11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Es gab in meiner Kindheit keinen Weihnachtsmann. Nur ein Christkind.
12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen? Unbedingt? Alles was ich zum Leben brauche. Ansonsten habe ich mir längst alles gekauft, was ich unbedingt haben möchte.
13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Sanftmut.
14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Fernsehen habe ich aufgegeben. Aber die letzte Lieblingssendung im Fernsehen war über Jahrzehnte die Kulturzeit auf 3sat.
15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Noch nie.
16. Wie alt möchtest du gern werden? Diese Frage zu beantworten fände ich anmaßend.
17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An 25 Jahre Llanca.
18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Bittersüß.
19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Neeeeinnn! Auf keinen Fall.
20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Ich zweifle oft und ausdauernd an mir. Solange, bis alle Zweifel ausgeräumt sind.
Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.
Nachts zwischen zwei und vier rauscht die Autobahn am leisesten. Da holt sie Kraft und stärkt sich, um rechtzeitig wieder aufzuholen für den kommenden Tag.
Vor dem Flugverkehr warnten sie mich, bevor ich hier her zog. Die Autobahn unterschlugen sie zum Glück ganz.
Die Flugzeuge reihen sich wie Perlen ein in eine Landebahn, die ich nicht erkennen kann. Im Minutentakt leuchten sie auf ihrem Flug, wenn um 23 Uhr das Nachtflugverbot droht.
Grenzen sind dazu da, um sie auszuloten.
Ich liege hier mit Panoramablick. Auf die untergehende Welt.
Heute morgen lieh ich mir die Welt in der Onleihe aus, um den Artikel zu lesen, indem sich Deniz Yücel zu den Postkarten, die Sophie Marie ihm ins Gefängnis schickte äußert. Er meint, sie hätten nicht so hämisch erwähnt werden müssen, in dem Spiegel-Artikel über ihre erfundene Vergangenheit.
Häme. Die trifft Menschlichkeit oft. Da wird sich herablassend geäußert, um dem eigenen Egoismus Glanz zu verleihen.
Und weil man selbst nicht zur Menschlichkeit fähig ist, wird ihr mit Mißtrauen begegnet.
Okay, jetzt haben sie mich auch angesteckt mit den 1000 Fragen aus dem Flow-Magazin.
1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht? Da muss ich erst lange nachdenken.
2. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit M.
3. Worauf verwendest du viel Zeit? Nachdenken. Stricken. Häkeln. Internet lesen.
4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Witze über die auch Dreijährige lachen.
5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Wahrscheinlich.
6. Woraus besteht dein Frühstück? Müsli. Gesüßt. Leider.
7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Dem M.
8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter? Wir haben Ähnlichkeit im Aussehen. Von der Persönlichkeit her sind wir eher diametral verschieden.
9. Was machst du morgens als Erstes? Nachsehen wieviel Uhr es ist.
10. Kannst du gut vorlesen? Leider nein. Mag es aber, mir vorlesen zu lassen. Zum Glück gibt es heutzutage Hörbücher. Eine tolle Erfindung.
Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt. Die Kaltmamsell und Liisa sind fast durch mit den Fragen.
Die Tage schwimmen davon. Einer nach dem andern. Ihre Anmut heißt Gleichförmigkeit.
Auf der arte-Mediathek läuft „Mord im Böhmerwald“. Vom Titel her keine Serie, die mich angezogen hätte. Aber sie entfaltet nach und nach ihren Reiz und lässt mich mit einem kalten Herzen zurück.
Es ist Donnerstagabend. Der Geruch des Wochenende breitet sich schon aus.
Der Tag beginnt feucht, aber er riecht gut. Zum ersten Mal seit vielen Wochen ist die Temperatur in meinem Zimmer auf zweiundzwanzig Grad gesunken. Mir ist kalt, ich schließe die Fenster.
wie gemalt
Leben in den Kleingartenkolonien wird gefordert. Als Alternative zum Plattmachen und neuen, teuren Wohnraum schaffen. Ich bin dafür, kann aber leider nicht einziehen. Mir liegen meine Kleingärten am Bornheimer Hand zu Füssen und plagen mich mit Pollenattacken. Ich richte mir lieber meine kleine, feine Wohnung her und erfreue mich am Grün.
Vorher hab ich einen Artikel über das Nicht-Verstehen-Können oder Wollen der Klimakatastrophe und den Untergang gelesen. Dass die Erzählung des Weltuntergangs so zum Unterhaltungsrepertoire gehört, dass die Menschen ihn nicht für real ansehen.
Mir kommt dabei der Gedanke, was es für ein Spaß machen könnte, endlich mal die Welt aufzuräumen und die unnötigen Sachen aus der Welt zu falten. Umwelt und Menschlichkeit zuerst, in allen Lebens- und Wirtschaftslagen. Wäre technisch und methodisch gar nicht so schwer. Nachhaltigkeit als Staatsziel.
Was wäre das für eine Freude, alle Kreativität in ein solches Unterfangen zu stecken! Wie machen wir das? Wie lösen wir jenes?
Unruhige Nächte. Dabei hat es deutlich abgekühlt. Irgendwas packt mich, wenn die Sonne untergeht und wälzt mich von Seite zu Seite. Jede Träne wiegt doppelt. Jedes Lachen klingt nach. Vielleicht die Begleitmusik der Wechseljahre. Zukünftig immer im Programm. Mal lauter und mal leiser, wer weiß das schon.
Vielleicht fehlt mir die entsprechende Reinigungszeremonie. Damit meine Seele in Harmonie und Schönheit weiterleben kann.
(Ich merke schon: ich sehe zu viele YouTube-Videos über die Navajo an. Die weben die Harmonie der Welt in ihre Teppiche mit ein.)
Das ist doch schön, dass du gebraucht wirst und es dir gefällt. Denn schließlich gefällt dir das Schreiben ja. Warum…