Ja, was nun? Wie? Keine Debatte? Alles Gender, oder was? Ihr werdet gute Nerven brauchen, liebe Piratinnen. Ich drücke die Daumen, dass ihr euch nicht unterkriegen lasst. Der Anfang ist immer schwer. Das liegt am Haftwiderstand, der ist immer stärker als der Roll- oder der Gleitwiderstand. Wenn ihr erst mal richtig auf See seid, dann wird euer Genderkahn schon seinen Kurs finden.
Vielleicht. Hoffentlich.
Habe heute ein schönes Zitat gefunden, über das ich lange nachdenken musste.
„Eine nur schwache Flamme verlöscht der Sturm, hat sie schon um sich gegriffen, facht er sie nur stärker an.“
Das Zitat stammt von Sophie Friederike Mereau, über die ich nur das weiß, was ich in der Wikipedia nachgelesen hatte. Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang sie das Zitat gebrauchte. Für mich ist es ein schönes Symbol. Ein starkes Bild über die Macht der Solidarität. Die Solidarität, die im Moment so totgeredet wird. Ausgelöscht oder doch noch entfacht?
Ein Feuer ist unberechenbar.
Wer hat mir die Zeit geklaut? Mich ausgeraubt und mir das Wichtigste genommen, das mir an meinem Feierabend bleibt?
Es gibt diese gewissenlosen Menschen, die rücksichtslos alle Lebenssekunden, -minuten oder gar -stunden an sich reißen. Aber Vorsicht: Ich weiß mich zu schützen.
Meine Lebenszeit wird verteidigt. Ganz ohne Klauen und Zähne. Ich arbeite mit Tricks und doppeltem Boden, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis.
Ich weiß es zu geniesen, dass die Zeit durch mich hindurch fließt. Es fühlt sich nach Leben an.
Es ist mir gelungen, meine Mülltonne zu finden, ohne dass ich bei Google „Wo ist meine Mülltonne?“ eingegeben habe. Manche Menschen würden dazu sagen, das sei ein Pluspunkt für diesen Tag. Solche Menschen gibt es. Sie verteilen Punkte. Das mache ich selten, dafür sammle ich immer noch welche bei FarmVille und FishVille. Spiel des Lebens nennen es manche. Alle anderen Spiele lassen mich kalt, da können noch so viele Einladungen kommen. Gegen die bin ich immun. Zum Glück? Bis jetzt?
Nun ja, dieser Tag hatte noch weitere Highlights zu bieten. Offensichtlich ist es mir gelungen, den richtigen Ton zu treffen. Wieder ein Punkt. Ein Pluspunkt.
Zu den Minuspunkten würde ich glatt die Temperatur rechnen. Dazu sollte der Mensch gar nichts mehr sagen. Überhaupt wäre es eine Option, erst wieder über das Wetter zusprechen, wenn es richtig kuschelig wird. Kuschelig, warm. Hell ist es ja schon. Frühlingshell.
Hach, ich habe es geschafft. Frühlingshell. Das ist doch schon mal was.
Wenn das Wochenende dem Ende zu geht, möchte ich es am liebsten fest halten. Noch ein bisschen Zeit für mich!, wünsche ich mir. Nur noch ein bisschen Zeit für mich! Ein wenig Zeit zum Träumen, ein wenig Zeit zum Denken, ein wenig Zeit für mich.
Dabei ist es doch so einfach: Alle Zeit in meinem Leben ist meine Lebenszeit. Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde gehört mir. Es ist meine Zeit. Egal wie es sich anfühlt, egal welcher Film läuft, welche Verpflichtung an mir hängt und welchen Intrigen ich hinterher starre. Das Wunder des Lebens: Das ist meine Lebenszeit.
hózhóng – so wird der Zustand des Gleichgewichts und der Harmonie in der Navajo-Sprache genannt. hózhóng – das Einfachste und das Schwierigste zugleich. Es kommt gleich nach der Erleuchtung im Schwierigkeitsgrad.
für jeden Leser, schreibt ix von wirres. Da ist was dran. Für mich kann ich sagen, ich bin dankbar für fast alle Leserinnen und Leser der Sammelmappe und für die Aufmerksamkeit, die sie mir schenken. Bei den meisten Blogs, die ich lese geht es mir als Leserin umgekehrt auch so, dass mir von den Schreibenden eine Wertschätzung entgegen gebracht wird. Fehlt sie, dann vermisse ich sie schmerzlich. Das musste ich vor einigen Tagen im Zuge der Genderdebatte bei der Piratenpartei wieder erfahren als ich mich durch einige fremde Blogs klickte. Es gibt eine Menge Blogs, die im Ton sehr herablassend, ätzend und manchmal sogar hetzend sind. Ich genieße sie die Freundlichkeit, die in meinem Blogumfeld herrscht und stelle fest, dass Frauen und Männer durchaus kritisch, politisch und dennoch höflich, freundlich und sogar humoristisch sein können.
Bei ix geht es um etwas anderes. Das liebe Geld mal wieder, die ewige Idee mit dem Bloggen reich zu werden.
Bin erwacht von der Helligkeit draußen. Oh, nein!, rief mir mein Unterbewusstsein zu. Nicht schon wieder. Alles weiß, alles kalt. Die Blümchen werden erfrieren, ich werde es wahrscheinlich wider Erwarten überleben. Frostbeulen und Jammertüten halten mehr aus, als es zunächst den Anschein hat.
Im nächsten Winter werde ich mir eine hitech-kälteabwehrende Garderobe zulegen. Für den Moment reicht einfach schnattern und mit den Zähne klappern.
Ich bin atemlos, unruhig, ungeduldig. Hätte euch gerne die Krokusse fotografiert, aber dann dachte ich, ihr habt selbst welche. Bessere, schönere, leuchtendere. Und überhaupt vielleicht sind es ja gar keine Krokusse. Vielleicht ist es eine Täuschung. Eine Frühlingstäuschung. Ebenso wie das bisschen grün, das bei den Büschen hervor kommt. Oder dieser strahlende Himmel, der nur hinter der Scheibe wärmt.
Ein Trugbild wie dieses Abendrot. Wofür die ganze Mühe der Natur?
Woher kommen sie nur, die vielen Schlechtgelaunten? Liegt es in den Genen, im Blut, oder am Fernsehprogramm?