Ich denke gerade darüber nach, wie viel Lebenszeit durch abstürzende Programme vergeudet und verschleudert wird. Außderdem denke ich darüber nach, was das für ein teufliches Spielzeug ist, das ich mir da angeschafft habe. Eine Überwachungswanze, die ich freiwillig bei mir trage. Noch dazu eine, die es zulässt, dass manche Menschen von kriminellen Leuten ausgenommen werden. Pech gehabt heißt es, wenn die Accounts verkauft werden. Da hast Du nicht richtig aufgepasst. Irgendwie bleibt immer klar, wer den schwarzen Peter hat.
Hab gerade Waschmaschinengeräusche gehört als ich über den Flur lief, dabei ist die Waschmaschine doch aus.
Das kommt daher, dass ich in den letzten Wochen meine Wohnung vor allem als Tasche-Wechsel-Station bzw. Wäsche-Austausch-Basis verwendet habe. Geht auch noch ein bisschen so weiter. Aber irgendwann werde ich meine Wohnung auch wieder zum Wohnen verwenden.
25 Jahre ist das bald her. Bei mir rasen die Erinnerungen nur so vorbei. Dreißig Jahre, fünfundzwanzig Jahre, die Welt war in Bewegung. Meine Welt war in Bewegung. Hat sich hin und her gedreht.
Diese Tage ist das Wetter ähnlich wie damals – vor 25 Jahren. Eher ein Sommerwochenende als ein Frühlingswochenende. Ich hab mir den Kopf zerbrochen, welche Musik damals aktuell war und bin nicht drauf gekommen.
Jeanny – war es. Das Lied vom Tod sozusagen. Was war er für ein Fazke, dieser Falco. So dreist und aufdringlich. Irgendwie hat sich seine Musik dennoch den Weg gebahnt.
Stadtschreiber in Klagenfurt haben es sicher nicht leicht. Fünf Monate dort zu verweilen, ganz ohne die Tage der deutschsprachigen Literatur TDDL – das ist ein hartes Los.
Viel Aufregung um „Wirbelwind“ Krampitz
Nach fünfzehnjähriger Pause wurde im Sommer 2010 auf Initiative des „kulturRaum“ Klagenfurt wieder ein Stadtschreiber eingeladen. Der Berliner Historiker und Autor Karsten Krampitz, Publikumspreisträger der „Tage der deutschsprachigen Literatur 2009“, zeigte sich in seiner Zeit als „Klagenfurter“ nicht nur literarische äußerst rege, er sorgte auch für einigen Wirbel, u.a. weil er das Tagebuch der Haider-Ausstellung im Bergbaumuseum kurzzeitig „ausgeborgt“ hatte, um es literarisch zu verarbeiteten.
Heuer folgt ihm nun also Peter Wawerzinek. Er ist Autor und Performer und wurde 1954 in Rostock geboren. Mit einem Auszug aus seinem berührenden Roman „Rabenliebe“ – einer literarischen Muttersuche – erlangte er einen Doppelsieg in Klagenfurt und startete in weiterer Folge einen publizistischen Höhenflug in der deutschsprachigen Medienlandschaft.
Der Schockwellenreiter hat es in seinem Panel bei der re:publica deutlich gesagt: Wenn jemand die Wikipedia heute abschalten würden, dann hätte das gravierende Auswirkungen. Bauen wir uns doch unsere eigenen Wikis, unsere dezentralen Wissensinseln. so wie das Frauenwiki, dort müssen wir nur auf die eigenen Relevanzkriterien achten.
Weil es immer ein Thema ist – und weil ich immer noch mit Grausen an die unkreative Blogparade der sogenannten Künstler mit Marketingambitionen zurück denken muss.
Nein, Vernetzung ist wirklich etwas anders als ein „Linkst-du-mich-link-ich-dich-Abkommen“.
Jetzt ist der deutsche E-Book-Reader für Kindle auf dem Markt und mit ihm hat auch der deutsche Kindle-Shop eröffnet. Nachdem meine Faszination in den letzten Tagen eher noch gestiegen ist, bin ich überzeugt, dass die virtuellen Bücher einen Siegeszug antreten werden. Man ist so unglaublich frei damit, kann so viele Bücher und Zeitschriften mitnehmen, kann Notizen und Randbemerkungen reinschreiben und ist trotzdem ohne Ballast unterwegs.
Und für mich, die ich das Gegenteil von einer Sammlerin bin, deren Traum es wäre, genauso viel Dinge zu besitzen, die ich auch tragen könnte, für mich ist das besonders toll. Bin gespannt, wie sich das Lesevergnügen bei anderen entwickeln wird.
Das Wortmeer bloggt angesichts der Geburt ihrer Tochter über das Thema „Privates Bloggen“
Mir ist da mein Eintrag vom Schweigen wieder eingefallen und die Gespräche , die wir bei der re:publica führten und denke mir gerade in der letzten Zeit, dass ich beim Bloggen vielleicht auch zu vorsichtig bin. Dass ich eine Vorsicht übernommen habe, die nicht meinem Bedürfnis entspricht, sondern die mir von außen aufgeredet wurde.
Die Ängste, die die Wildgans in ihrem Kommentar ausspricht, dass sie nicht möchte, dass ihre Lieben später in ihren Tagebuch-Heften kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist das gänzlich anders. Kinder habe ich keine und alles was im Tagebuch steht, sollte mein Gefährte aushalten können. Aber vor vielen Jahren habe ich die Tagebücher meiner Kinder- und Jugendzeit weggeworfen, weil sie in meinem privaten Leben nicht sicher waren. Danach habe ich Jahrzehnte lang nichts mehr geschrieben. Traurig war das.