Der Tag verabschiedet sich

Die Arbeit ist getan, der Tag verabschiedet sich
Die Arbeit ist getan, der Tag verabschiedet sich. Ich gehe in mich, statt aus mir heraus. Bin nachdenklich und zerstreut zugleich. Viele Gedanken sind nicht neu, begleiten mich immer wieder. Vielleicht ist es die Müdigkeit?

Here Comes The Sun

Here Comes the Sun
Es ist noch eiskalt draußen, aber man ahnt den Frühling schon.

Die Helden der Kindheit

Martina fragt in ihrem Blogartikel nach den Helden der Kindheit und benennt auch gleich – gender-korrekt – die Rote Zora und Momo.

Bei mir fällt die ehrliche Antwort nicht ganz so gender-korrekt aus. Mein wichtigster Held war sicher Winnetou. Im Buch, im Film und später auch als Bravo-Poster. Der gerechteste aller Indianer. So weise, so klug und auch so stark, der seinen Blutsbruder immer wieder aus den aussichtslosesten Situationen herausholen konnte. Ratzfatz, waren heimlich die Riemen durchgeschnitten, das Pferd stand zum Flüchten bereit. Das hatte schon was.

Der zweite Held – oder besser gesagt in diesem Fall die Heldin; war ich selbst. Denn ich selbst konnte damals auch sehr viel. In den Weltraum fliegen zum Beispiel. Damals gab es die Apollo-Missionen und noch bevor die ersten Menschen auf dem Mond landeten, faszinierten die Weltraumflüge groß und klein. Unsere Kinderbilder zeigten nicht die üblichen Häuser mit Garten und Menschen, sondern Raketen in der Nähe der Mondoberfläche und Astronauten in Raumanzügen. Plötzlich konnte die Menschheit alles! Sie konnte sich mit Atombomben selbst vernichten, aber auch zu fernen Planeten fliegen. Wir Kinder waren optimistisch genug, fest daran zu glauben, dass es uns gelingen würde, dass wir zuerst eine neue Kolonie im Weltraum gründen könnten, bevor die Bösen die Erde zerblatzen lassen würden wie ein Riesen-Bubblegum.

In diesem Zusammenhang fällt mir dann noch der faszinierende Mister Spock ein. Der aus der Ursprungsserie Enterprice, die mit den späteren Folgen meine ich, nicht mehr allzu viel zu tun hatte. Der gefiel mir auch sehr gut. Wenn die Menschen alle so ihre Gefühle unter Kontrolle hätten wie der, dann würde es nicht so viele Verbrecher und Banditen auf der Welt geben.

Wahrscheinlich hatte ich noch viel, viel mehr Heldinnen und Helden in meiner Kindheit. Aber es scheint so, als hätten sie sich versteckt.

Wie liest man einen Blog?

Wie liest man einen Blog? Vielleicht sollte endlich jemand diese Frage beantworten.

Wie wird man ein erfolgreicher Blogger? Wie bekommt man viel Zugriffe und viele Kommentare? Zu diesen Fragen gibt es schon jede Menge Antworten und Vorschläge. Aber es scheint noch keine Antwort auf die Frage zu geben: Wie liest man einen Blog?

Dass unbedingt jemand das Thema angehen sollte, wurde mir bewusst, als ich den Kommentar von Hartmut auf meinen Eintrag Bloggen als Tarnung las. Also: wie ist das nun? Welche Sicht gibt ein Blog auf den Schreibenden frei und welche verhüllt es?

Für mich ist klar, dass ich immer sehr lange in einem Blog mitlesen muss, um mir ein Bild von dem Bloggenden und von dem Blog zu machen. Ich nähere mich langsam an, wenn ich neugierig geworden bin und den Zipfel erahne, den ich erfassen kann. Wenn ich fühle, da ist ein Anliegen, das sich bemüht, mit mir in Berührung zu kommen.

Vielleicht klingt das jetzt etwas abgehoben. Aber genau darum geht es mir, wenn ich ein Blog lese. Ich bin mir immer bewußt, dass ich durch einen Filter auf ein Leben oder ein Kunstwerk blicke (die Insel kann man mit Recht als ein tägliches Kunstwerk bezeichnen). Manche Blogger lassen einen an allen Hoch und Tiefs teilhaben, manche versuchen durch das Bloggen den moralischen Verantwortungsverpflichtungen der Gesellschaft nachzugehen, manche lassen uns einen Blick in ihr Herz erhaschen, und wieder andere halten uns immer den Spiegel vor Augen. Sie tun das, in dem sie ihr Blog mit einer Seele füllen. Eine Blogseele, die zu einem lesenwerten Blog gehört.

Wer der Mensch dahinter ist, das kann ich nicht wissen. Nur erahnen – und mir einen eigenen Reim darauf machen. Dass die liebe Frau Fragmente nicht immer nur traurig ist, sondern auch eine erfolgreiche Naturwissenschaftlerin, das sind Details, die zwischendrin aufblitzen.

Ich lese jedenfalls “meine” Blognachbarn mit Kopf, Bauch und Seele – und lasse mich ebenso gerne verzaubern, wie wieder in der Realität verankern.

Und ihr? Wie lest ihr in euren Lieblingsblogs?

Bloggen als Tarnung

So ein Blog ist eine gute Tarnung. Man kann es für alles Mögliche verwenden. Manche tönen damit tagein tagaus ihre weltbewegende Meinung zu Gott und der Welt ins Internet. Manche lassen andere an ihrem Expertenwissen teilhaben, andere spielen sich wie Experten auf. Manche brauchen einen Platz für ihre Katzenfotos – die beim mir ab und an wirklich schon vom Ansehen, die Allergie hervorruhen – und wieder andere wollen ihre Mitmenschen nicht unberührt von den eigenen Depressionen wissen. Wahrscheinlich gibt es ebenso viel Anlässe ein Blog anzulegen, wie es Blogs gibt. Muss ich schließlich wissen: mit meiner Rekordzahl an eigenen Blogs.

In der letzten Zeit poste ich meine Beiträge nicht immer aktuell. Manchmal bereite ich sie zeitversetzt vor. Ein anderes Mal stelle ich Texte hinein, die nicht aktuell entstanden sind. Ich nehme dann die Genesungswünsche an, die sich auf die Erkältung vom vorigen Jahr beziehen oder täusche Anwesenheit vor, obwohl es mich in den hohen Norden verschlagen hat.

Ob das noch in das literarische Lügen fällt? Für krankhaft halte ich es jedenfalls nicht. Es ist die perfekte Tarnung. Ich bin da – und doch durch einen Vorhang getrennt.

Barcamp für Frauen mit 50 % Männeranteil?

Seltsame Idee, dachte ich mir, als ich das Post in der Barcamp-Gruppe für Frauen las. Überhaupt bin ich immer wieder erstaunt auf was für ausgefallene Ideen manche Menschen kommen.

Ich hätte kein Interesse an einem Barcamp mit 50% Männeranteil. Da gehe ich lieber auf eins, das gar keinen Genderaspekt vertritt. Entweder Frauen pur, oder eben nicht. Jede Frau an dem Händchen eines Mannes ist für mich eine seltsame Vorstellung. Das geht nicht mal symbolisch. Aber vielleicht liegt das daran, dass ich nicht zur Generation der Alpha-Mädchen gehöre. Und wieder mal stellt sich die Generationsfrage.

(Beim Girls-Geek-Dinner mag das ja anders sei, denn schließlich ist dort ja auch ein ganz anderer Ansatz. )

Die Welt verändern – Feierabendhoffnung

Eigentlich hätte ich noch etwas sagen wollen heute.

Eigentlich. Ich wollte mich noch mitteilen.

Irgendwie. Wollte etwas schreiben und auch etwas wichtiges von mir geben. Das wollte ich.

Aber eigentlich, bin ich dann doch müde. Ein bisschen abgelenkt. Nicht bei der Sache.

Ich schaue heimlich, jede halbe Stunde auf die Zahlen der Mitzeichner der Bundestagspetition für das Grundeinkommen. Der Server bockt und zickt. Fast 45000 sind es im Moment.

Die Welle ist am Rollen. Nicht dass ich denke, dass die Rolle bedeutend wird. Aber wenigstens kann man die eigenen Spuren hinterlassen.

Da sind sie: Die ewig auf das Offensichtliche pochen. Naivlinge, die daran glauben, dass die Welt sich noch verändern könnte.

Bundestagspetition “Bedingungsloses Grundeinkommen”

Der E-Petition Bedingungsloses Grundeinkommen beim Deutschen Bundestag fehlen nur noch wenige Mitzeichnerinnen und Mitzeichner. Die Petition kann bis Dienstag den 17.02.2009 gezeichnet werden. Es sieht gut aus, wenn ihr alle mit macht

Weitere Informationen:

Aufruf zur Unterzeichnung der Bundestagspetition

Wenn jeder ein Grundeinkommen hat, würde dann noch jemand arbeiten?

Infos zum Grundeinkommen im Blog Armut und Arbeitslosigkeit in Deutschland

Dailymotion – Grundeinkommen – Ein Film-Essay, ein Video von Zeitzeistmotor.

via Chronistin
Initiatorin Susanne Wiest berichtet über die Grundeinkommen-Petition

Alternative Suchmaschinen

Es würde mich mal interessieren, welche alternative Suchmaschinen ihr so kennt oder verwendet. Außer Google, Yahoo und die spezielle Suche der Provider.

Michael Bauer schlägt über Twitterdie Meta-Suchmaschine http://ixquick.com/ vor.

Kennt ihr weitere Alternativen?

Nachtrag:

Julia schlägt im Kommentar Metager vor. Stimmt, die habe ich früher auch manchmal verwendet.

http://keyboardr.com/ von Traumzeit empfohlen ist auch eine Meta-Suchmaschine.

Wini schlägt die Suchmaschine clusty vor. Deren Hintergrund ich noch nicht kenne, ebenso wenig wie MetaSearch . Mit OpenSearch bin ich nicht klar gekommen.

Liebe und Leidenschaft

Als ausgewiesene Expertin in Sachen Liebe versuche ich mich vorsichtig zum Thema  Sexmuffel zu äußern, das der Medioman in seinem Blog angesprochen hat. Vorsichtig einerseits, weil das Thema Sex nicht ganz zum Image der Sammelmappe passt, aber auch, weil es immer gefährlich ist, anderen Menschen Ratschläge zu geben. Ratschläge sind Schläge, das ist so – man kann das drehen und wenden wie man will.

So, aber jetzt zum Thema:

Über Sex reden. Über Sex reden lohnt sich. Nicht nur, wenn man in Schwierigkeiten ist und es Probleme gibt. Wenn man lernt, über Sex zu reden, dann fällt es auch leichter, darüber zu reden, wenn es mal Probleme gibt. Man muss den Sex nicht zerreden. Das ganz und gar nicht. Manchmal reichen ein paar Worte oder Halbsätze aus.

Das nützt jetzt den Menschen nichts, die schon in Schwierigkeiten sind. Die nicht gerne über Sex reden und jetzt ein Problem haben. Aber mal ganz ehrlich: Es ist schwierig ohne Reden, oder wenigstens eine andere Form der Kommunikation. Schreiben, Signale die eindeutig sind. Wenn ich zum Arzt gehe, weil ich ein Problem habe, kann der mich in der Regel auch nur heilen, wenn ich mich ihm mitteile. Irgendwie. Das ist die Voraussetzung. Aber das heißt noch nicht, dass sich die Probleme dadurch alleine lösen.

Sex ist ein zentraler Bestandteil der menschlichen Beziehung, aber jeder Mensch muss sich über die Bedeutung im eigenen Leben klar sein oder werden – und dann kommt das große Kunsstück, die Partnerin oder den Partner und seine Gefühle und Empfindungen miteinzubinden. Wie soll das ohne Kommunikation möglich sein?

Nein, einen Ratschlag kann ich da nicht geben. Nur den Hinweis, dass es wichtig und nötig ist, sich diesem Problem zu stellen. Denn es ist, wie alle Liebesprobleme, ein Lebensproblem.