Beim Anschauen der Nachrichten das Gefühl, dass Flüchtlinge jetzt als Verhandlungsmasse herhalten müssen.
„Baust du einen schönen Zaun um die Flüchtlinge herum, dann sehen und hören wir weg, wenn du die Menschenrechte mit Füssen trittst.“
Wir sind da ganz diskret, Hauptsache die Flüchtlinge bleiben ganz, ganz weit weg.
Weg von uns.
Wir könnten die Lager nicht in unserer Nähe dulden und die Leichen, die wollen wir am Besten auch nicht sehen.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Aber die Rechnungen aus der Vergangenheit, passen nicht immer in die Gegenwart. Manchmal holen uns dann die Rechenfehler ein.
Kein Land in Sicht für Geflüchtete.
Etwas müde und übernächtigt ziehe ich die Jalousien der Sammelmappe hoch. Erst mal Luft und Licht reinlassen nach den Tagen des Verschlossenseins. Noch bin ich nicht ganz angekommen. Körper, Geist und Seele müssen sich erneut zusammen finden. Möglichst in der Welt, die sich als meine ausgibt.

Kafka hat mein Leben zerstört

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claudia März 2nd,2016
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Feuer bewahren – nicht Asche anbeten.
Hab vergessen, woher ich den Spruch habe. Aber er hat sich eingeprägt. Weil er einer dieser Sprüche ist, die es in sich haben. Er ist so wahr wieer falsch ist.
Zu einfach.
Wenn wir das Leben schon nicht verlängern können, können wir es wenigstens verdichten.
Verdichten oder erdichten. Mir gefällt das eine so wie das andere.
Im Jahr 2014 sind 914 214 Personen aus Deutschland weggegangen.
Vielleicht mal daran denken, wenn wieder von einer Flut oder einer Welle gesprochen wird.
Erst im Zusammenhang geben die Details Sinn.
claudia Februar 25th,2016
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Life is short
forgive quickly
love truly

leise, leise
leise, bitte nicht zu laut
leise, leise, ich will lauschen
was die Seele wispert
leise, bitte
ich hör sie leise summen
leise, hörst du nicht?
Die Leichtigkeit des Seins ist nur eine literarische Erfindung.
Obwohl. Das Wort nur ist in diesem Zusammenhang fast beleidigend.
Literarische Erfindungen bewegen manchmal die Welt.
Manchmal sogar Welten.
Literatur macht so viel möglich.
Überleben manchmal auch.
claudia Februar 19th,2016
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Der Alltag zeigt mir den Stinkefinger und ich kontere mit guter Laune.
Ungewohnte Wendung für eine, die sonst alles schwer nimmt.