Dass da was faul ist, ahnte mensch ja schon lange. Muss ja wohl. Sechs Tote bei vierzehntausend Auszubildenden. Die Quote ist zu hoch. Das sieht jeder, auch ein Aussenstehender. Aber mit der Meuterei kommt endlich ein bisschen frischer Wind in die Geschichte. Sieht so aus, als würden nicht mehr alle so mitziehen wie gewünscht. Alles ist freiwillig. Wer’s glaubt wird selig.
Und die andere Geschichte: Klar spielen junge Männer gerne Schießspiele und wenn sie noch ein richtiges Schießgewehr zur Hand haben, dann macht es doch den Anfang-Zwanzig-Jährigen noch mal so viel Spaß. Dafür habe ich Verständnis, auch wenn ich es nicht mag. Aber ich habe kein Verständnis, dass diese verspielten jungen Menschen bewaffnet am anderen Ende der Welt Krieg spielen. Das ist Wahnsinn. Gesellschaftlicher Konsenz, aber trotzdem Wahnsinn.
Im Traum habe ich viel Federvieh gesehen. Viele Küken, aller Couleur. Im Traum wollte ich Daten aufschreiben. Prozessoren und Taktraten und kam nicht nach. Im Traum hoffte ich, nicht zu spät zu kommen und bald gehen zu können. Im Traum, im Traum, im Traum – fand das Leben statt.
Frau Fragmente liest morgen und ich kann nicht hin, weil in dieses verdammte Kaff nach 20:00 Uhr kein Zug mehr fährt.
Es muss wirklich etwas Schlimmes in einem meiner früherer Leben passiert sein, dass mich zu diesem schalen Lebensmittelpunkt verdammte.
Mieses Karma. Sehr mieses Karma.
Im Autorinnen-Lexikon steht:
Hulme, Keri (geb. 1947 in Neuseeland)
„ernährt sich vom Schreiben und vom Fischen“
Kann mir jemand sagen, wo die Stunden hin verschwunden sind? Es ist Feierabend, ich nehme den langen Weg um noch ein paar Minuten durch das Helle zu gehen. Die Tage werden wieder länger, das ist nicht zu übersehen. Mein Einkaufszettel dient als Navigationssystem. Zu Hause in der Küche steht der Topf, den ich nur noch aufwärmen muss.
Ich klappe den Laptop auf, lese mich durch Blogs und Twitter – und verliere ein paar Stunden.
Wohin sind sie verschwunden?
Zwischen die Welten? Zwischen die Zeiten?
Die Frage, ob das Grundgesetz ein „Update“ benötigt, zielt auf die verfassungsrechtliche Lage in Fragen der Netzpolitik. Folglich muss am Anfang einer Antwort der Versuch stehen, die netzpolitische Situation zu skizzieren.
zum Artikel von von Susanne Baer
manchmal fällt die Zeit zwischen die Ritzen
in Zügen verliert sie sich besonders gern
sie quillt über aus den Abfallbehältern
setzt sich in den Mantelfurchen fest
saugt sich mit Langeweile voll
bis sie durch die Sitze trieft
zwischen den Welten
wird die Zeit geknuddelt
und wieder aufgebügelt
Zwischen den Welten
ist Achtsamkeit gefragt
verletzlich lebt es sich
Zwischen den Welten
Es kann jeden treffen: Geschichten über Abmahnungen verursachen mir immer Bauchgrummeln. Es ist ärgerlich, dass alle, die etwas ins Internet scihreiben jederzeit mit so einer teuren und nervenaufreibenden Attacke rechnen müssen.
Jetzt hat es offensichtlich Nerdcore erwischt.
Nun wurde von Euroweb der Domainname gepfändet. Vom rechtlichen Ablauf hat das erstmal alles seine Ordnung – aber auch das ist nicht neu bei Euroweb, die Firma hat ja Anwälte, die sich Mühe geben…
Da wird einfach die Domain gepfändet. Das ist unglaublich. Da bleibt ja gar nichts mehr zur Gegenwehr. Ein Alptraum. Read the rest of this entry »
Höre gerade in der Kulturzeit zum ersten Mal bewusst etwas über das Projekt INDECT.
Was habe ich denn da wieder verschlafen?
Bald schon könnte jeder im Internet Ziel einer Überwachung werden. „Indect“ heißt der Albtraum vom Polizeistaat. Die EU forscht an Programmen, die „abnormales Verhalten“ erkennen. Indect soll auf aggressive Stimmen und gewalttätige Mimik in Videos und Bildern reagieren. Wer im Netz auffällt, soll durch die Verknüpfung mit Überwachungskameras, Handy-Ortung und unbemannten, vernetzten Flugzeugen auch im öffentlichen Raum flächendeckend ausspioniert werden können.
Hört sich gruselig an und ist in jeder Hinsicht undurchsichtig.
Hier noch ein Video über INDECT vom 27C3 mit Sylvia Johnigk.