.

Unmöglich

Unmöglich etwas zu bloggen über den heutigen Tag auf der republica, aber ebenso unmöglich es zu lassen. Bin mit nicht sicher, ob mein Kopf leer oder voll ist. Vielleicht sollte ich einfach noch ein bisschen warten. Es ist immer noch Programm – am späten Abend noch das Treffen der GOWS.

Republica

Noch bin ich am grübeln, wie ich mich vervierfachen könnte. Das erscheint mir einfacher zu sein, als dass ich mich entscheiden könnte, zu welchen Vorträgen ich gehe.
Das Angebot ist riesig, verlockend und steht in keinem Verhältnis zu meinen konditionellen Fähigkeiten.

Jetzt

Den Tag eingepackt und hinter mir gelassen. Noch kleppert und scheppert er leicht. Aber nicht mehr lange, das schwöre ich mir.
Wenn ihr eine Staubwolke seht, dann wisst ihr jetzt mit wem ihr es zu tun habt.
Jetzt – bin ich gleich weg.

Berlin

ich reise an
ganz ohne Musik
hab den Ton
weg gedreht

doch der Kopf
summt die Melodie

Gutes Karma

gibt es auf der Insel. Ist mir grade eingefallen.

Überhaupt: Heute ist alles da auf der Insel.

Erwartungen

Nein, ich lass das.
Das schreib ich jetzt nicht in die Sammelmappe rein. Die braucht ein gutes Karma. Gerade über die re:publica.

Das Herz

das Herz
klopft sich durch die Magengrube
pocht und poltert
erstickt zum Schein die Kehle

um danach
höhnisch
durch den Bauch
zu kullern

es bestimmt dein Leben

Die Elfen von New York

Diesen fabelhaften Romananfang muss ich unbedingt in der Sammelmappe dokumentieren:

„Dinnie, ein übergewichtiger Menschenfeind, war der schlechteste Geiger von New York. Trotzdem übte er gerade tapfer, als zwei hübsche kleine Feen durch sein Fenster im vierten Stock flatterten und auf seinen Teppich kotzten.“

Die Elfen von New York, Martin Millar