dies und das

Die Sonne hat es tatsächlich geschafft. Heute Mittag sah es noch nicht so aus, als könne sie die Entscheidung zu ihren Gunsten wenden, aber es heißt ja auch immer: Man soll den Tag nicht usw. Ihr wisst schon. Einer von diesen klugen Sprüchen, von denen manche Menschen einfach wollen, dass sie stimmen.
Was sonst noch so stimmt auf dieser Welt, darüber denke ich erst etwas später nach. Muss dringend eine Denkpause einlegen. Hab heute noch nicht einmal nach Fukushima gekuckt. Was sie dieses Mal so treiben, wie sie dieses Mal das Leben der Menschen aufs Spiel setzen. Irgendwie hält man das so lange nicht aus. Ich jedenfalls nicht. Ich denke: Jetzt müssten doch endlich mal ein paar mehr Menschen dort aufwachen und sich in Sicherheit bringen. Aber so einfach ist das nicht. Wohin sollte ich mich denn z.B. in Sicherheit bringen, wenn ich betroffen wäre? Darauf fällt mir keine Antwort ein.

Rop Gonggrijp

Der niederländische Hacker Rop Gonggrijp, dessen Gruppe „Wij vertrouwen stemcomputers niet“ die dortigen Wahlmaschinen als unzuverlässig enttarnte und deren Abschaffung bewirkte, hat nun ein ähnliches Problem wie Julian Assange: Die Amerikaner möchten ihn wegen seiner Arbeit für WikiLeaks gerne in ihr schönes Land einladen, wo bereits an Bradley Manning vorgeführt wird, wie man mit Unverurteilten in einem Rechtsstaat umzugehen hat.

http://www.kanzleikompa.de/2011/04/05/netzaktivist-rop-gonggrijp-soll-an-die-usa-ausgeliefert-werden/

Lebenskunst

Mein nächstes Projekt:
Schutzmauern errichten und den geheimen Trampelpfad in die kreativen Wiesen offen lassen.

Lesehimmel

„Manchmal denke ich, der Himmel müßte ein einziges fortgesetztes, ungestörtes Lesen sein. Es ist ein körperloses tranceartiges intensives Entzücken, … „

Virginia Woolf

Feierabend-Foto

Es ist April. Ganz eindeutig April. Es regnet und zwei Minuten später scheint wieder die Sonne.
Aber das wichtigste: Es ist Feierabend.

Schlosspark

Schlosspark

Ai Weiwei

Ai Wei Wei ist seit dem Wochenende verschwunden. Verhaftet und verschwunden, wie das in China ab und an so üblich ist. Vor allem in den letzten Wochen wurden sehr, sehr viele kritische Künstlerinnen und Künstler festgenommen.

Ai Weiwei ist ein Konzeptkünstler. Ein Phantast. Ich mag Konzeptkunst gerne – vor allem wenn sie prickelt.

Ein Beispiel für ein Kunstwerk von Ai Weiwei sind die „Sunflower Seeds“.
Eine große graue Fläche, mit 100 Millionen Sonnenblumenkernen bedeckt, die sich beim näheren Befühlen als aus Porzellan gefertigt herausstellen – diese Installation des chinesisches Künstler Ai Weiwei wird in London gezeigt. Das Kunstwerk ist in der Tate Modern zu sehen – Eintritt frei.

Befindlichkeiten

Es freut mich, dass es Menschen gibt, die schon nachzählen, wie viele Nächte es noch bis zur re:publica 2011 sind. Es freut mich, aber ich bin auch ein bisschen neidisch. Bei mir steht wieder Mal eine Woche an, die sich zu einem Riesengebirge anwächst – und die nächste Woche sind die zwei Arbeitstage wieder nur mit logistischer Höchstleistung zu schaffen.

Aber dann: dann fährt der Zug.

Hach, es ist mir ganz egal, wie viel mal ich noch schlafe. Ich komme. Bald.

Ich freue mich drauf.

Frühling in der Stadt

Sonntag, Frühling, Mannheim, Neckar, Licht, Neckarstadt

Industriehafen am Neckar

Industriehafen am Neckar

 

Alter Messplatz in Mannheim mit Blick auf die Alte Feuerwache

Alter Messplatz in Mannheim mit Blick auf die Alte Feuerwache

 

Alter Messplatz

Alter Messplatz

Kein Riss

Nein, das ist kein Riss.

Auf dem Foto hier sieht man, wie viel stark radioaktives Wasser ins Meer fließt in Fukushima.

via fefe

Gewohnheiten ändern

Bin vorhin über Frau Fragment zu Zen Habits gelangt und dann ist mir dieses Bild vom inneren Schweinehund wieder über den Weg gelaufen.
Es ist unglaublich, wie erfolgreich dieses Bild ist – aber genauso unverständlich ist es. Sich vorzustellen, dass im eigenen Inneren so ein Lebewesen haust. Was für ein Lebewesen soll das überhaupt sein? Ein Schweinehund? Etwas Hässliches? Etwas Angstauslösendes?

In mir gibt es so ein Wesen jedenfalls nicht – und wenn jemand in meiner Gegenwart so so einem Wesen spricht, rücke ich innerlich immer ein Stückchen weg. Wieder jemand, der von so einem unheimlichen Geist besessen ist.