Myriam hat mich daran erinnert, dass heute Walburgisnacht ist, von uns früher schlicht und einfach Hexennacht genannt. Die Hexennacht war die erste Nacht – konkreter der erste Abend – an der wir als Kinder im Dunkeln unterwegs sein durften. Lange bevor uns noch der Silvester erlaubt wurde.
Das war ein Spaß! Wir durften im Dunkeln im Dorf herumlaufen und allerlei dummes Zeug anstellen. Das war quasi unsere Verpflichtung, denn für die Hexennacht wurden natürlich ein paar Hexen benötigt. Richtig derbe Scherze waren nie dabei, dazu waren wir alle viel zu brav. Ein paar versteckte Leitern hinterm Haus, Mülltonnen oder Eimer, die vertauscht wurden. Ein paar Klappläden zum Klappern gebracht. Das war es in der Regel schon. Aber die Tage vorher, die verbrachten wir immer mit den großen Plänen, ob wir nicht doch mal eine Stufe bei der Leiter von Frau F. ansägen sollten und die Hühner von Herrn S. freilassen könnten. Oder die Frau O. mal so richtig mit dem Hexengehäule erschrecken, dass sie noch am nächsten richtig ängstlich ist und uns nicht immer so beschimpft.
Claudia April 30th,2009
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Pusteblumen im Regen. In eine Pusteblumenwiese hat sich die Neckarwiese in diesen Tagen verwandelt.

Wie heißen Pusteblumen eigentlich auf englisch oder spanisch?
Claudia April 29th,2009
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das sagt laut Spreeblick das CDU-Forum. Als gesamtgesellschaftliches Problem könnte es bald eingedämmt werden. Jetzt frage ich mich: Wo ist das Problem der gesamten Gesellschaft? Ich habe ein Problem, wenn ich zensiert werde und wenn ich mich nicht mehr unausgeforscht und unausgespäht bewegen kann, aber nicht, wenn meine Nachbarn oder meine Kollegen homosexuell sind.
Wäre schön, wenn man Intoleranz heilen könnte, die ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das schon viel Schaden angerichtet hat. Verdammt viel Schaden.
Gestern habe ich das Interview in der FR mit Rudi Bliggenstorfer zur Homosexualität von Golo Mann gelesen. Sollen Menschen es in unserer Gesellschaft immer noch so erdrückend erleben, dass sie homosexuell fühlen? Lieber nicht.
Aber wer heilt unsere Gesellschaft von der Intoleranz?
Claudia April 28th,2009
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Ich muss immer ein wenig lächeln, wenn ich in privaten Blogs die Einträge lese, wie man mit dem Bloggen Geld verdienen kann, denn in erster Linie kostet einem das Bloggen Geld und Zeit. Was aber nicht schlimm ist, denn Bloggen ist eine Leidenschaft und für die opfere ich gerne meine Zeit und auch die drei Kröten, die ich dafür aufbringen muss. Aber Geld verdienen ist nun mal das Thema unserer Zeit. Jeder will Geld verdienen und möglichst viel. Leider kann aber nicht jeder Geld verdienen, die wirtschaftlichen Zeiten sind nicht so, dass jeder den Job machen kann, den er gerne möchte. Für Journalisten ist das bitter. Sehr bitter. Für Journalisten, die es auf dem Online-Markt versucht haben genau so, wie für die, die in den letzten Monaten im Print-Bereich entlassen wurden oder die in den letzten Jahren freiberuflich für einen Hungerlohn geschrieben haben. Wenn gute Leute gehen, dann hinterlassen sie eine Lücke. Das gesteht selbst der ihnen zu, der sonst immer schimpft und diesmal keine Antwort weiß.