Raus aus der Tabuzone mit dem Geld! Freut mich, dass Verena das Thema anspricht.
Nein, kein Geld zu haben und nie zu wissen, ob die nächste Miete noch bezahlt werden kann, macht nicht kreativ. Für einen nicht kleinen Teil der Gesellschaft fällt das Geld buchstäblich vom Himmel. Auch in meinem Umfeld passiert es. Dann werden Häuser oder Wohnungen gekauft, Anschaffungen gemacht, die vorher undenkbar waren, nur gesprochen wird darüber nicht. Nicht über das Geld, das geerbt wurde, nicht über das Geld das fehlt und nie dasein wird.
Die Schere öffnet sich still und leise immer weiter.
Das Internet vergisst nicht nur, es schreibt auch die Vergangenheit um.
Die Zeit- und Mediengeschichte lässt sich im Netz nur lückenhaft nachverfolgen.
Vielen ist das nicht bewusst, denn das Mem „das Internet vergisst nicht“ hält sich hartnäckig.
Ist aber leider nicht so, wir müssen besser auf unser Wissen aufpassen, damit es uns nicht entfleucht.
Für mich habe ich da auch keine persönliche Lösung. Die Sammelmappe wird vom Marbacher Literaturarchiv archiviert.
Aber wäre sie damit auch für die Öffentlichkeit zugänglich, wenn sie am Originalort verschwunden wäre?
Die Digitalisierung der Gesellschaft ist in Gang. Mehr als dass es viele Beschäftigte wahrhaben wollen. Die Macht der Betriebsräte und der Personalräte wird steigen. Die Flächentarifverträge nehmen in der Bedeutung ab und werden ersetzt durch Betriebs- und Dienstvereinbarungen.
Lasst es uns gestalten!
Es ist so wichtig, den Zug nicht zu verlassen.
Das ist mein kurzes Fazit aus dem ersten Tag der Digitalisierungskonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Was mir auch aufgefallen ist: der Begriff der Carearbeit ist nicht einmal gefallen. Das landet alles unter dem Begriff der Familienfreundlichkeit. Und hört sich doch sehr entspannt an, nach einem lächelnden Baby und ganz und gar nicht nach Demenzbetreuung oder die Sorge um eine suchtkranke Angehörige.
Ich habe also was gelernt heute, aber ich weiß nicht so genau was.

heute
und nicht nur heute
atmet es sich schwer
leichter wäre es
wäre die Luft dünner
hauchzart
hauchfein
ein Hauch von Leben
ausgehaucht
claudia November 21st,2015
Fühlen,
Gedanken,
Kunst,
Leben,
nur für mich,
Poesie | tags:
Atem,
Gedicht,
Leben,
Lyrik,
sterben,
Tod |
No Comments

claudia November 19th,2015
Fühlen,
Gedanken,
Leben | tags:
Alltag,
Arbeit,
Büro |
No Comments
Ich kann dem Mantra „Wenn wir zusammenstehen, hat der Terror keine Chance“ nicht folgen.
Wie soll er keine Chance haben, wenn Menschen tot sind? Wenn Menschen schwer verletzt sind? Vielleicht viele Jahrzehnte lang mit den Folgen leben müssen? Die Opfer, die Angehörigen und ihre Liebsten.
Schreckliche Ereignisse müssen verarbeitet werden. Trauer braucht Zeit, Kraft, und Energie. Das gilt für Individuen genauso wie für eine Gesellschaft. Einfach so weitermachen wie bisher wäre einfach nur Verdrängung.
Dass die Politik dieses Vorgehen forciert kann ich verstehen. Die brauchen Kulissen. Kulissen für ihre Inszenierungen und Kulissen um dahinter zu agieren. Ablenken und nachladen. Die Gesetze verschärfen, die Bevölkerung überwachen, die Lobbyinteressen durchziehen. Das ist logisch.
Verdrängung bringt selten was Gutes. Wenn etwas Schlimmes passiert auf das wir keinen Einfluss haben, müssen wir uns dem nicht stellen. Wir müssen gar nichts.
Aber vielleicht erinnern wir uns wieder daran, dass das Leben zerbrechlich ist. Dass Seelen verletzlich sind. Dass wir schonend mit ihnen umgehen sollten. Mit unserem Leben, mit dem unserer Liebsten und dem unserer Mitmenschen.
Mir erscheint das Herausforderung genug.
Nachtrag:
Der Terror siegt nicht, er terrorisiert.
Und verstehe ich das richtig: Jetzt soll mehr Krieg für mehr Sicherheit sorgen?
In Liebe gehüllt alleine im Dunkeln sitzen.
Bei mir sein.
In mir.
Mich abgrenzen von der Kriegsrhetorik, die durch die Medien schallt.
„Die Welt hat den Verstand verloren“ – wie ein Ohrwurm kreist mir der Titel von Astrid Lindgrens Kriegstagebücher um im Kopf.
Aber mir bleibt die Liebe.
claudia November 17th,2015
Fühlen,
Gedanken,
Leben | tags:
Frieden,
Gewalt,
Herz,
Krieg,
Liebe,
Liebesfähigkeit,
Politik,
Terror |
No Comments
Was der Ausnahmezustand in Frankreich bedeutet.
Frankreichs Präsident spricht vom Krieg und meint damit eine Einschränkung der Demokratie und vielleicht noch mehr.
Wenn der Bundespräsident von Krieg spricht, dann läuft es mir eiskalt über den Rücken, aber es wundert bei ihm ja nicht mehr. Er hat ja eine Affinität dazu.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…