Metropolis – arte Wie eine Nomadin ist die 1925 in Beirut geborene Dichterin und Malerin Etel Adnan durch ihr Leben gezogen: zwischen Orient und Okzident, zwischen alten und neuen Sprachen, zwischen Literatur und Malerei – eine Reise voller Entdeckungen und Erinnerungen, geprägt von immer neuen Kriegen. „Meine Bilder und meine Bücher sind mein wahres Zuhause geworden. Der geschriebene Gedanke ist für mich wie ein Ort, ein Merkzeichen, ein Punkt um anzuknüpfen, als pflanzte man einen Baum“, erzählt Etel Adnan in Paris. „Er sprießt, er verändert sich – aber er ist da!“
Einfach immer ein bisschen weiter üben ist meine Devise bei den chinesischen Zeichen. Es stört mich gar nicht, dass ich kaum Fortschritte mache. Es ist schön, die Zeichen zu üben, die ich irgendwann einmal konnte.
Alle kennen das Geheimnis. Aber es wird nicht besprochen. Darf nicht in Sprache gezerrt werden. Bleibt so unverletzlich unvernderbar. Und wird so vererbt. ertränktes Feuer, brennend. Im Wissen nicht bewußt. Gewußtes. Das nicht existierend Allexistierende.
Marlene Streeruwitz – Können. Mögen. Dürfen. Sollen. Wollen. Müssen. Lassen
Software wird zum Machtwerkzeug und die meisten Frauen verzichten freiwillig darauf, es bedienen und verstehen zu können.
Warum verzichten Frauen freiwillig auf diesen wichtigen Bereich gesellschaftlicher Mitbestimmung?
Morgen kommt die Stieg Larsson Verfilmung Die Verblendung im ZDF. Als ich damals den Tipp zu den Büchern erhielt, war ich skeptisch. Das lag vor allem an der Tippgeberin, den sonst ist unser Literaturgeschmack nicht kompatibel. Da gibt es eigentlich nicht die kleinste Schnittstelle. Aber es gab sie doch, wie sich im Nachhinein herausstellte.
Die Krimis von Stieg Larsson treffen direkt ins Herz. Ins Herz der Gesellschaft. In Herz der Leserin oder Lesers. Für mich ganz hart an der Grenze dessen, was ich aushalten kann. Das Manko der schwedischen Krimis: ohne Gewalt geht da nichts. Mit Gewalt werden die Wahrheiten und die Symbolik an die Frau und den Mann gebracht. Ob ich mir die Verfilmung ansehen kann, wo doch die Bücher schon meine Gewalt-Erduldungs-Schwelle überschritten? Das ist fraglich. Trotzdem werde ich es versuchen. Denn es geht um Frauenhass und Machtverhältnisse in diesen Geschichten. Es geht um starke Frauen und um dreiste Machenschaften. Es geht um so vieles, was unsere Gesellschaft so schmutzig, klebrig und gewalttägig macht.
Ist wahrscheinlich nicht der richtige Augenblick sich ans Meer zu wünschen. Samstags ist der Alltags-Vor-und-Aufbereitungs-Tag. Der Erledigungstag eignet sich nicht für Tagträume. Oder jedenfalls nicht so gut. Aber welcher Tag eignet sich schon dafür?
Unsere Gesellschaft hat sich gerade mal schnell in den Dschungelcamp-Modus geswitcht. Meine Timeline ist ebenso wie die von engl Dschungelcampfrei und dennoch dröhnt von allen Seiten der Ruf des Camps auf mich ein.
Ich muss lächeln darüber, meine Emotionen reichen weder zu erregen noch zum Moralisieren. Was da läuft, weiß ich nicht. Die Namen, die genannt werden kenne ich nicht. (Bis auf einen – den Langhans – der war früher schon sehr arrogant.) Irgendwie ahne ich, dass man arrogant sein muss um sich an diesem Event zu beteiligen. Arrogant sein – oder in der Klemme. Finanziell abgetackelt auf hohem Niveau. Mich stört es trotzdem nicht. Ich kann verstehen, dass der einfache Spaß der Schadenfreude, die Zuschauer anzieht.
Wäre nur schön, wenn sie nach der Sendung ihr Gehirn wieder benutzen würden.
Denkende Menschen, die den Dschungelcamp-Modus auch wieder abstellen können, die wünsche ich mir.
Da ist sie wieder: Frau Fragmente bloggt. Darauf musste mensch lange verzichten, dafür twittert sie intensiv und anregend. Gestern las sie in Frankfurt im Museum und ich fluchte und jammerte, was aber nichts nutze.
Aber dafür, hat sie wieder mal etwas in ihr Blog geschrieben.
Ich spüre lange keine Angst. Nicht im Sommer meiner Arbeitslosigkeit, als ich zu vielem Ja sage und nur selten Nein, mich lieben lasse in Hotelzimmern, mir die Füße küssen lasse. Erst im Oktober, an meinem zweiunddreißigsten Geburtstag, wird der Ton ernster, erste Sorgen – nicht, ob ich einen Job finden werde, sondern, ob er mir gefallen wird. Ich erhalte eine Absage, bei weitem nicht die erste, aber die erste, die schmerzt.
Die Welt der Models ist ja bekanntlich nicht meine. Das einzige Model, das mir gefällt ist das von dem die Gruppe Kraftwerk singt: Sie ist ein Model und sie sieht gut aus.
Mein Problem mit den Models ist nicht, dass sie zu jung, zu dünn oder zu künstlich sind. Mein Problem ist, dass ich sie nicht wiedererkenne. Ich erkenne sie einfach nicht und deshalb kann ich kein einziges Modell von einem anderen unterscheiden und das verunsichert mich. Mit Schauspielerinnen geht es mir manchmal auch so. Aber da gibt es mehr Anhaltspunkte für mich, auch bei Männer tritt der Effekt bei mir ein. Menschen im realen Leben erkenne ich durchaus, deshalb kann ich auch nicht an Gesichtsblindheit leiden. Ich finde nur bei ihnen einfach keine Unterscheidungsmerkmale.
Namen sind nicht Schall und Rauch. Selbstgewählte Namen wie z.B. in der Onlinewelt schon gar nicht. Frau denkt sich was dabei, wenn sie als Mädchen, Frau, Fräulein oder Weib in das große World Wide Web zieht. Aber was? Diese Frage bereitete mir schon öfters Kopfzerbrechen. Auch bei der Wahl zum Bloggermädchen muss ich immer erst mal schlucken. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass es offensichtlich Gründe für diese Form der Selbstbezeichnung gibt, die ich nicht nachvollziehen kann. Andere Generationen, andere Perspektiven. So ist das Leben – und trotzdem fühle ich mich besser, wenn ich das Leben verstehen kann.
Das brachte mich dazu, einen Blick auf die deutsche Blogosphäre zu werfen. Namensbestandteile wie „Girl“, „Mädchen“, „Frau“, „Fräulein“ waren mir auch hier häufiger begegnet und ich fragte mich, wie wohl das Verhältnis aussieht, wenn ich einen genaueren Blick wage. zum Artikel