Auf Twitter lese ich oft, dass Menschen nicht schlafen können. Bei mir ist es manchmal so, dass ich nicht schlafen w i l l.
Nur ein oder zweimal kommt das im Jahr vor, aber dann ist es sehr ausgeprâgt. Dann will ich wachbleiben, um das Leben zu spüren.
Ich, die ich die Träumerin bin. Ich, die ich es liebe zu träumen.
Vielleicht ist das Leben manchmal fast ebensogut wie ein Traum.
(ich nehme das sofort wieder zurück, aber verdammt: wie soll das gehen? Träumen ohne zu leben?)
An der Küche scheiden sich die Geister. Heißt das so? Sie löst Diskussionen aus, die Küche. Jede und jeder scheint eine Vorstellung zu haben. Nur meine ist schemenhaft – und überschneidet sich bisher nicht mit den phantasierten Einrichtungsvarianten.
Ich kann nicht folgen, komme nicht hinterher. Mit meinen Gedanken, mit meiner Vorstellung.
Ich würde, das Brett abschneiden.
Ich würde, das so lösen.
Nein, lieber doch keinen Tisch.
Aber da passt doch dann xx und yy nicht mehr.
Mir schwirrt der Kopf und ich weiß nur, dass ich den Vorschlägen nicht folgen will. Vielleicht ist das unvernünftig. Ich weiß nicht wie es gehen soll und weiß trotzdem was ich will.
Vielleicht sollte ich aber trotzdem einen Küchenwettbewerb ausrufen, damit alle ihre Vorschläge einbringen können.
Und sei es nur, um ihnen später nachtrauern zu können.
Die Küche wird nie mein Lebensmittelpunkt werden – und dennoch immer das virtuelle Zentrum meines Nestes sein. Zum Haribotüten-Zusammenfalten brauche ich ja eigentlich nicht nicht viel Platz. Aber immerhin habe ich mit dem Gasherd ein Symbol gesetzt.
Feuer und Flamme.
Kein Blog ohne Seelen-Striptease. Dann fang ich mal mit meinem an. Ich hab es wirklich geschafft sechs Wochen lang immer mit einer Jacke in der Tasche herum zulaufen. Für alle Fälle. Ihr wisst schon. Hätte ja sein können, dass die Temperatur plötzlich von 39 Grad abfällt. Einfach so. Klimakatastrophe und ihre Auswirkungen. Ihr wisst schon.
Aber dass ich die Jacke ausgerechnet jetzt Zuhause gelassen habe, auf dieser mehrtägigen Tour in Richtung kühlere Region, das könnt ihr nicht wissen. Ist ja auch nicht logisch.
Werde morgen noch ins Schnattern kommen, heute habe ich meinen Tribut schon einbezahlt.
Ach ja. Eins noch: um ein Haar hätte ich Weilburg verpasst. Das ist mir in sechzehn Jahren noch nie Passiert.
Claudia August 14th,2013
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die Worte fügen sich nicht
lassen sich nicht lenken
verlassen die vorgesehenen Wege
lösen sich auf
hinterlassen Einsamkeit
claudia August 14th,2013
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Die Allergie treibt ihre Scherze mit mir und ich könnte heulen vor Schmerz und Verzweifelung. Jedes Ausweichen bringt eine Weile Erleichterung, erhöht aber die Sensibilität immer mehr. Ich mag nicht klagen, ich will das schaffen. Hab das schon immer geschafft, dann muss es auch dieses Mal einen Weg geben. Vielleicht habe ich ihn noch nicht gefunden im Gestrüpp, im Unterholz. Irgendwo muss er verborgen sein.
(und nein: bitte keine Ratschläge – das schrieb Frau Fragmente immer und dem schließe ich mich an. Keine Ratschläge. Ist alles schlimm genug.)
Sie soll mich endlich verlassen, die Allergie. Ich hab sie nicht eingeladen. Bin eh keine gute Gastgeberin.
Was ich noch sagen wollte zu diesem veggie day. Ich bin ja jetzt nicht die Feinschmeckerin, aber das vegetarische Essen in Kantinen ist meistens von ziemlich mieser Qualität und nicht gerade ein Werbeträger für vegetarisches Essen. Es wird lieblos zubereitet, mit viel Sahne und Käse, damit auch wirklich jede Zutat ihren Eigengeschmack verliert und es viel, viel Kalorien zum Verbrennen liefert (diese Vegetarier fallen ja sonst buchstâblich vom Fleisch) Oft ist es vorpräparierte Tiefkühlware.
Im Vergleich dazu sind die Fleischgerichte in vielen Kantinen qualitativ höher. Das vegetarische Gericht ist das Ungeliebte Stiefkind der Küchenmenschen. Es wäre schön, wenn sich das ändern würde.
(ich esse es trotzdem oft in der Kantine, weil die Schlangen dort kürzer sind, aber auch, weil ich die Gelegenheit nutze, vegetarisch zu essen. Mal ehrlich: in den durchschnittlichen Restaurants sind die einzigen vegetarischen Gerichte die Salate. Aber nicht mal die sind durchgehend vegetarisch.)
claudia August 9th,2013
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Sexistische Werbung gepaart mit einer bodenlosen Überheblichkeit. Eh, Leute, wir machen das, weil ihr euch aufregt. Da kriegen wir mehr Aufmerksamkeit und das ist doch schließlich Sinn und Zweck der Werbung.
Viel Aufmerksamkeit, viel Erfolg.
Ist das so? Antje erläutert in ihrem Blogpost ausführlich, warum sie sich trotzdem über die Chio-Chips für Frauen und Männer aufregt.
Schlecht gemacht und mies gedacht, diese Aktion. Außerdem geht es bei Werbung nicht nur um Aufmerksamkeit. Es geht auch darum, Assoziationen zu einem Produkt zu erzeugen, die positiv sind und möglichst ein Alleinstellungsmerkmal haben.
Frauen oder Männer als schwachsinnige Zielgruppe anzusehen hilft da nur kurzfristig weiter.
Ich mag kryptische Blogeinträge. Ich mag es, wenn nicht immer alles auf der Hand liegt und nicht jedes i-Tüpfelchen eine mehrseitige Beschreibung erhält. Ich mag es, wenn ich mein Wesen in Zeichen und Symbole fasse und maße mir manchmal an, dass ich ganz besonders gut im „zwischen den Zeilen“ lesen bin.
Ich mag es, mein Leben zu verschlüsseln und es im Notfall mit einem fremden Schlüssel wieder aufzuschließen. Allerdings bin ich dennoch nie ein Rätsel, vielleicht manchmal ein offenes Buch, das nicht jede oder jeder zu lesen versteht.
Im Großen und Ganzen bin ich NSA-kompatibel. Einfach zu durchleuchten und schwer zu durchschauen.
And the World
And the World remembers the face
Jedes Jahr wenn es August wird, heiß, Sommer, dann kommt die Erinnerung an das Schreckliche. An das Grauen.
An den kleinen Jungen. The Little Boy. So nannten sie die Bombe.
Es dauert noch ein bisschen bis der Jahrestag kommt und die Glocken läuten. In meinem Herzen beginnen sie manchmal früher zu läuten – und nie, nie, nie hab ich das Leid ermessen können.
Hiroshima.
There’s a shadow of a man at Hiroshima
where he’d pass the noon
in a wonderland at Hiroshima
‘neath the August moon
And the world remembers his face
– remembers the place was here…
Fly metal bird to Hiroshima
and away your load
Speak the magic word to Hiroshima
let the sky explode
And the world remembers his name
– remembers the flame was here…
Hiroshima
And the world remembers his name
– remembers the flame was here…
Hiroshima…
(Hiroshima, Japanese city of three hundred
thousand people
Ceased to exist at 9: 15 on a Monday morning
While going about its business in the sunshine
of a hot summer day.
It vanished in a huge ball of fire and a cloud
of boiling smoke
Obliterated by the first atom bomb used in the
history of world war terror
Such is the electrifying report of the American
crew of the superforce who dropped the bomb
as a cataclysmic warning to the Japs to get out
of war or be destroyed.
Hiroshima, the whole crew agreed was blotted
out but a flash more brilliant than the sun)